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<institution>Technische Universität Darmstadt</institution>
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<issue-title xml:lang="de">Textannotation in der
Hochschullehre</issue-title>
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    <year>2025</year>
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<kwd>Textannotation</kwd>
<kwd>Lehrkonzepte</kwd>
<kwd>Hochschullehre</kwd>
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  <title>Editorial</title>
  <p>Die vorliegende Ausgabe <italic>Textannotation in der
  Hochschullehre</italic> versammelt in der Praxis erprobte und zur
  Nachnutzung aufbereitete Lehrkonzepte rund um die Methode der
  Textannotation in den Geisteswissenschaften. Die Beiträge stellen
  Lehrformate vor, die mit unterschiedlichen Verfahren der
  Textannotation arbeiten, und eignen sich zur Nachnutzung für
  Lehrende.</p>
  <p>Die Diamond Open Access-Zeitschrift <italic>forTEXT</italic> wurde
  2024 gegründet, um Beiträge zu Forschung und Lehre in den
  textbasierten Digital Humanities zu publizieren. Sie baut auf dem seit
  2017 bestehenden forTEXT-Portal (www.portal.fortext.org) auf, das
  Einführungen in digitale Methoden der textbasierten
  Geisteswissenschaften bereitstellt. Die Zeitschrift versteht sich als
  Plattform für den wissenschaftlichen Austausch über digitale Routinen,
  Ressourcen und Werkzeuge mit dem Ziel, Digital Humanities-Ansätze
  systematisch in Forschung und Lehre zu etablieren. </p>
  <p>Bereits im Rahmen des forTEXT-Portals zeigte sich ein großer Bedarf
  an Inhalten, die speziell für die Hochschullehre konzipiert sind und
  Lehrende in der Vermittlung digitaler Methoden unterstützen. Mit der
  neuen <italic>forTEXT</italic>-Zeitschrift reagieren wir auf diese
  Nachfrage und legen neben der Forschung einen besonderen Schwerpunkt
  auf die Lehre. Dafür veröffentlichen wir praxiserprobte Lehrkonzepte
  für verschiedene Lehrformate, in denen Methoden oder Ansätze der
  textbasierten Digital Humanities vermittelt werden.</p>
  <p>Die vorliegende Ausgabe ist deshalb zwar die 13. Ausgabe der
  Zeitschrift, sie ist aber zugleich die erste Ausgabe, für die im
  Rahmen eines Call for Papers Autor*innen zur Einreichung von Beiträgen
  eingeladen wurden. Mit der Beteiligung externer Autor*innen wollen wir
  vielfältige Perspektiven und Erfahrungen aus dem Bereich der digitalen
  Geisteswissenschaften zusammenführen und den offenen
  wissenschaftlichen Austausch stärken. Die Ausgaben der
  <italic>forTEXT-</italic>Zeitschrift werden dabei als thematisch
  organisierte, sogenannte <italic>Rolling Issue</italic> publiziert, in
  denen laufend Beiträge ergänzt werden.</p>
  <p>Um eine Qualitätsprüfung zu gewährleisten, werden die eingereichten
  Beiträge im Open Peer Review-Verfahren begutachtet. Neben externen
  Gutachter*innen ist es vor allem eine einschlägige Fachredaktion, die
  dies möglich macht: Marie Flüh, Jan Horstmann, Janina Jacke, Jan
  Christoph Meister und Mareike Schumacher bringen ihre langjährige
  Erfahrung aus dem forTEXT-Portal in die Zeitschrift mit ein. Mit ihren
  Gutachten sichern sie nicht nur die inhaltliche Qualität der Beiträge,
  sondern sorgen auch für eine gewisse Einheitlichkeit in Darstellung
  und Duktus. Damit wollen wir es unseren Leser*innen erleichtern, die
  Beiträge in der eigenen Forschung und Lehre einzusetzen – ein
  wesentliches Prinzip des forTEXT-Portals besteht so fort.</p>
  <p>Technisch und auch finanziell möglich ist das Ganze, weil wir von
  der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Darmstadt unterstützt
  werden. Die ULB stellt uns mit Janeway ein Journal-System zur
  Verfügung, hat uns bei der Gründung begleitet und unterstützt uns
  weiterhin tatkräftig in diversen Fragen. Zusammen mit der
  ehrenamtlichen Arbeit der Fachredaktion war dies ausschlaggebend
  dafür, dass wir die  <italic>forTEXT</italic>-Zeitschrift im Diamond
  Open Access anbieten können.</p>
  <p>In der ersten Ausgabe der <italic>forTEXT</italic>-Zeitschrift mit
  externen Beiträgen nehmen wir das Thema der Textannotation in der
  Lehre – und damit eine zentrale Methode der textbasierten (digitalen)
  Geisteswissenschaften mit langer Tradition – in den Blick.</p>
  <p>Textannotation ist eine grundlegende Methode der Digital
  Humanities, die nicht nur in der Literaturwissenschaft zur
  systematischen Analyse und Interpretation von Texten eingesetzt wird,
  sondern die auch in vielen anderen geisteswissenschaftlichen
  Disziplinen eine wichtige Rolle spielt. Unter Textannotation verstehen
  wir die Praxis, deskriptive oder analytische Zusatzinformationen
  manuell, halb- oder vollautomatisch zu einem Text hinzuzufügen.</p>
  <p>Textannotation setzt als Methode nicht zwingend technische
  Kompetenzen seitens der Nutzer*innen voraus und eignet sich zudem gut
  für kollaborative Arbeitsformen – beide Eigenschaften machen sie
  besonders geeignet für den Einsatz in der Lehre.</p>
  <p>Alle Beiträge stellen Lehrkonzepte vor und folgen dabei einem
  einheitlichen Aufbau, der, so hoffen wir, einen niederschwelligen
  Zugang ermöglicht: Zunächst wird das Lehrkonzept vorgestellt und die
  didaktischen Voraussetzungen skizziert. Daraufhin werden der Ablauf
  und die Ziele des Lehrkonzepts beschrieben. Es folgt eine Übersicht
  der Sitzungen, ergänzt durch eine detaillierte Darstellung der
  einzelnen Sitzungen. In der abschließenden Reflexion gehen die
  jeweiligen Autor*innen auf Herausforderungen und Potenziale des
  Lehrkonzepts ein. Aufgrund der klaren Struktur eignen sich die
  Beiträge zur Nachnutzung.</p>
  <p><bold>Beiträge der Ausgabe</bold></p>
  <p>Svenja Guhr stellt in ihrem Beitrag <italic>Lehreinheit:
  Textannotation (mit CATMA) als Blended Learning</italic> eine
  vierwöchige Lehreinheit vor, die Studierende am Beispiel des digitalen
  Annotations- und Analysetools CATMA in die Textannotation einführt.
  Vor dem Hintergrund der Erzähltheorie wird in einer Kombination aus
  asynchronen Selbstlernphasen und synchronen Präsenzsitzungen die
  Methode der Textannotation eingeführt und ihre praktische Anwendung
  angeleitet. Zudem lernen Studierende, wie sie
  literaturwissenschaftliche Fragestellungen formulieren und
  Einsatzmöglichkeiten digitaler Textannotation kritisch
  reflektieren.</p>
  <p>Philipp Hegel und Patrick D. Brookshire stellen in ihrem Beitrag
  <italic>Textauszeichnung: Digitale Edition und Kommentierung</italic>
  eine einsemestrige Lehrveranstaltung vor, die über mehrere Iterationen
  weiterentwickelt wurde. In dieser werden  Studierende in zentrale
  Konzepte und Methoden der digitalen Editorik eingeführt. Ziel der
  Veranstaltung ist die Vermittlung theoretischer und praktischer
  Grundkenntnisse des digitalen Editierens anhand der
  Auszeichnungssprache XML nach TEI-Richtlinien. Dabei liegt der
  Schwerpunkt auf der Transkription und Kommentierung digitalisierter
  Privatbriefe aus dem Liebesbriefarchiv.</p>
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