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<journal-title>forTEXT</journal-title>
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<issn publication-format="electronic">2943-212X</issn>
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<publisher-name>Universitäts- und Landesbibliothek
Darmstadt</publisher-name>
<publisher-loc>Darmstadt</publisher-loc>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/fortext.4067</article-id>
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<article-title>Lehreinheit: Textannotation (mit CATMA) als Blended
Learning</article-title>
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<contrib-id contrib-id-type="orcid">0000-0002-7686-3609</contrib-id>
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<surname>Guhr</surname>
<given-names>Svenja</given-names>
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<email>guhr@linglit.tu-darmstadt.de</email>
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<institution>Technische Universität Darmstadt</institution>
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<volume>2</volume>
<issue>1</issue>
<issue-title>Textannotation in der Hochschullehre</issue-title>
<pub-date date-type="pub" iso-8601-date="2025-06-24">
<day>24</day>
<month>06</month>
<year>2025</year>
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<date date-type="received" iso-8601-date="2024-10-16">
<day>16</day>
<month>10</month>
<year>2024</year>
</date>
<date date-type="accepted" iso-8601-date="2025-05-19">
<day>19</day>
<month>05</month>
<year>2025</year>
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<copyright-statement>© 2025 The authors. Published under a CC BY
license.</copyright-statement>
<copyright-year>2025</copyright-year>
<copyright-holder>Svenja Guhr</copyright-holder>
<license license-type="open-access">
<ns0:license_ref>https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</ns0:license_ref>
<license-p>-This work is licensed under a Creative Commons
Attribution 4.0 International License.</license-p>
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<kwd-group kwd-group-type="author">
<kwd>Selbststudieneinheit</kwd>
<kwd>Blended Learning</kwd>
<kwd>CATMA</kwd>
<kwd>Manuelle Annotation</kwd>
<kwd>Literaturwissenschaft</kwd>
</kwd-group>
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<sec id="abstract">
  <title>Abstract</title>
  <p>Das Lehrkonzept stellt eine vierwöchige Lehreinheit vor, die
  Studierende in die Textannotation am Beispiel des Annotations- und
  Analysetools CATMA einführt. Vor dem Hintergrund der Erzähltheorie
  wird in einer Kombination aus asynchronen Selbstlernphasen und
  synchronen Präsenzsitzungen die Methode der Textannotation eingeführt
  und ihre praktische Anwendung angeleitet. Zudem lernen Studierende,
  wie sie literaturwissenschaftliche Fragestellungen formulieren und
  Einsatzmöglichkeiten digitaler Textannotation kritisch reflektieren
  können.</p>
</sec>
<sec id="inhalt">
  <title>Inhalt</title>
  <list list-type="order">
    <list-item>
      <p>Einführung</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Gesamtablauf</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Tabellarische Sitzungsübersicht</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Elemente der Lehreinheit</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Reflexion</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="einführung">
  <title>1 Einführung</title>
  <p>Das nachfolgend vorgestellte Lehrkonzept führt Studierende in die
  Textannotation am Beispiel des digitalen Annotationstools CATMA ein.
  Dabei werden asynchrone und synchrone Elemente im Sinne eines Blended
  Learning-Ansatzes kombiniert.</p>
  <sec id="rahmenbedingungen">
    <title>1.1 Rahmenbedingungen</title>
    <p>Die Lehreinheit zum Thema „Textannotation (mit CATMA)“ greift
    eine Kombination aus asynchroner und synchroner Lehre auf (Blended
    Learning)<xref ref-type="fn" rid="fn1">1</xref> und deckt einen
    Zeitraum von vier Semesterwochen ab. Die Lehreinheit wurde im Rahmen
    der Einführungsveranstaltung <italic>Grundkurs Literaturwissenschaft
    2</italic> im Sommersemester an der Technischen Universität
    Darmstadt entwickelt, wo sie bereits dreimal durchgeführt wurde
    (Sommersemester 2022, 2023 und 2024). Der <italic>Grundkurs
    2</italic> deckt den zweiten Teil eines zweisemestrigen Moduls zur
    Einführung in die Literaturwissenschaft ab, das im
    Germanistikstudium in den ersten zwei Studiensemestern die
    Grundlagen der deutschsprachigen Literaturwissenschaft vermitteln
    soll, um die Studierenden auf das literaturwissenschaftliche
    Arbeiten in den darauf aufbauenden thematischen Pro- und
    Hauptseminaren der höheren Semester vorzubereiten. Die erfolgreiche
    Teilnahme an der Lehrveranstaltung wird durch eine 90-minütige
    schriftliche Klausur am Ende der Vorlesungszeit festgestellt. Nach
    Bestehen der Abschlussklausur erhalten die Teilnehmenden fünf
    ECTS-Punkte
    (<xref alt="Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft 2019" rid="ref-modulhandbuch_2019" ref-type="bibr">Institut
    für Sprach- und Literaturwissenschaft 2019</xref>).</p>
    <p>Die Lehreinheit repräsentiert eine Schnittstelle zwischen
    Literaturwissenschaft und Digital Humanities. Sie integriert
    digitale Methoden in die literaturwissenschaftliche Lehre, indem sie
    den Studierenden die Nutzung von
    CATMA<xref ref-type="fn" rid="fn2">2</xref> als Annotations- und
    Analysetool nahebringt. Diese Interdisziplinarität ermöglicht es,
    traditionelle geisteswissenschaftliche Fragestellungen durch den
    Einsatz von Technologien zu vertiefen und zu erweitern, und fördert
    gleichzeitig die digitalen Kompetenzen der Studierenden.</p>
    <p>Blended Learning wurde gewählt, um vorbereitende Schritte wie die
    Seminarlektüre, den Überblick über zentrale Funktionen sowie die
    erste Erprobung der Annotationssoftware unter Rückgriff auf
    vorhandenes Lernmaterial in eine Selbstlernphase auszulagern. Im
    synchronen Teil kann so der Fokus auf die Vermittlung komplexer
    literaturwissenschaftlicher Sachverhalte, auf Diskussionen zu den
    gesammelten Annotationserfahrungen und die Beantwortung
    literaturwissenschaftlicher Fragestellungen gelegt werden. Die
    Lehreinheit findet zeitlich in der Mitte des Semesters statt, wobei
    die Selbstlernphase die Hälfte der Lehreinheit einnimmt. Ihre
    Vorteile liegen insbesondere in der Auslagerung des zeitaufwändigen
    Einrichtens und Ausprobierens des CATMA-Accounts sowie des
    Durcharbeitens der einführenden Tutorials, wobei die Studierenden
    die Software in der von ihnen gewählten Geschwindigkeit
    kennenlernen, ausprobieren und bei Interesse noch weiter vertiefen
    können.</p>
    <p>Der Kurs wird als synchrone Lehrveranstaltung in Lehrform eines
    Grundkurses mit zwei Semesterwochenstunden für eine Gruppe von ca.
    20-30 Studierenden (Germanistik Bachelor / Deutsch Lehramt an
    Gymnasien) angeboten, die i.d.R. bereits den ersten Teil des
    Grundkurses besucht haben und somit erste grundlegende Kompetenzen
    in der Literaturwissenschaft mitbringen.</p>
    <p>Die vorgesehenen Lerninhalte des <italic>Grundkurses 2</italic>
    als Rahmenlehrveranstaltung sind laut Modulbeschreibung die
    „Einführung in erweiterte Gebiete der Literaturwissenschaft.
    Studierende sollen am Ende des Kurses mit Themen der Erzähltheorie,
    der Literaturgeschichte und der Editionswissenschaft sowie mit den
    entsprechenden Theorien und Konzepten vertraut sein und diese unter
    Anleitung kritisch einordnen und diskutieren können”
    (<xref alt="Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft 2019" rid="ref-modulhandbuch_2019" ref-type="bibr">Institut
    für Sprach- und Literaturwissenschaft 2019</xref>). Die unter den
    Literaturwissenschaftsdozent*innen abgestimmten großen Themen der
    Lehrveranstaltung umfassen zwei Sitzungen zu Literaturtheorien, zwei
    Sitzungen zur Literaturgeschichte (19. und 20. Jahrhundert), vier
    Sitzungen zur Großgattung Prosa, drei Sitzungen zur Großgattung
    Lyrik sowie drei Sitzungen zu Organisatorischem, Klausurvorbereitung
    und Klausurdurchführung. Eine erfolgreiche Teilnahme am Kurs
    befähigt die Studierenden zum Umgang mit Begriffen und Konzepten
    erweiterter Gebiete der Literaturwissenschaft. Sie können Analysen
    mittels wichtiger Methoden des jeweiligen Teilgebiets durchführen.
    Darüber hinaus haben sie ein grundlegendes Verständnis der
    Literaturwissenschaft und ihrer Unterdisziplinen erlangt und sind
    mit den Grundlagen der literaturwissenschaftlichen Analyse, dem
    analytischen Lesen und dem wissenschaftlichen Arbeiten vertraut.</p>
  </sec>
  <sec id="voraussetzungen-der-teilnehmenden">
    <title>1.2 Voraussetzungen der Teilnehmenden</title>
    <p>Zur Durchführung der Lehreinheit müssen die Studierenden Zugang
    zu einem internetverbundenen Laptop haben, einen der gängigen
    Browser verwenden können (z.B. Firefox, Chrome oder Safari) sowie
    grundlegende Sprachkenntnisse im Englischen mitbringen, um das User
    Interface der Textannotationssoftware CATMA verstehen und nutzen zu
    können.
    Die benötigten technischen Vorkenntnisse erarbeiten sich die
    Studierenden in der Selbstlernphase. Weitere technische Kenntnisse
    sind nicht erforderlich.
    Als fachliche Vorkenntnis wird ein generelles Verständnis im Umgang
    mit literarischen Texten und literarischer Erzähltextanalyse
    vorausgesetzt, das dem Niveau des Oberstufendeutschunterrichts bzw.
    darauf aufbauend ggf. dem Besuch des <italic>Grundkurses
    Literaturwissenschaft 1</italic> an der Technischen Universität
    Darmstadt entspricht.</p>
  </sec>
  <sec id="ausführung-der-lehreinheit">
    <title>1.3 Ausführung der Lehreinheit</title>
    <p>Die Lehreinheit besteht aus vier Elementen:</p>
    <list list-type="order">
      <list-item>
        <p>eine vorbereitende synchrone Sitzung zur Einführung in die
        Erzähltextanalyse,</p>
      </list-item>
      <list-item>
        <p>eine asynchrone Selbstlernphase von zwei Wochen, in der die
        Studierenden die Video-Tutorials und die vorbereitende Lektüre
        (Primär- und Sekundärliteratur) durcharbeiten,</p>
      </list-item>
      <list-item>
        <p>eine synchrone Sitzung zur Einführung in die
        literaturwissenschaftliche Annotationspraxis mit Zeit für Fragen
        und einer Anwendungsaufgabe zur Verwendung von CATMA für die
        Annotation und anschließende Figurenanalyse des
        Primärtextes,</p>
      </list-item>
      <list-item>
        <p>eine Aufgabe zur manuellen Textannotation in der
        Abschlussklausur zur Überprüfung des Erreichens der Lernziele
        der Lehreinheit.</p>
      </list-item>
    </list>
    <p>Für die synchronen Veranstaltungssitzungen benötigt die*der
    Lehrende einen internetverbundenen Laptop sowie einen Beamer. Die
    asynchronen Anteile wie Lektüre und Links zu den Video-Tutorials der
    Selbstlernphase werden von dem*der Lehrenden über die begleitende
    Medienplattform (hier Moodle) zur Verfügung gestellt.</p>
    <p>Zur Vermittlung von Kompetenzen werden verschiedene Medien
    eingesetzt:
    In der asynchronen Selbstlernphase haben die Studierenden Zugang zu
    Video-Tutorials. Diese Tutorials bieten eine Einführung in die
    manuelle Annotation mit dem digitalen Tool CATMA
    (<xref alt="forTEXT 2019a" rid="ref-fortext_tutorial_2019" ref-type="bibr">forTEXT
    2019a</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2020a" rid="ref-fortext_tutorial_2020" ref-type="bibr">forTEXT
    2020a</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2019b" rid="ref-fortext_tutorial_2019-1" ref-type="bibr">forTEXT
    2019b</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2019c" rid="ref-fortext_tutorial_2019-2" ref-type="bibr">forTEXT
    2019c</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2020b" rid="ref-fortext_tutorial_2020-1" ref-type="bibr">forTEXT
    2020b</xref>). Zudem werden vorbereitend drei Einführungstexte zum
    manuellen und kollaborativen Annotieren (analog und digital mit
    CATMA) zur Verfügung gestellt
    (<xref alt="Schumacher 2024" rid="ref-schumacherToolbeitragCATMA2019" ref-type="bibr">Schumacher
    2024</xref>;
    <xref alt="Jacke 2024a" rid="ref-jackeMethodenbeitragManuelleAnnotation2018" ref-type="bibr">Jacke
    2024a</xref>;
    <xref alt="Jacke 2024b" rid="ref-jackeMethodenbeitragKollaborativesLiteraturwissenschaftliches2018" ref-type="bibr">Jacke
    2024b</xref>). Während der synchronen Lehrveranstaltungen wird als
    kurzer Primärtext die Erzählung <italic>Krambambuli</italic> von
    Ebner-Eschenbach
    (<xref alt="1896" rid="ref-von_ebner-eschenbach_marie_1896" ref-type="bibr">1896</xref>)
    diskutiert und die Aufgabe zur Verwendung von CATMA mit Fokus auf
    literarische Erzähltext- und Figurenanalyse
    (<xref alt="Hansen 2016" rid="ref-Hansen_figuren_2016" ref-type="bibr">Hansen
    2016</xref>) literaturtheoretisch und methodisch eingebettet.</p>
    <p>Zur Unterstützung der Studierenden wurde in der dritten Iteration
    dieser Lehreinheit ein*e Tutor*in eingesetzt. Diese*r stand während
    der asynchronen Selbstlernphase in einem Moodleforum für Fragen und
    Hilfestellungen zur Verfügung. Während der synchronen Sitzungen half
    er*sie bei technischen Problemen mit dem Annotationstool CATMA und
    unterstützte die Studierenden bei der Durchführung der
    Annotationsaufgabe.</p>
    <p>In der Abschlussklausur ist eine Aufgabe zur manuellen
    Textannotation vorgesehen, um das Erreichen der Lernziele der
    Lehreinheit zu überprüfen.</p>
  </sec>
</sec>
<sec id="gesamtablauf">
  <title>2 Gesamtablauf</title>
  <p>Die Lehreinheit wird im Semesterplan als Teil des Themas
  „Einführung in die Gattungstheorie: Prosa“ verortet und baut auf den
  Inhalten der Sitzungen zu Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts und
  Literaturtheorie auf. Sie besteht aus vier Teilen: Der erste Teil
  beinhaltet eine theoretische Einführung in die Analyse von Figuren und
  in das Formulieren von literaturwissenschaftlichen Fragestellungen in
  einer synchronen Lehrveranstaltungssitzung.
  Der zweite Teil besteht aus einer zweiwöchigen asynchronen
  Selbstlernphase. In dieser Phase arbeiten die Studierenden mit
  zusammengestellten Materialien zur Einführung in die
  literaturwissenschaftliche Textannotation. Diese Materialien umfassen
  Artikel zur manuellen und kollaborativen Annotation (analog und
  digital mit CATMA) sowie kurze Video-Tutorials zur Einführung in die
  manuelle Annotation mit dem digitalen Annotationstool CATMA.
  Zusätzlich lesen die Studierenden den Primärtext
  <italic>Krambambuli</italic> von Ebner-Eschenbach
  (<xref alt="1896" rid="ref-von_ebner-eschenbach_marie_1896" ref-type="bibr">1896</xref>).
  Der dritte Teil besteht aus einer synchronen Sitzung zur Einführung in
  die literaturwissenschaftliche Annotationspraxis mit Zeit für Fragen
  und für die Anwendungsaufgabe zur Verwendung von CATMA für die
  Annotation und anschließende Figurenanalyse des Primärtexts. Dieser
  dritte Teil kann auf 90 oder 120 Minuten angesetzt werden, je nachdem,
  wie viele Teilnehmende erwartet werden, wie fortgeschritten die
  Studierenden im Umgang mit digitalen Methoden sind und wie engagiert
  sie erfahrungsgemäß an Diskussionen teilnehmen und Fragen stellen.
  Im vierten und letzten Teil wird das Gelernte durch eine
  Prüfungsaufgabe in der Klausur überprüft, die
  literaturwissenschaftliche Textannotation behandelt.</p>
  <p>Im Fokus der Lehreinheit steht die Vermittlung der Erzähltheorie
  und ihrer praktischen Anwendung durch die literaturwissenschaftliche
  Methode der Annotation. Die Studierenden sollen nach dieser
  Lehreinheit in der Lage sein, Methoden der Erzähltheorie auf bekannte
  literarische Primärtexte des 19. Jahrhunderts anzuwenden und drei
  literaturwissenschaftliche Annotationsmodi umzusetzen:
  manuell-analoges Annotieren literarischer Texte, manuell-digitales
  Annotieren literarischer Texte und kollaborativ manuell-digitales
  Annotieren literarischer Texte. Des Weiteren sollen die Studierenden
  den Nutzen und die Anwendbarkeit literaturwissenschaftlicher
  Textannotation reflektieren und lernen, situationsspezifisch zu
  entscheiden, wie verschiedene Annotationsverfahren am sinnvollsten
  anzuwenden sind, indem z.B. die Erstellung und der Einsatz von
  Annotationstagsets im Kontext einer ausgewählten Forschungsfrage
  reflektiert wird. Außerdem sollen sie literaturwissenschaftliche
  Forschungsfragen formulieren und sich der Beantwortung dieser Fragen
  mit Hilfe literaturwissenschaftlicher Textannotation annähern
  können.</p>
</sec>
<sec id="tabellarische-sitzungsübersicht">
  <title>3 Tabellarische Sitzungsübersicht</title>
  <table-wrap>
    <table>
      <colgroup>
        <col width="10%" />
        <col width="8%" />
        <col width="8%" />
        <col width="9%" />
        <col width="11%" />
        <col width="27%" />
        <col width="17%" />
        <col width="10%" />
      </colgroup>
      <thead>
        <tr>
          <th align="left" valign="top"><bold>Element</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Modus</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Thema</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Inhalt</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Lernziel</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Vorbereitung der Studierenden</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Lehrvorbereitung</bold></th>
          <th align="left" valign="top"><bold>Aufgabe</bold></th>
        </tr>
      </thead>
      <tbody>
        <tr>
          <td align="left" valign="top">1</td>
          <td align="left" valign="top">synchron; Präsenz</td>
          <td align="left" valign="top">theoretische Einführung in die Analyse von Figuren</td>
          <td align="left" valign="top">Einführung in die Figurenanalyse und das Formulieren von
          Forschungsfragen</td>
          <td align="left" valign="top">Grundlagen der Figurenanalyse verstehen und anwenden;
          Forschungsfragen formulieren</td>
          <td align="left" valign="top">Lektüre
          (<xref alt="Hansen 2016" rid="ref-Hansen_figuren_2016" ref-type="bibr">Hansen
          2016</xref>)</td>
          <td align="left" valign="top">Laptop; Beamer; vorbereitende Texte; Foliensatz (siehe
          Anhang 1: „FS_Figurenanalyse“)</td>
          <td align="left" valign="top">Formulieren einer Forschungsfrage zur Figurenanalyse</td>
        </tr>
        <tr>
          <td align="left" valign="top">2</td>
          <td align="left" valign="top">asynchron; online</td>
          <td align="left" valign="top">Selbststudium: Einführung in die
          literaturwissenschaftliche Textannotation</td>
          <td align="left" valign="top">Erarbeitung von Einführungstexten und Video-Tutorials zur
          manuellen und digitalen Annotation</td>
          <td align="left" valign="top">Grundlagen des manuellen und digitalen Annotierens
          verstehen; Anwendung des Tools CATMA</td>
          <td align="left" valign="top">Lektüre
          (<xref alt="Schumacher 2024" rid="ref-schumacherToolbeitragCATMA2019" ref-type="bibr">Schumacher
          2024</xref>;
          <xref alt="Jacke 2024a" rid="ref-jackeMethodenbeitragManuelleAnnotation2018" ref-type="bibr">Jacke
          2024a</xref>;
          <xref alt="Jacke 2024b" rid="ref-jackeMethodenbeitragKollaborativesLiteraturwissenschaftliches2018" ref-type="bibr">Jacke
          2024b</xref>); Anschauen der Tutorials
          (<xref alt="forTEXT 2019a" rid="ref-fortext_tutorial_2019" ref-type="bibr">forTEXT
          2019a</xref>;
          <xref alt="forTEXT 2020a" rid="ref-fortext_tutorial_2020" ref-type="bibr">forTEXT
          2020a</xref>;
          <xref alt="forTEXT 2019b" rid="ref-fortext_tutorial_2019-1" ref-type="bibr">forTEXT
          2019b</xref>;
          <xref alt="forTEXT 2019c" rid="ref-fortext_tutorial_2019-2" ref-type="bibr">forTEXT
          2019c</xref>;
          <xref alt="forTEXT 2020b" rid="ref-fortext_tutorial_2020-1" ref-type="bibr">forTEXT
          2020b</xref>)</td>
          <td align="left" valign="top">sicherstellen, dass Links funktionieren und Materialien
          über Moodle verfügbar sind</td>
          <td align="left" valign="top">Durcharbeiten der Materialien; Vorbereitung auf die
          synchrone Sitzung (inklusive der Einrichtung eines
          persönlichen CATMA-Accounts)</td>
        </tr>
        <tr>
          <td align="left" valign="top">3</td>
          <td align="left" valign="top">synchron; Präsenz</td>
          <td align="left" valign="top">Einführung in die literaturwissenschaftliche
          Annotationspraxis</td>
          <td align="left" valign="top">zusammenfassende Einführung in die
          literaturwissenschaftliche Annotationspraxis und praktische
          Anwendung der Annotationsverfahren mit CATMA</td>
          <td align="left" valign="top">Anwendung der Annotationsverfahren; Reflexion der
          Nützlichkeit der Annotation</td>
          <td align="left" valign="top" />
          <td align="left" valign="top">Vorbereitung des CATMA-Projekts mit Tagset zur
          Figurenanalyse (orientiert an
          <xref alt="Jacke 2024c" rid="ref-jacke_ressourcenbeitrag_2024" ref-type="bibr">Jacke
          2024c</xref>) &amp; Annotationsbeispielen in vorbereiteten
          Annotation Collections; Formulieren von Übungsaufgaben zur
          Klausurvorbereitung; Laptop; Beamer; Internetzugang; Zugriff
          auf CATMA</td>
          <td align="left" valign="top">Übung von Klausuraufgaben zu literaturwissenschaftlicher
          Textannotation</td>
        </tr>
        <tr>
          <td align="left" valign="top">4</td>
          <td align="left" valign="top">synchron; Präsenz</td>
          <td align="left" valign="top">Überprüfung des Gelernten durch Klausuraufgabe</td>
          <td align="left" valign="top">Durchführung der Anwendungsaufgabe in der Klausur</td>
          <td align="left" valign="top">Sicherstellung der Lernzielerreichung</td>
          <td align="left" valign="top">Diskussion und Übung von Prüfungsfragen zur Textannotation
          als Teil der vorhergehenden Sitzung zur
          Prüfungsvorbereitung</td>
          <td align="left" valign="top">Bereitstellung der Prüfungsaufgabe und eines
          Beispielprimärtextausschnitts</td>
          <td align="left" valign="top" />
        </tr>
      </tbody>
    </table>
  </table-wrap>
</sec>
<sec id="elemente-der-lehreinheit">
  <title>4 Elemente der Lehreinheit</title>
  <sec id="element-1-theoretische-einführung-in-die-analyse-von-figuren">
    <title>Element 1: Theoretische Einführung in die Analyse von
    Figuren</title>
    <p><italic>(Synchrone Sitzung, 90min)</italic></p>
    <p>In der ersten Sitzung erhalten die Studierenden eine theoretische
    Einführung in die Analyse von Figuren (aufbauend auf
    <xref alt="Hansen 2016" rid="ref-Hansen_figuren_2016" ref-type="bibr">Hansen
    2016</xref>) sowie in das Formulieren von
    literaturwissenschaftlichen Fragestellungen. Diese synchrone Sitzung
    beginnt mit einem Vortrag der Lehrperson (siehe Anhang 1:
    „FS_Figurenanalyse“), in dem die grundlegenden Konzepte und Methoden
    der Figurenanalyse behandelt werden. Zunächst wird die Bedeutung und
    Funktion von Figuren in literarischen Texten erläutert. Danach
    werden die drei funktionalen Dimensionen nach Phelan
    (<xref alt="2005" rid="ref-Phelan_2005" ref-type="bibr">2005</xref>),
    die Unterscheidung von flachen und runden Charakteren nach Forster
    (<xref alt="1949" rid="ref-Forster_1949" ref-type="bibr">1949</xref>)
    und das Figurenmodell nach Hansen
    (<xref alt="2000" rid="ref-Hansen_2000" ref-type="bibr">2000</xref>)
    mit seiner Unterscheidung von „showing“ und „telling“ präsentiert.
    Der Inputvortrag wird abgeschlossen mit einer Diskussion, in der das
    Gehörte durch die Studierenden angewendet werden soll, indem sie
    diskutieren, welche Figuren im vorbereiteten Primärtext
    <italic>Krambambuli</italic> von Ebner-Eschenbach
    (<xref alt="1896" rid="ref-von_ebner-eschenbach_marie_1896" ref-type="bibr">1896</xref>)
    vorkommen und wie diese hinsichtlich der vorgestellten
    Figurenmodelle eingeordnet werden können.</p>
    <p>Im Anschluss wird das Erarbeiten und Formulieren von
    literaturwissenschaftlichen Forschungsfragen thematisiert. Die
    Studierenden lernen, wie sie präzise und relevante Fragen zur
    Figurenanalyse entwickeln können. Die Sitzung umfasst Diskussionen
    und Gruppenarbeiten, in denen die Studierenden auf der Grundlage
    eines kurzen Textauszugs aus der Primärlektüre Forschungsfragen
    formulieren, die mit Hilfe der Figurenanalyse bearbeitet werden
    können.</p>
    <p>Ziel dieser Sitzung ist es, ein Verständnis der grundlegenden
    Konzepte der Figurenanalyse zu vermitteln, die Fähigkeit zur
    Unterscheidung und Anwendung verschiedener Ansätze der
    Figurenanalyse zu entwickeln und die Kompetenz zu fördern,
    literaturwissenschaftliche Forschungsfragen zu formulieren. Im
    Rahmen des <italic>Grundkurses 2</italic> an der TU Darmstadt wurde
    dieses Element als Teil der umfassenderen Lehrveranstaltungssitzung
    zur „Einführung in die Gattungstheorie: Prosa“ durchgeführt. Dieser
    Sitzungsteil deckt ca. 30min einer 90 minütigen Sitzung ab.</p>
  </sec>
  <sec id="element-2-einführung-in-die-literaturwissenschaftliche-textannotation-selbstlernphase">
    <title>Element 2: Einführung in die literaturwissenschaftliche
    Textannotation (Selbstlernphase)</title>
    <p><italic>(Asynchrone Selbstlernphase über zwei Wochen, ca. 5
    Arbeitsstunden)</italic></p>
    <p>Der zweite Teil der Lehreinheit besteht aus einer asynchronen
    Selbstlernphase, welche sich über zwei Wochen erstreckt. In dieser
    Zeit haben die Studierenden die Gelegenheit, sich eigenständig in
    die Grundlagen der literaturwissenschaftlichen Textannotation und
    die Annotations- und Analysesoftware CATMA einzuarbeiten. Sie setzen
    sich mit drei Einführungstexten auseinander, die das manuelle und
    kollaborative Annotieren sowohl in analoger als auch digitaler Form
    behandeln
    (<xref alt="Schumacher 2024" rid="ref-schumacherToolbeitragCATMA2019" ref-type="bibr">Schumacher
    2024</xref>;
    <xref alt="Jacke 2024a" rid="ref-jackeMethodenbeitragManuelleAnnotation2018" ref-type="bibr">Jacke
    2024a</xref>;
    <xref alt="Jacke 2024b" rid="ref-jackeMethodenbeitragKollaborativesLiteraturwissenschaftliches2018" ref-type="bibr">Jacke
    2024b</xref>). Ergänzend dazu stehen Video-Tutorials zur Einführung
    in die manuelle Annotation mit dem digitalen Annotationstool CATMA
    zur Verfügung
    (<xref alt="forTEXT 2019a" rid="ref-fortext_tutorial_2019" ref-type="bibr">forTEXT
    2019a</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2020a" rid="ref-fortext_tutorial_2020" ref-type="bibr">forTEXT
    2020a</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2019b" rid="ref-fortext_tutorial_2019-1" ref-type="bibr">forTEXT
    2019b</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2019c" rid="ref-fortext_tutorial_2019-2" ref-type="bibr">forTEXT
    2019c</xref>;
    <xref alt="forTEXT 2020b" rid="ref-fortext_tutorial_2020-1" ref-type="bibr">forTEXT
    2020b</xref>). Diese Materialien bieten den Studierenden eine
    umfassende Einführung in die Annotationsverfahren und ermöglichen
    ihnen, das Gelernte praktisch auszuprobieren.</p>
    <p>Ziel dieser Selbstlernphase ist es, die Grundlagen des manuellen
    und digitalen Annotierens zu vermitteln, die Fähigkeit zur Nutzung
    des Tools CATMA zu entwickeln und ein Verständnis für die Vor- und
    Nachteile verschiedener Annotationsverfahren zu schaffen. Die
    Studierenden lesen die Einführungstexte, schauen sich die
    Video-Tutorials an und führen erste praktische Übungen zur
    Annotation mit CATMA durch. Ab der CATMA-Version 7.2 Classroom
    Edition ist es auch möglich, den Teilnehmenden Zugang zu einem
    gemeinsamen CATMA-Gruppenprojekt zu gewähren und als
    Ergebnissicherung den erfolgreichen Abschluss der Selbstlernphase
    durch obligatorische Annotationen im Gruppenprojekt zu
    überprüfen.</p>
  </sec>
  <sec id="element-3-einführung-in-die-literaturwissenschaftliche-annotationspraxis">
    <title>Element 3: Einführung in die literaturwissenschaftliche
    Annotationspraxis</title>
    <p><italic>(Synchrone Sitzung, 90min)</italic></p>
    <p>In der dritten Sitzung steht die praktische Anwendung der
    Annotationsverfahren im Fokus. Die Studierenden haben vorbereitend
    einen CATMA-Account eingerichtet, erste Anwendungsbeispiele geübt
    und setzen die während der asynchronen Selbstlernphase erworbenen
    Kenntnisse in einer synchronen Sitzung in die Praxis um. Begleitet
    wird diese für 90min konzipierte Sitzung vom Foliensatz zur
    Einführung in die Textannotation (siehe Anhang 2:
    „FS_Einführung_Textannotation“). Um den Studierenden mehr Zeit für
    die Diskussionen und Anwendungsaufgaben zu geben, empfiehlt sich
    eine Sitzung von ca. 120min. Ziel dieser Sitzung ist es, die
    Anwendung der Annotationsverfahren in der Praxis zu vertiefen und
    die Fähigkeit zur kritischen Reflexion von Textannotation zu
    fördern.</p>
    <p>Die Sitzung beginnt mit einem Brainstorming (ca. 5min) in
    Partnerarbeit zur Aktivierung des Gelernten aus der zweiwöchigen
    Selbstlernphase, wobei das thematische Vokabular der Sitzung im
    geschützten Raum der Partnerarbeit vorbereitet wird. Anschließend
    gibt es einen kurzen Austausch im Plenum im Sinn einer reduzierten
    Form der „Think-Pair-Share“ Lernmethode von Lyman
    (<xref alt="1998" rid="ref-lyman_responsive_1998" ref-type="bibr">1998</xref>).</p>
    <p>Es folgt ein Inputvortrag (ca. 10min) der Lehrperson zur
    generellen Einführung in das Thema und die Methodik des Annotierens
    (Bildannotationen, Markup Languages, Glossen) sowie spezifisch zur
    Annotation als textwissenschaftliche Praxis in der
    Literaturwissenschaft. Zunächst werden drei verschiedene
    Annotationsarten in der Sprach- und Literaturwissenschaft
    vorgestellt: Freitextkommentare, taxonomiebasierte Annotation und
    technische Annotation im Rahmen des Textauszeichnungsverfahrens
    (nach
    <xref alt="Jacke 2024a" rid="ref-jackeMethodenbeitragManuelleAnnotation2018" ref-type="bibr">Jacke
    2024a</xref>). Anschließend werden sechs Modi bzw. Verfahren der
    Textannotation anhand von Beispielen gegenübergestellt: manuell
    vs. maschinell, analog vs. digital, digital halbautomatisiert
    vs. digital automatisiert (nach
    <xref alt="Rapp 2017" rid="ref-rapp_manuelle_2017" ref-type="bibr">Rapp
    2017</xref>).</p>
    <p>Am Ende des Inputvortrags werden die Studierenden gebeten, in
    Einzelarbeit manuell einen Textausschnitt zu annotieren (ca. 5min).
    Dazu wurde vor Sitzungsbeginn der Anfang des ausgedruckten
    Primärtexts ausgeteilt. Das Ziel dieser Aufgabe ist es, verschiedene
    Annotationsideen auszuprobieren, die während des Impulsvortrags
    aufgekommen sind. Der Erfahrung nach variieren die von den
    Studierenden vorgenommen Annotationen stark (z.B. Unterstreichung,
    Umkreisung und Umkastung von Wortarten und Wortfamilien). Nach ca.
    5min haben die Studierenden kurz die Möglichkeit, dem Plenum
    vorzustellen, was sie wie annotiert haben. Damit wird zur
    Diskussionsfrage übergeleitet: „Braucht man Vorgaben zum
    Annotieren?“ Der Erfahrung nach sprechen die Studierenden in der
    Diskussion ihre anfängliche Unsicherheit mit der Annotationsaufgabe
    an, weil sie nicht wussten, was genau sie annotieren sollten. Der
    nächste Punkt der Diskussion wird eingeleitet durch die
    Reflexionsfragen: „Welche Vorgaben hätten Sie sich gewünscht?“ und
    „Welche Vorgaben haben Sie sich selbst gegeben?“. Durch diese
    offenen Fragen werden sich die Studierenden der Notwendigkeit von
    Annotationsrichtlinien bewusst. Sie diskutieren ihre
    selbstdefinierten Vorgaben, z.B. wann unterstrichen und wann
    umkreist wurde und welche Farbe welche Annotationseinheit bedeutete.
    Die Lehrperson leitet sodann über zum zweiten Inputvortrag.</p>
    <p>Im zweiten Inputvortrag (ca. 10min) stellt die Lehrperson den
    Nutzen und Aufbau von Annotationsrichtlinien vor. Unterstützt durch
    die Abbildung von Gius und Jacke
    (<xref alt="2016, 7" rid="ref-gius_jacke_2016" ref-type="bibr">2016,
    7</xref>) wird die Komplexität des Annotationsprozesses
    verdeutlicht. Es folgt eine kurze Wiederholung zu
    Annotationskategorien und Tagsets, die Veranschaulichung der
    Textannotation als iterativen und zyklischen Prozess (nach
    <xref alt="Rapp 2017" rid="ref-rapp_manuelle_2017" ref-type="bibr">Rapp
    2017</xref>;
    <xref alt="Zinsmeister und Lemnitzer 2015" rid="ref-zinsmeister_korpuslinguistik_2015" ref-type="bibr">Zinsmeister
    und Lemnitzer 2015</xref>) sowie ein sehr kurzer Ausblick auf die
    Evaluation des Annotationsprozesses und Goldstandardannotationen
    (nach
    <xref alt="Jacke 2024b" rid="ref-jackeMethodenbeitragKollaborativesLiteraturwissenschaftliches2018" ref-type="bibr">Jacke
    2024b</xref>). Nach einer kurzen Unterbrechung für Fragen der
    Studierenden folgt der Anwendungsteil „Annotation mit CATMA“.</p>
    <p>Für den Anwendungsteil schlägt die Lehrperson eine
    Forschungsfrage, eine Hypothese und ein Annotationsverfahren vor.
    Ein mögliches Frage-Hypothesen-Paar zur Figurenanalyse ist: „Welche
    Hinweise auf der Textoberfläche kennzeichnen eine Figur als
    Protagonist*in?“ - „Anhand der Häufigkeit der Figurenreferenz ist
    erkennbar, welche Figur Protagonist*in des Textes ist.“ Außerdem
    bringt sie ein CATMA-Gruppenprojekt mit vorbereitetem Tagset mit
    (z.B. das Tagset „Narratologie (<italic>histoire</italic>)“ von
    <xref alt="Jacke 2024c" rid="ref-jacke_ressourcenbeitrag_2024" ref-type="bibr">Jacke
    2024c</xref>), das die Studierenden anwenden können. Nach einer
    kurzen Vorstellung der Materialien treten die Teilnehmenden dem
    CATMA-Gruppenprojekt bei und erhalten den folgenden Arbeitsauftrag
    (ca. 20min):</p>
    <p>Bitte annotieren Sie <bold>manuell digital</bold> den Anfang aus
    Marie von Ebener-Eschenbachs <italic>Krambambuli</italic>:</p>
    <list list-type="alpha-lower">
      <list-item>
        <p>Erstellen Sie eine <bold>Annotation Collection</bold> nach
        dem Schema: „Name_Annotation_Collection“.
        </p>
      </list-item>
      <list-item>
        <p>Öffnen Sie den Text im <bold>Annotationsmodus</bold>
        („Annotate“).
        </p>
      </list-item>
      <list-item>
        <p>Wählen Sie Ihre Annotation Collection aus und
        <bold>annotieren</bold> Sie den Anfang von
        <italic>Krambambuli</italic> unter Anwendung des Tagsets zur
        Figurenannotation.
        </p>
      </list-item>
      <list-item>
        <p><bold>Synchronisieren</bold> Sie Ihre Annotationen auf der
        Projektstartseite („SYNC“ → synchronize with the team).</p>
      </list-item>
    </list>
    <p>Während der Arbeitsphase steht die Lehrperson für Fragen und
    technische Unterstützung zur Verfügung. Die Lehrperson wird dabei
    ggf.durch eine*n Tutor*in vor Ort unterstützt. Die Arbeitsphase wird
    mit einer Reflexion abgeschlossen, in der die Studierenden
    berichten, wie sie mit den Annotationskategorien und den technischen
    Prozessen zurechtkamen. Zudem sollen sie aufführen, welche Tags
    ihnen gefehlt haben oder welche sie nicht verwendet haben.
    Schließlich sollen sie auf der Grundlage ihrer Annotationserfahrung
    argumentieren, wie die Forschungsfrage beantwortet werden
    könnte.</p>
    <p>Anschließend werden exemplarisch Abfragen, Visualisierungen und
    halbautomatisierte Annotationen mit CATMA durchgeführt, um eine
    mögliche Annäherung an die Forschungsfrage mittels quantitativer
    Annotationsauswertung (der vorbereiteten Annotationen) vorzustellen
    (z.B. Keyword in Context Abfragen (KWIC) und Visualisierung der
    Häufigkeit und Verteilung von Annotationen pro Figurenreferenz über
    den Verlauf des annotierten Textes).</p>
    <p>Den Abschluss der Sitzung bildet eine Diskussion im Plenum, in
    der die Studierenden aufgefordert werden, die Unterschiede,
    Gemeinsamkeiten, Grenzen und Mehrwerte von digitaler und
    nicht-digitaler Annotation sowie die Kombination beider
    Annotationsformen praxisnah herauszuarbeiten und zu diskutieren. Die
    Diskussion endet mit der perspektivischen Frage, welche weiteren
    Forschungsfragen zum Primärtext und darüber hinaus die Studierenden
    interessieren würden, die sie im Rahmen eines
    CATMA-Annotationsprojekts angehen könnten.</p>
  </sec>
  <sec id="element-4-überprüfung-des-gelernten-durch-klausuraufgabe">
    <title>Element 4: Überprüfung des Gelernten durch
    Klausuraufgabe</title>
    <p><italic>(Schriftliche Aufgabe, ca. 15 bzw. ca.
    25min)</italic></p>
    <p>In der letzten Woche der Vorlesungszeit wird das in den
    vorangegangenen Sitzungen Gelernte anhand einer Aufgabe in der
    90-minütigen Abschlussklausur überprüft. Die Klausur besteht in der
    Regel aus sechs verschiedenen Aufgaben, von denen eine die
    Textannotation betrifft. Im Rahmen der Klausur des
    <italic>Grundkurses 2</italic> wurden im Sommersemester 2022, 2023
    und 2024 Variationen der folgenden zwei Aufgaben gestellt:</p>
    <sec id="aufgabe-1">
      <title>Aufgabe 1:</title>
      <p>Eine Klausuraufgabe mit Umfang von 5,5P. (ca. 15min Aufwand der
      90min Gesamtklausur (30P.)):</p>
      <list list-type="alpha-lower">
        <list-item>
          <p>Erklären Sie kurz die Methode der manuellen Textannotation
          (1P.).
          </p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p>Entwickeln Sie ein Tagset bestehend aus mindestens drei
          verschiedenen Tags für die Annotation des
          Primärtextausschnitts. Nennen Sie dafür den Tagnamen und
          erläutern Sie (kurz) Ihr Annotationsvorgehen (3,5P.: jeweils
          0,5P. pro Nennung des Namens (Tagset und 3 Tags) und jeweils
          0,5P. pro Kurzerläuterung des Annotationsvorgehens pro Tag,
          z.B. Unterstreichen, Tagfarbe, gewählte Kategorie).
          </p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p>Annotieren Sie den Textausschnitt systematisch mit Ihren
          neudefinierten Tags (1P.).</p>
        </list-item>
      </list>
      <p>Die erste Klausuraufgabe sollte im Klausuraufbau einen
      mittleren Platz einnehmen, weil sie die ersten drei
      Taxonomiestufen kognitiver Lernziele nach Anderson und Krathwohl
      (<xref alt="2001" rid="ref-anderson_taxonomy_2001" ref-type="bibr">2001</xref>)
      abdeckt. Da höhere Taxonomiestufen tendenziell später in der
      Klausur angeordnet werden sollten, eignet sich diese Aufgabe nicht
      als Einstiegsaufgabe:
      Einerseits wird bereits das reine Nennen von Tagsetnamen und
      Tagnamen mit Punkten vergütet (Taxonomiestufe 1), andererseits
      aber auch die Erklärung der Methode gefordert sowie die
      Erläuterung des Annotationsvorgehens (Taxonomiestufe 2) und die
      Anwendung der Annotationsmethode auf den gegebenen
      Primärtextausschnitt (Taxonomiestufe 3).</p>
    </sec>
    <sec id="aufgabe-2">
      <title>Aufgabe 2:</title>
      <p>Eine Klausuraufgabe mit Umfang von 7P. (ca. 20-25min
      Aufwand):</p>
      <p>Lesen Sie den Primärtextausschnitt:</p>
      <list list-type="alpha-lower">
        <list-item>
          <p>Formulieren Sie eine Forschungsfrage hinsichtlich der im
          Kurs behandelten Inhalte (z.B. aus dem Bereich zu
          Prosatheorie, Erzähltheorie – etwa Diskurs, Geschichte,
          Figuren – oder Literaturgeschichte). Beachten Sie bei der
          Formulierung die im Kurs besprochenen inhaltlichen und
          formalen Anforderungen an eine Forschungsfrage (1 Satz = 1P.).
          </p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p>Begründen Sie die (literaturwissenschaftliche) Relevanz
          Ihrer Forschungsfrage kurz, indem Sie sie in den
          literaturwissenschaftlichen Forschungskontext einordnen (1-2
          Sätze, 2P.).
          </p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p>Entscheiden Sie, ob und wie literaturwissenschaftliche
          Textannotation als Grundlage der Annäherung an die
          Beantwortung Ihrer Forschungsfrage angewendet werden kann.
          Begründen Sie Ihre Entscheidung und beschreiben Sie Ihre
          mögliche Herangehensweise (3-5 Sätze, 4P.).</p>
        </list-item>
      </list>
      <p>Die zweite Klausuraufgabe sollte im Klausuraufbau den Platz
      einer der letzten oder der letzten Aufgabe einnehmen. Sie deckt
      die höchsten Taxonomiestufen kognitiver Lernziele nach Anderson
      und Krathwohl
      (<xref alt="2001" rid="ref-anderson_taxonomy_2001" ref-type="bibr">2001</xref>)
      ab, indem eine Forschungsfrage formuliert (Produktion,
      Taxonomiestufe 6), ihre Relevanz begründet (Beurteilung,
      Taxonomiestufe 5) sowie für oder gegen die Anwendung von
      Textannotation als Methode entschieden werden muss (Entscheidung,
      Taxonomiestufe 5).</p>
      <p>Mit der erfolgreichen Bearbeitung der Klausuraufgabe weisen die
      Studierenden nach, dass sie das Lernziel erreichen, theoretische
      Konzepte in konkreten Analysekontexten anzuwenden, indem sie
      literaturwissenschaftlich relevante Forschungsfragen formulieren
      und Textannotation als Methode zur Annäherung an die
      selbstformulierte Forschungsfrage verwenden sowie die Anwendung
      reflektieren.</p>
    </sec>
  </sec>
</sec>
<sec id="reflexion">
  <title>5 Reflexion</title>
  <sec id="erfahrungen-bei-der-durchführung-der-lehrveranstaltung">
    <title>5.1 Erfahrungen bei der Durchführung der
    Lehrveranstaltung</title>
    <p>Ich habe das vorgestellte Lehrkonzept in meiner Rolle als
    Dozentin bisher drei Mal durchgeführt. Dabei konnte ich retrospektiv
    feststellen, dass die Aufteilung der Lehreinheit von den
    Studierenden gut angenommen wurde. Vor allem das Angebot einer
    asynchronen Selbststudienphase anstelle einer synchronen Sitzung
    wurde positiv aufgenommen. Im Feedback der Studierenden wurde
    deutlich, dass sie die Mischung aus synchronen und asynchronen
    Einheiten sowie die praxisorientierte Anwendung der Theorie
    schätzten. Besonders die Video-Tutorials fanden die Studierenden
    hilfreich, weil sie sich dadurch die Inhalte in ihrem eigenen Tempo
    erarbeiten und wahlweise Teile des Tutorials wiederholen konnten.
    Die Teilnehmenden meldeten außerdem positiv zurück, dass sie das
    Gelernte aus der Selbstlernphase und den Theorieinputvorträgen in
    der synchronen Sitzung (3) selbst anwenden konnten und zum
    Weiterdenken angeregt wurden.</p>
    <p>Die synchrone Sitzung (3) zur Einführung in die
    literaturwissenschaftliche Annotationspraxis, das Herzstück des
    vorgestellten Lehrkonzepts, verlief in allen drei Iterationen ohne
    Probleme. Die technischen Voraussetzungen waren gegeben: Der Beamer
    und das WLAN funktionierten, die Studierenden brachten
    internetverbundene Laptops mit sowie eingerichtete CATMA-Accounts,
    sodass sie die Anwendungsaufgaben durchführen konnten.</p>
    <p>Ich konnte den Lernerfolg aus der Selbstlernphase zum
    manuell-digitalen Annotationsverfahren daran festmachen, dass die
    Studierenden, die an der synchronen Sitzung teilnahmen, sie als
    Vorbereitung durchgeführt haben mussten, um während der Sitzung
    CATMA anwenden und gut mitarbeiten zu können. Während der
    Bearbeitungszeit der Anwendungsaufgaben konnte ich im Dialog mit den
    Teilnehmenden feststellen, ob die grundsätzliche Anwendung von CATMA
    verstanden wurde und aktives Feedback zu den Arbeitsschritten geben
    sowie bei Schwierigkeiten helfen und individuelle Fragen
    beantworten. Darüber hinaus konnten erste Annotationsversuche als
    Teil der Selbstlernphase integriert werden.</p>
    <p>Ab der dritten Iteration setzte ich eine*n Tutor*in ein, was sich
    als wertvolle Unterstützung beim Umgang mit CATMA und der
    individuellen Vorbereitung der Studierenden herausstellte.
    Insbesondere bei technischen Fragen und individuellen Problemen
    konnte der*die Tutor*in direkt vor Ort oder bereits vorher
    Hilfestellungen geben. Sollte bei der Nachnutzung dieses
    Lehrkonzepts in externen Veranstaltungskontexten keine Unterstützung
    durch eine*n Tutor*in möglich sein, könnte ein von den Studierenden
    selbstmoderiertes Onlineforum (z.B. bei Moodle) eingesetzt werden,
    in dem Fragen während der asynchronen Selbstlernphase individuell
    gestellt und beantwortet werden können (auch unterstützt durch die
    Lehrperson). Außerhalb des Grundkurskontextes könnte zudem ein
    kürzerer Primärtext zur Annotation zur Verfügung gestellt werden,
    damit die Teilnehmenden einen vollständigen Text annotieren können
    und nicht nur einen kurzen Ausschnitt. Dafür könnte zum Beispiel ein
    Märchen als Textgrundlage zum Einsatz kommen. Ein kürzerer Text
    würde es den Teilnehmenden ermöglichen, den gesamten Text zu
    erfassen und somit ein besseres Verständnis für die Struktur und die
    narrativen Techniken zu entwickeln.</p>
    <p>Bei der Bewertung der Klausuraufgabe fiel auf, dass auch
    Studierende, die nicht an der synchronen Sitzung (3) teilgenommen
    hatten, sich durch die Nachbereitung der Materialien ausreichend für
    eine erfolgreiche Bearbeitung der Klausuraufgabe vorbereiten
    konnten.</p>
    <p>Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Aufbau und allen drei
    Durchführungen der Lehreinheit. Meine Bedenken, dass die geplanten
    Zeitabschnitte für Arbeitsaufgaben und Plenumsdiskussionen zu eng
    getaktet sein könnten, haben sich nicht bestätigt. Dafür war es
    jedoch wichtig, die Zeitplanung durchgängig im Blick zu haben und
    die Diskussionen so zu moderieren, dass der vorgesehene Zeitrahmen
    eingehalten wurde.</p>
    <p>Ich kann mir vorstellen, dass eine Verlängerung der synchronen
    Sitzung (3) um 30min sinnvoll sein könnte, um den Studierenden mehr
    Zeit für Annotation, Austausch und Diskussion zu geben. Alternativ
    könnte man eine Pause vor dem zweiten Inputvortrag einplanen, damit
    die Studierenden für den zweiten Teil der synchronen Sitzung mehr
    Energie und Aufmerksamkeit haben sowie die gelernten Inhalte besser
    verarbeiten können. Je nach Gruppengröße sowie bei erwartbar mehr
    technischen Hürden bei den Teilnehmenden wäre auch eine Zweiteilung
    der synchronen Sitzung auf zwei Sitzungen denkbar.</p>
    <p>Eine weiterhin offene Herausforderung besteht, wenn Studierende
    die Selbstlernphase nicht absolvieren, sei es aufgrund einer
    Abneigung gegenüber digitalen Methoden oder weil sie keinen
    CATMA-Account einrichten möchten. Zwar ist das Verständnis von
    Annotationsverfahren und -taxonomien nicht zwingend an die Nutzung
    von CATMA gebunden und hat somit keine direkten Auswirkungen auf die
    Klausur, doch kann die fehlende Vorbereitung das Arbeitsklima in der
    synchronen Sitzung beeinträchtigen. Ein weiteres Hindernis ergab
    sich in einem Fall, in dem ein*e Studierende*r keinen eigenen Laptop
    besaß und die Selbstlernphase am Familiencomputer absolvieren
    musste. Um die Teilnahme an der synchronen Sitzung zu ermöglichen,
    stellte ich vor Ort einen Laptop zur Verfügung.</p>
  </sec>
  <sec id="studierende">
    <title>5.2 Studierende</title>
    <p>Mit Blick auf die tatsächlich teilnehmenden Studierenden habe ich
    in den drei Iterationen der Lehreinheit (Sommersemester 2022, 2023
    und 2024) ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Vor allem die
    Anzahl der Teilnehmenden an der synchronen Sitzung (3) variierte: In
    den ersten beiden Iterationen waren es jeweils 15 Teilnehmende, die
    sich aktiv in den synchronen Sitzungen engagierten und in der
    Abschlussklausuraufgabe zur Textannotation gute bis sehr gute
    Ergebnisse erzielten.
    Bei der dritten Iteration waren nur vier Studierende in der zweiten
    synchronen Sitzung anwesend, die sich aber sehr engagiert
    beteiligten. Ich verpasste leider die Gelegenheit zu eruieren, ob es
    am geringen Interesse für Textannotation oder der nicht ausreichend
    deutlichen Ankündigung von Textannotation als Klausurthema lag, dass
    so wenige Studierende in der synchronen Sitzung anwesend waren, oder
    andere Gründe für das Fernbleiben vorlagen. Die Ergebnisse in der
    Abschlussklausuraufgabe fielen jedoch überwiegend gut bis sehr gut
    aus, was darauf hinweist, dass die zur Verfügung gestellten
    Materialien ausreichten, um die Lernziele zu erreichen.
    Alle Teilnehmenden waren wie geplant eingeschriebene Studierende im
    Bachelor Germanistik oder Deutsch Lehramt an Gymnasien und brachten
    die verlangten Vorkenntnisse und technischen Voraussetzungen mit,
    wobei bei jeder Iteration immer mindestens ein*e Studierende*r dabei
    war, die*der anstelle eines Laptops ein Tablet als internetfähiges
    Endgerät in die Veranstaltung mitbrachte, auf dem zwar die
    Annotationen einsehbar waren aber nicht selbst vorgenommen werden
    konnten. Diese Studierenden führten die Anwendungsaufgabe in der
    synchronen Sitzung in Partnerarbeit durch.</p>
  </sec>
</sec>
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  <title>Literaturverzeichnis</title>
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    (zugegriffen: 14. Oktober 2024).</mixed-citation>
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    <label>1</label><p>Für mehr Informationen zu Blended
    Learning-Methoden, siehe
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    <label>2</label><p>CATMA steht für „Computer Assisted Text Markup
    and Analysis“, siehe Gius u. a.
    (<xref alt="2024" rid="ref-giusCATMA2024" ref-type="bibr">2024</xref>).</p>
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</article>