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<journal-title>forTEXT</journal-title>
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<issn publication-format="electronic">2943-212X</issn>
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<publisher-name>Universitäts- und Landesbibliothek
Darmstadt</publisher-name>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/fortext.3807</article-id>
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<article-title>Methodenbeitrag: Digitales Präsentieren und
Publizieren</article-title>
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<surname>Flüh</surname>
<given-names>Marie</given-names>
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<email>marie.flueh@uni-hamburg.de</email>
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<institution>Universität Hamburg</institution>
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<issue>3</issue>
<issue-title>Textdigitalisierung und Edition</issue-title>
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<event-desc>Erstveröffentlichung: 13.05.2019 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/digitales-praesentieren-und-publizieren">fortext.net</ext-link>
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Attribution-ShareAlike 4.0 International License.</license-p>
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<p><bold>Erstveröffentlichung:</bold> 13.05.2019 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/digitales-praesentieren-und-publizieren">fortext.net</ext-link></p>
<sec id="definition">
  <title>1. Definition</title>
  <p>Eine wichtige Aufgabe von Wissenschaftler*innen ist die Vermittlung
  von neu erschlossenem Wissen, um auf diese Weise einen
  Erkenntnisgewinn für das jeweilige Forschungsgebiet zu erzeugen. Im
  Kern stehen hierfür seit jeher zwei Möglichkeiten zur Verfügung: der
  Vortrag (mündlich) und das Papier (schriftlich)
  (<xref alt="Hey 2018, 16" rid="ref-heyPrasentierenWissenschaftUnd2018" ref-type="bibr">Hey
  2018, 16</xref>). Beide Formen der Wissenschaftskommunikation
  (<xref alt="von Campenhausen 2014, 170" rid="ref-voncampenhausenWissenschaftVermittelnAnleitung2014" ref-type="bibr">von
  Campenhausen 2014, 170</xref>) werden durch Digitalität nachhaltig
  verändert und erweitert. Unter digitalem Präsentieren ist vor allem
  die digital gestützte öffentliche Dar- und Vorstellung Ihrer
  Forschungsergebnisse vor einem Publikum zu verstehen. Digitales
  Publizieren meint primär das Publizieren eines Artikels im Verlag oder
  auf Online-Plattformen.</p>
</sec>
<sec id="anwendungsbeispiel">
  <title>2. Anwendungsbeispiel</title>
  <p>Die Ergebnisse Ihrer literaturwissenschaftlichen Untersuchung der
  Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm möchten Sie für ein breites
  fachwissenschaftliches Publikum zugänglich machen. Hierfür planen Sie
  eine Posterpräsentation im Rahmen der Teilnahme an einer Fachkonferenz
  und die Publikation Ihres Beitrags in einer Open
  Access-Fachzeitschrift (vgl.
  <xref alt="Open Access" rid="glossary-open-access">Open
  Access</xref>).</p>
</sec>
<sec id="literaturwissenschaftliche-tradition">
  <title>3. Literaturwissenschaftliche Tradition</title>
  <p>Die Vermittlung von Wissen ist seit dem Entstehen der
  Literaturwissenschaft als Teilbereich der Geisteswissenschaften im 18.
  Jhd.
  (<xref alt="Kjørup 2011, 18f" rid="ref-KjørupHumanitiesGeisteswissenschaftSciences2011" ref-type="bibr">Kjørup
  2011, 18f</xref>.) an unterschiedliche Medien gebunden. Medien, die im
  übergeordneten Sinn allgemeine Kommunikationsmittel und
  Vermittlungssysteme für unterschiedliche Informationen darstellen
  (<xref alt="Mandl und Kopp 2007, 494" rid="ref-mandlMedienpadagogik2007" ref-type="bibr">Mandl
  und Kopp 2007, 494</xref>), lassen sich grundlegend in diverse
  Medientypen mit individuellen Eigenschaften einteilen. In
  unterschiedlichen zeitlichen und anwendungsbezogenen Kontexten haben
  sich wiederum verschiedene Leitmedien als Vermittlungssysteme
  etabliert. Frühe Formen der philologischen Forschung und der
  Vermittlung von Forschungsergebnissen erfolgten in mündlicher oder in
  schriftlicher Form und existieren bereits seit der Antike. Seit dem
  15. Jhd. ist eine philologische Beschäftigung mit deutschen Texten
  älterer Sprachstufen belegt
  (<xref alt="Rompeltien 1994, 96" rid="ref-rompeltienGermanistikAlsWissenschaft1994" ref-type="bibr">Rompeltien
  1994, 96</xref>), die mündlich oder handschriftlich publiziert
  wurden.</p>
  <p>Eine epochemachende neue Form der Kommunikation mit einer zuvor
  noch nicht dagewesenen Reichweite wurde durch Johannes Gutenbergs
  Erfindung des Buchdrucks in Mainz um 1440 etabliert. Die Handschrift
  wurde dadurch endgültig als Schriftmedium durch die Druckschrift
  abgelöst
  (<xref alt="Nusser 2012, 104" rid="ref-nusserDeutscheLiteraturSozial2012" ref-type="bibr">Nusser
  2012, 104</xref>). Die Medienrevolution im 18. Jhd. erfolgte hingegen
  ohne einschneidende technische Neuentwicklungen: Satz- und
  Druckverfahren sowie Papierherstellung blieben im gesamten Jahrhundert
  beinahe unverändert. Während der Buchdruck zuvor v. a. den Triumphzug
  der Reformation ermöglicht hatte, bereitete er nun – im 18. Jhd. – dem
  Beginn des Informationszeitalters den Weg, in dem die Entwicklung des
  Zeitschriftenwesens und des Buchmarkts als zentrale Publikationsorgane
  das wissenschaftliche Kommunikationsverhältnis bestimmten. Printmedien
  (v. a. Zeitschriften, Zeitungen und gedruckte Bücher) entwickelten
  sich zu Leitmedien des 18. Jahrhunderts. Sog. Gelehrtenzeitschriften
  wie die <italic>Göttingische Zeitung von gelehrten Sachen</italic>
  richteten sich erstmals öffentlich an ein akademisches Fachpublikum,
  welches über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse informiert wurde.
  Sie können als Ausgangspunkt der literaturwissenschaftlichen
  schriftbasierten Publikationskultur gesehen werden.</p>
  <p>Besonders wichtig für die Entwicklung des Publizierens und
  Präsentierens als literaturwissenschaftliche Kernpraktiken war
  außerdem die Entstehung der unterschiedlichen Fachorgane, welche die
  zuvor in Form von Briefwechseln zwischen Gelehrten privat umgesetzte
  Wissenschaftskommunikation in einen öffentlichen/teil-öffentlichen
  Bereich überführte. Darüber hinaus musste das Verhältnis von Literatur
  und Wissenschaft neu ausgerichtet werden, um
  literaturwissenschaftliche Forschungsergebnisse überhaupt publizieren
  zu können. Die Verwissenschaftlichung von Literatur, d. h. die
  Wahrnehmung von Literatur als Forschungsgegenstand, deren
  Theoriefähigkeit sowie die institutionelle Entwicklung einer modernen
  nationalphilologischen Literaturwissenschaft stellten sich gegen
  Anfang des 19. Jhds. ein. Im Zuge dieses Wandels entwickelten sich
  eine auf Forschung ausgerichtete Literaturwissenschaft
  (<xref alt="Kjørup 2011, 18f" rid="ref-KjørupHumanitiesGeisteswissenschaftSciences2011" ref-type="bibr">Kjørup
  2011, 18f</xref>.) sowie ein Gelehrtentypus, der die Kritik schätzte
  (<xref alt="Martus 2009, 121" rid="ref-martusBruderGrimmBiographie2009" ref-type="bibr">Martus
  2009, 121</xref>) und Publizieren und Präsentieren (entweder in
  schriftlich kodierter Form oder mündlich als Vortrag) als Form des
  wissenschaftlichen Austauschs umsetzte.</p>
  <p>Mit Blick auf die digitalen Technologien des 20. und 21.
  Jahrhunderts werden anhand der unterschiedlichen Publikations- und
  Präsentationsformen die Anfänge und Ausprägungen einer neuen Art des
  literaturwissenschaftlichen Arbeitens und Forschens deutlich. Während
  bspw. die Öffnung privater Archive im 18. Jhd. die Entstehung der
  Literaturwissenschaft als geisteswissenschaftliche Fachdisziplin
  überhaupt erst möglich machte
  (<xref alt="Kjørup 2011" rid="ref-KjørupHumanitiesGeisteswissenschaftSciences2011" ref-type="bibr">Kjørup
  2011</xref>), kann die Digitalisierung eben dieser
  literaturwissenschaftlichen Forschungsgrundlage als Initialpunkt für
  die Entstehung jener literaturwissenschaftlichen Teildisziplin gelten,
  die wir heute als digitale Geisteswissenschaften kennen.</p>
</sec>
<sec id="diskussion">
  <title>4. Diskussion</title>
  <p>Die Veröffentlichung Ihrer literaturwissenschaftlichen
  Forschungsergebnisse kann auf unterschiedliche Art und Weise
  geschehen. Grundsätzlich gilt: Die Präsentation erfolgt in der Regel
  als schriftliche Publikation oder im Rahmen eines mündlichen Vortrags,
  der wiederum auf Ihren schriftsprachlichen Publikationen basiert.
  Digitales Publizieren in unterschiedlichen virtuellen Umfeldern und
  die computergestützte Präsentation von Forschungsergebnissen haben
  sich mittlerweile als essentielle Bestandteile der
  (literatur)wissenschaftlichen Publikationskultur etabliert. Bei der
  Vorbereitung des Vortrags, der konkreten Umsetzung vor Publikum und
  bei der Anfertigung sowie der Publikation eines Artikels helfen Ihnen
  unterschiedliche digitale Werkzeuge.</p>
  <p>Digitale Präsentationsformen stellen einen wichtigen Bestandteil
  des wissenschaftlichen Vortrags dar, wobei Sie auf unterschiedliche
  <bold>Präsentationssoftwares</bold> zurückgreifen können, die den
  mündlichen Vortrag begleiten. Bekannte Anwendungen wie
  <italic>Microsoft PowerPoint</italic> (Teil des <italic>Microsoft
  Office 365</italic>-Abonnement für Apple und Windows),
  <italic>Keynote</italic> (Apples Präsentationsprogramm),
  <italic>Google Slides</italic> (kostenloses, cloudbasiertes (vgl.
  <xref alt="Cloudbasiert" rid="glossary-cloudbasiert">Cloudbasiert</xref>)
  Präsentationstool, Bestandteil des Google-Drive Services),
  <italic>HaikuDeck</italic> und das hier implementierte Tool
  <italic>Haiku Deck Zuru</italic> (kostenpflichtiges, cloudbasiertes
  Präsentationstool) oder <italic>Prezi</italic> (in der Grundversion
  kostenloses, cloudbasiertes Präsentationstool) stellen Ihnen
  Formatvorlagen für Folien zur Verfügung, die Sie – in fester, linearer
  Reihenfolge oder in freier Anordnung – begleitend zum Vortrag
  abspielen. Die Programme ermöglichen das Erstellen von Folien in
  unterschiedlichen Designs, das Einfügen von Animationen, 3D-Modellen,
  Bildern, Übergängen, Texten, Fotos, Grafiken, Schaubildern, Filmen,
  Musik oder Links. Durch Sprechernotizen, die ausschließlich auf Ihrem
  eigenen Bildschirm sichtbar sind, wird ein freier und sicherer
  Vortragsstil unterstützt. Dokumente und Präsentationen können Sie
  nicht nur im Einzelarbeitsmodus, sondern ebenso ortsunabhängig und von
  unterschiedlichen Endgeräten über eine Cloud mit mehreren Personen
  simultan erstellen und kommentieren (vgl.
  <xref alt="Annotation" rid="glossary-annotation">Annotation</xref>).
  Bei Programmen wie <italic>Prezi</italic>
  (<xref alt="Flüh 2024" rid="ref-fluhToolbeitragPrezi2019" ref-type="bibr">Flüh
  2024</xref>) können unterschiedliche Inhalte auf einer Oberfläche frei
  arrangiert werden. Anstelle des linearen Blätterns von Folie zu Folie
  tritt eine während des Vortrags umgesetzte Kamerafahrt über die
  vorbereitete Leinwand unter Heranzoomen an die auf der
  <italic>Prezi</italic>-Oberfläche hinterlegten Elemente. Dadurch wird
  der Zusammenhang zwischen den einzelnen Elementen und dem Erzählten
  besonders anschaulich dargestellt.</p>
  <p>Toolerweiterungen wie <italic>Haiku Deck Zuru</italic> arbeiten mit
  Verfahren der künstlichen Intelligenz und generieren Templates (z.B.
  durch die automatische Suche im Internet nach passenden Bildern), die
  auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bei der großen
  Bandbreite hängt die Auswahl einer geeigneten Präsentationssoftware
  zumeist von subjektiven Vorlieben, Gewohnheiten und Ansprüchen ab.</p>
  <p>Ein entscheidender Vorteil beim Einbezug von Präsentationssoftwares
  besteht in der Visualisierung von Sinnzusammenhängen oder Ideen, die
  durch die Anordnung der Elemente auf anschaulichen Folien oder die
  Kamerafahrt durch die virtuelle Sammlung relevanter Inhalte – ähnlich
  eines digitalen visuellen roten Fadens – erreicht werden kann. Folien,
  die dem Publikum dabei helfen, rein auditiv schwer nachvollziehbare
  Kernaussagen und Fachinhalte besser verstehen zu können und diese in
  Erinnerung zu behalten, stellen eine sinnvolle Ergänzung des
  mündlichen Vortrags dar.</p>
  <p>Nicht jeder Vortrag wird jedoch durch den Einbezug einer digital
  gestützten Präsentation bereichert. Überladene oder schlecht lesbare
  Folien können sogar das Gegenteil bewirken. Ebenso bedarf nicht jeder
  mündlich präsentierte Fachinhalt einer zusätzlichen Unterstützung
  durch Präsentationssoftwares. Hierbei sollten Sie bedenken, dass
  Vorträge, die auf eine digitale Unterstützung verzichten, die
  Aufmerksamkeit und die Konzentration des Publikums in besonderer Weise
  herausfordern, indem sie den Fokus des Publikums ausschließlich auf
  die vortragende Person und die vermittelten Inhalte lenken.
  Gleichzeitig gilt: Die ausschließlich mündliche Präsentation wird der
  Zuhörerschaft nur dann als gelungener Vortrag in Erinnerung bleiben,
  wenn der/die Redner*in über besondere rhetorische Fähigkeiten verfügt.
  Die noch heute als ikonisch geltenden Reden berühmter Persönlichkeiten
  verweisen darauf, dass diese Form des Präsentierens ebenso zielführend
  und eindrucksvoll sein <italic>kann</italic>, wie softwaregestützte
  Präsentationen. Wichtig ist die Beantwortung der grundlegenden Frage,
  ob und wie sich Ihr Fachinhalt ohne visuelle Unterstützung vermitteln
  lässt oder ob dieser Inhalt von der digitalen Visualisierung
  profitiert bzw. aufgrund seiner Komplexität sogar explizit danach
  verlangt.</p>
  <p>Vor allem auf Kongressen sind Postersessions fester Bestandteil des
  Programms. Hierbei werden Kernaussagen des Abstracts bzw. des Vortrags
  auf wissenschaftlichen <bold>Postern</bold> visualisiert und ergänzend
  zum vorab gehaltenen Vortrag oder anstelle dessen präsentiert.
  Posterpräsentationen stellen aufgelockerte Vortragsformen dar
  (<xref alt="Hey 2018, 28" rid="ref-heyPrasentierenWissenschaftUnd2018" ref-type="bibr">Hey
  2018, 28</xref>) und profitieren v. a. von der Möglichkeit des
  direkten Austauschs. Auch wenn Vortrag und Diskussion analog erfolgen,
  können Sie Poster mit Hilfe unterschiedlicher Grafikprogramme digital
  umsetzen und in Form eines E-Posters (in digitaler Form auf
  Bildschirmen) oder Print-Posters (in ausgedruckter Form auf
  Stellwänden) präsentieren. Die digitale Gestaltung der
  Gesamterscheinung beinhaltet u. a. die Platzierung von Tabellen,
  Abbildungen und Überschriften, das Einfügen von Textbausteinen und die
  konformistische Abstimmung des Layouts auf standardisierte Vorgaben.
  Bei der computergestützten Gestaltung des Posters stehen Ihnen
  unterschiedliche Softwares zur Verfügung. Gängige Layout-Programme für
  die Gestaltung von Postern sind zum Beispiel
  <italic>PowerPoint</italic>, <italic>LaTeX</italic>,
  <italic>QuarkXPress</italic>, <italic>Scribus</italic>,
  <italic>InDesign</italic> oder Grafikprogramme wie
  <italic>Freehand</italic>, <italic>Inkscape</italic>,
  <italic>Omnigraffle</italic>, <italic>Illustrator</italic> oder
  <italic>CorelDRAW</italic>. Die Programme ermöglichen durch eine
  Auswahl aus verschiedenen Postervorlagen das zügige Erstellen eines
  Posters. Hochschulen verfügen i. d. R. über standardisierte
  Postervorlagen, auf die Sie zurückgreifen und dadurch auch noch etwas
  zur Corporate Identity Ihrer Universität beitragen können.</p>
  <p>Postersessions bieten Ihnen die Möglichkeit, Kernelemente Ihres
  Projekts zielgruppenorientiert vorzustellen, mit Kolleg*innen in den
  Dialog zu treten, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und ein
  Netzwerk aufzubauen. Das Poster stellt in diesem Fall Ihr
  Aushängeschild dar, das Sie und Ihre Forschungsergebnisse
  repräsentiert. Die Konzeption eines Posters (siehe Abb. 3) wird durch
  den Einsatz von Grafikprogrammen erheblich erleichtert. Hierbei
  sollten Sie für die Einarbeitung in die nicht immer intuitiv
  bedienbaren Programme und für die Konzeption des Posters vom ersten
  Entwurf bis zum fertigen (digitalen) Poster ausreichend Zeit
  einplanen.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 1: Auf der DHd-Konferenz 2014 in Passau
    präsentiertes und mit dem DHd-Poster-Award prämiertes Poster des
    Projekts Vernetzte Korrespondenzen
    (<xref alt="Biehl, Lorenz und Osierenski 2015" rid="ref-biehlExilnetz33ForschungsportalAls2015" ref-type="bibr">Biehl,
    Lorenz und Osierenski 2015</xref>)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Siegerposter_dhD.png" />
  </fig>
  <p>Das Internet verändert in seiner Rolle als Leitmedium des 21.
  Jahrhunderts unsere Kommunikationsformen und prägt auch die Praxis des
  wissenschaftlichen Präsentierens, Publizierens und Diskutierens.
  Fachzeitschriften und Sammelbände stellen wichtige Medien dar, in
  denen Sie Ihre Forschungsergebnisse als
  <bold>Online-Publikation</bold> veröffentlichen können. Beide
  Publikationsmedien sind nicht mehr an ein bestimmtes Printmedium
  gebunden, sondern verfügen über digitale Äquivalente. Die
  unterschiedlichen Typen von Netzpublikationen verweisen auf die
  zahlreichen Möglichkeiten für die Publikation Ihrer
  Forschungsergebnisse. Vor dem Hintergrund einer sich stetig
  weiterentwickelnden, äußerst dynamischen und dadurch zum Teil
  unübersichtlichen digitalen Publikationskultur sind Fragen nach einer
  dauerhaften Zugänglichkeit und Archivierung der Publikationen von
  besonders großer Relevanz. Online veröffentlichte Beiträge müssen
  genau wie Printpublikationen in den Katalogen der Bibliotheken
  auffindbar und zitierbar sein.</p>
  <p>Die Langzeitarchivierung von Netzpublikationen wird u. a. durch die
  Deutsche Nationalbibliothek (DNB) gewährleistet, die im Jahr 2006 den
  Auftrag der Sammlung, Erschließung, Verzeichnung und Archivierung von
  sogenannten unkörperlichen Medienwerken erhielt. Dadurch wird einer
  Veränderung der Wissenschaftskommunikation Rechnung getragen, die
  Informationsaustausch in erhöhtem Maße über digitale Publikationen
  organisiert.</p>
  <p>Um die unterschiedlichen Typen erfassbar und nutzbar zu machen,
  wurden verschiedene Standards entwickelt
  (<xref alt="Meyer 2007, 4" rid="ref-meyerStilanalyse2007" ref-type="bibr">Meyer
  2007, 4</xref>). Eine Form der standardisierten Erfassung digitaler
  Publikationen stellt der Katalog der DNB dar. Neben dem
  Pflichtexemplar von Dissertationen, die auch ausschließlich als
  E-Dissertation eingereicht werden können, müssen Verlage und andere
  Verbreitungsberechtigte pro Publikation grundsätzlich zwei
  Pflichtexemplare einreichen.</p>
  <p>Heute werden bei <bold>Langzeitarchivierung von
  Netzpublikationen</bold> vier unterschiedliche Persistent Identifier
  verwendet: die DOI (Digital Object Identifier), die PURL (Persistent
  Uniform Resource Locator), die von der DNB vergebene URN (Uniform
  Resource Name) und das Handle System (entwickelt von der Cooperation
  for National Research Initiatives)
  (<xref alt="Meyer 2007, 53" rid="ref-meyerStilanalyse2007" ref-type="bibr">Meyer
  2007, 53</xref>). Bei Online-Publikation sollten Sie darauf achten,
  dass Standards zur Auffindbarmachung eingehalten werden. Diese
  Standards werden i. d. R. von den Verlagen bzw. den Einrichtungen
  vorgegeben, bei denen Sie Ihre Arbeit veröffentlichen. Informieren Sie
  sich über vorherrschende Bestimmungen und treffen Sie Absprachen. Dies
  beinhaltet z.B. die Absicherung, dass eigene Netzpublikationen an
  einen DOI-Service angeschlossen werden. Welche Online-Bibliothek oder
  -Zeitschrift welchen Persistent Identifier vergibt, hängt von den
  Absprachen des jeweiligen Medienunternehmens z.B. des Verlags oder der
  Universität ab, auf welche Art und Weise Netzpublikationen erfassbar
  gemacht werden sollen. Ein weiterer <bold>Standard zur eindeutigen
  Identifikation </bold>Ihrer Netzpublikation sowie der Möglichkeit,
  diese möglichst dauerhaft abrufen zu können, ist die URL (Uniform
  Resource Locator) (vgl.
  <xref alt="URI" rid="glossary-uri">URI</xref>), die den aktuellen
  Standort eines digitalen Dokuments beschreibt. Für eine eindeutige und
  zeitlich unbegrenzte Identifikation des Dokuments reicht diese
  Information allerdings nicht aus, da sich Name oder Struktur des
  Dokumentenservers verändern können und die URL infolgedessen ins Leere
  laufen lassen. Das Äquivalent der eindeutigen Identifikationsnummer
  von Printmedien (ISBN/ISSN) stellt der sog. Persistent Identifier der
  Netzpublikationen dar.</p>
  <p><italic>Zenodo</italic> ist ein Beispiel für einen etablierten und
  zuverlässigen Online-Speicherdienst, den Sie für die Publikation Ihrer
  Forschungsergebnisse verwenden können. Auf dieser Plattform
  hochgeladene Veröffentlichungen erhalten eine zitierbare DOI.
  Integrierte Komponenten sind außerdem der Repository-Dienst
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/"><italic>Github</italic></ext-link>
  und die Vergabe einer ORC-ID. Die Server des Onlinedienstes
  <italic>GitHub</italic> können als Plattform für die kostenlose
  Veröffentlichung von Softwareentwicklungen verwendet werden. Die
  Vergabe einer sog. ORC-ID (Open Researcher Contributor Identification
  Initiative) durch die Non-Profit Organisation ORCID
  (Gründungsmitglieder sind Verlagsgruppen wie Elsevier oder Springer)
  stellt eine weitere Möglichkeit zur permanenten Identifikation Ihrer
  Netzpublikationen dar. Hinter der ORCID-ID verbirgt sich
  schlussendlich Ihr Profil, in dem Sie Informationen zu Ihren
  Arbeitsschwerpunkten, Qualifikationen, Beschäftigungsverhältnissen und
  Ihre Publikationen hinterlegen. Durch die ORC-ID können Sie eindeutig
  als Urheber*in Ihrer Publikationen identifiziert werden. Einzelne
  Wissenschaftler*innen oder ganze Organisationen können sich
  registrieren und einen persönlichen Account anlegen. Eine weitere
  digitale Anlaufstelle für die Publikation Ihrer Forschungsergebnisse
  mit großer Reichweite stellen die Dokumentenserver der
  Fachinformationsdienste dar, die für unterschiedliche Fachbereiche
  existieren. Der Dokumentenserver des <bold>Fachinformationsdienstes
  Germanistik</bold> steht Literaturwissenschaftler*innen als Open
  Access-Repositorium des Faches zur Verfügung. Hier veröffentlichte
  Beiträge können in einem DINI-zertifizierten
  <xref alt="Server" rid="glossary-server">Server</xref> weltweit
  abgerufen werden, sind zitierfähig, dauerhaft erreichbar und
  recherchierbar.</p>
  <p>Die vorgestellten Standards ermöglichen die eindeutige
  Identifikation von Netzpublikationen und Autor*innen und
  gewährleisten, dass online publizierte Arbeiten dauerhaft auffindbar
  bleiben. Standards wie die DINI-Zertifizierung oder bspw. die
  <italic>FAIR data principles</italic> kennzeichnen geeignete
  Publikationsmöglichkeiten und helfen Ihnen bei der Auswahl einer
  adäquaten Publikationsplattform.</p>
  <p>Um einen Überblick über <bold>Online-Fachzeitschriften</bold> zu
  gewinnen, die sich für die digitale Publikation Ihrer Artikel eignen,
  können unterschiedliche Datenbanken genutzt werden wie z.B. die
  <italic>Directory of Open Access Journals</italic> (DOAJ), die von
  Clarivate Analytics betriebene kostenpflichtige Online-Literatur- und
  Zitationsdatenbank <italic>Web of Science</italic> oder das
  <italic>Project MUSE.</italic></p>
  <p>Als Open Access-Journals konzipierte Fachzeitschriften wie z.B. die
  <italic>Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften</italic>
  stellen Beiträge zum kostenlosen Lesen und Nachnutzen zur Verfügung.
  Hierbei werden eine möglichst zügige Publikation und die
  Langzeitarchivierung garantiert. Um die Qualitätssicherung zu
  gewährleisten, greifen etablierte Journals auf (mehrstufige)
  Review-Verfahren zurück, die über die Annahme oder die Ablehnung Ihres
  Beitrags entscheiden. Vorschläge für Veröffentlichungen können Sie i.
  d. R. laufend zu einem individuellen Thema oder als Reaktion auf einen
  Call for Papers zu einem durch die Redaktion festgelegten Thema
  einreichen. Der Einreichprozess umfasst im Falle einer Annahme Ihres
  Themenvorschlags mehrere Schritte, deren Reihenfolge sich
  unterscheiden kann.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 2: Exemplarische Abbildung der Schritte zur
    Publikation (Vorgaben der Zeitschrift für digitale
    Geisteswissenschaften)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Schritte_zur_Publikation_p_0.png" />
  </fig>
  <p>Die Publikation in Journals mit strukturierten Review-Verfahren ist
  von Vorteil, da Sie davon ausgehen können, dass es sich um etablierte
  Fachzeitschriften mit großer Reichweite handelt.
  Begutachtungsverfahren verweisen auf die Qualitätskontrolle von
  Netzpublikationen, die vor der Veröffentlichung, genau wie
  Printpublikationen, formale und inhaltliche Standards erfüllen
  müssen.</p>
  <p>Einreichverfahren, bei denen nicht die Abgabe des abgeschlossenen
  Fachartikels, sondern die des Abstracts den Ausgangspunkt darstellt,
  zielen auf eine möglichst zügige Publikation Ihres Beitrags ab und
  beugen der zeitintensiven Erarbeitung eines Beitrags vor, der
  möglicherweise am Ende nicht veröffentlicht wird. Genau wie bei der
  Publikation in Printmedien sollten Sie sich nicht von komplexen
  Einreichprozessen abschrecken lassen, sondern die unterschiedlichen
  Online-Journals als Plattformen wahrnehmen, die der Präsentation Ihrer
  Arbeit einen Raum bieten und der Distribution Ihrer Ideen und
  Ergebnisse zugute kommen.</p>
  <p>Darüber hinaus existieren <bold>alternative digitale
  Publikationsformen</bold> (wie z.B. das Weblog, synonym verwendet:
  Blog oder Nano-Publikation), auf die Sie simultan zurückgreifen können
  und die sich zunehmend als wissenschaftliche Publikationsformate
  etablieren. Wissenschaftliche Blogs haben sich mittlerweile zu
  Plattformen der Wissenschaftskommunikation entwickelt
  (<xref alt="Scheloske 2012, 267" rid="ref-scheloskeBloggendeWissenschaftlerPioniere2012" ref-type="bibr">Scheloske
  2012, 267</xref>). Das Blogformat eignet sich, um beispielsweise Ihre
  derzeitigen Arbeitsschwerpunkte vorzustellen. Hierbei wird ein sehr
  persönlicher Zugang zu einem wissenschaftlichen Thema bereitet, was
  oft einer lebendigen Diskussion zugute kommt. Sie eignen sich, um Ihre
  Forschungsergebnisse oder Projektideen einer breiten Öffentlichkeit
  vorzustellen (freie Zugänglichkeit), mit anderen Wissenschaftler*innen
  in den Dialog zu treten und sich selbst für die Forschungsgemeinschaft
  sichtbar zu positionieren.</p>
  <p>Eine weitere Facette des digitalen wissenschaftlichen Publizierens
  stellt die Publikation in akademischen Netzwerken dar. Funktionen der
  akademischen Netzwerke in der Wissenschaftsgesellschaft betreffen v.
  a. die Kontaktpflege und literaturbezogene Obliegenheiten wie die
  Veröffentlichung eigener Paper, deren Verlinkung und Auffindbarmachung
  sowie das Angebot eigener netzwerkinterner Literatursuchmaschinen
  (<xref alt="von Campenhausen 2014, 172" rid="ref-voncampenhausenWissenschaftVermittelnAnleitung2014" ref-type="bibr">von
  Campenhausen 2014, 172</xref> f.). Die Portale unterstützen die intra-
  und interdisziplinäre Kommunikation in einer definierten
  Teilöffentlichtkeit. Viele der akademischen Netzwerke sind auf
  spezielle Fachbereiche spezialisiert. Andere Portale wie z.B.
  <italic>Research Gate</italic> sind bewusst interdisziplinär ausgelegt
  und eignen sich als Verbreitungskanal für
  Literaturwissenschaftler*innen.</p>
  <p>Bevor Sie bereits im Verlag veröffentlichte Publikationen als
  Blogeintrag oder im Rahmen eines akademischen Netzwerks
  veröffentlichen, sollten Sie die mit dem Verlag vereinbarten
  Nutzungsrechte über eine Zweitverwertung überprüfen. Nicht jeder
  Verlag unterstützt diese Form der <bold>Open Access</bold>
  Veröffentlichung. Einmal mehr fungiert diese Form des digitalen
  Publizierens als Katalysator für die Verbreitung von
  Forschungsergebnissen. Hierbei gilt es zu bedenken, dass Sie in
  wissenschaftlichen Blogbeiträgen meistens mehr oder weniger populär
  und unter Reduktion der Komplexität über die eigene Forschungsarbeit
  oder verwandte Themenfelder berichten. Blogbeiträge sind als
  wissenschaftliches Publikationsformat (noch) nicht anerkannt. Ihre
  Archivierung und Zitation ist aktuell noch nicht reglementiert.
  Dennoch lässt sich ein Blog nutzbringend als Verbreitungskanal und im
  Sinne einer Ausweitung des Rezipientenkreises einsetzten. In
  akademischen Netzwerken stellen Sie nicht nur eigene Artikel zur
  Diskussion, sondern können gleichzeitig auf Millionen von anderen
  Veröffentlichungen zugreifen und sich darüber austauschen. Auf diese
  Weise werden Ihre Veröffentlichungen neben den gängigen
  Peer-Review-Verfahren der Zeitschriften einer zusätzlichen
  Qualitätskontrolle unterzogen. Zugleich kommen digitale Netzwerke der
  analogen Netzwerkbildung zugute, indem sich Interessengemeinschaften
  bilden können, die den Weg für eine Zusammenarbeit ebnen. Ein weiterer
  Vorteil der Netzwerke besteht in der Vermeidung doppelter Forschung,
  der durch die Publikation von ansonsten nicht veröffentlichten, aber
  trotzdem interessanten Labordaten (z.B. über fehlgeschlagene
  Experimente) entgegengewirkt wird.</p>
  <p>Die epochemachende technische Innovation des 20. und 21. Jhd. – die
  webbasierte digitale Vernetzung – bietet den Vorteil einer erheblich
  vergrößerten <bold>Reichweite</bold>. Durch die Publikation in Open
  Access-Fachzeitschriften werden Ergebnisse, Ideen und Methoden
  weltweit zur Verfügung gestellt. Diese digital bedingte Breitenwirkung
  scheint für die gesamte Wissenschaftsgesellschaft opportun, da der
  Austausch über Methoden und erforschte Sachverhalte erheblich
  befördert wird und sich Wissenschaftler*innen auf der ganzen Welt auf
  Ihren Beitrag/Ihre Erkenntnisse beziehen können. Die unterschiedlichen
  Möglichkeiten der Langzeitarchivierung von Netzpublikationen und die
  Sicherstellung der dauerhaften Identifikation von Werk und Autorschaft
  verweisen darauf, dass digital publizierte Werke den zahlreichen
  gedruckten Monographien in den Regalen der Archive und Bibliotheken in
  puncto Nachhaltigkeit und Beständigkeit gleichen. Elektronisches
  Publizieren erfordert weder ein hohes Maß an eigenen EDV-Kenntnissen,
  noch sind elektronische Publikationen Teil eines Publikationsmodells,
  das per se als flüchtig, peripher und von einer Langzeitarchivierung
  ausgeschlossen anzusehen ist. Dennoch stehen globale und permanente
  Standards zur Langzeitarchivierung elektronischer Daten bis heute aus
  und sollten deshalb nicht unkritisch behandelt werden.</p>
  <p>Ein weiterer bedeutender Vorteil des digitalen Präsentierens und
  Publizierens besteht in den damit einhergehenden
  <bold>Visualisierungsmöglichkeiten </bold>(vgl. Textvisualisierung
  (<xref alt="Horstmann und Stange 2024" rid="ref-horstmannMethodenbeitragTextvisualisierung2018" ref-type="bibr">Horstmann
  und Stange 2024</xref>)). Während Jacob Grimm (s. Abb. 6) z.B.
  Forschungsergebnisse in langen Abhandlungen niederschrieb und
  Reimschemata in tabellenähnlicher Form präsentierte, stehen Ihnen bei
  allen genannten Formen des digitalen Präsentierens/Publizierens – sei
  es als softwaregestützter Vortrag auf einer Konferenz oder als
  Netzpublikation in einer Open Access-Fachzeitschrift – heute alle
  Vorteile der Visualisierung abstrakter Forschungsgegenstände zur
  Verfügung. Die Visualisierung von Informationen hilft dabei,
  schriftlich kodierte Informationen zu verstehen. Da Menschen in ihrer
  Rolle als <italic>visual beings</italic> vor allem ihren Sehsinn als
  einen wichtigen Wahrnehmungskanal nutzen, um Informationen zu
  verstehen
  (<xref alt="Ward, Grinstein und Keim 2010, 3" rid="ref-wardInteractiveDataVisualization2010" ref-type="bibr">Ward,
  Grinstein und Keim 2010, 3</xref>), stellen Visualisierungen gerade
  bei der Präsentation von wissenschaftlichen Arbeiten ein wichtiges,
  den Verstehens- und Erinnerungsprozess begünstigendes Element dar.
  Auch wenn Ihnen ein Fachgegenstand durch die zeitintensive
  Auseinandersetzung damit vertraut ist und die Ergebnisse Ihrer Arbeit
  plausibel und folgerichtig sind, müssen Sie bei jeglicher Form des
  Präsentierens und Publizierens davon ausgehen, dass Sie zunächst auf
  ein weniger fachkundiges Publikum treffen. Der Mehrwert digitaler
  Präsentationsformen liegt nun u. a. darin, dass komplexe Gedankengänge
  und umfängliche Arbeitsschritte durch digital umsetzbare
  Visualisierungen bereichert und zugänglich gemacht werden können.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 3: Visualisierungsformen heute und früher: Links:
    Karte aus dem Projekt Ein literarischer Atlas Europas
    (<xref alt="Piatti 2012" rid="ref-piattiVomTextZur2012" ref-type="bibr">Piatti
    2012</xref>); Rechts: Darstellung des Reimschemas in der
    literarischen Studie Jacob Grimms aus dem beginnenden 19. Jhd
    (<xref alt="Grimm 1811" rid="ref-grimmUberAltdeutschenMeistergesang1811" ref-type="bibr">Grimm
    1811</xref>)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Kartierung_vs._Schriftlichkeit_0.png" />
  </fig>
  <p>Die hier exemplarisch vorgestellten Beispiele (Abb. 7)
  demonstrieren außerdem, dass visuelle Repräsentationen z.B. als Karte,
  <xref alt="Wordcloud" rid="glossary-wordcloud">Wordcloud</xref> oder
  Diagramm ein fester Bestandteil literaturwissenschaftlicher Methoden
  und Fragestellungen sind, deren Umsetzung oft ausschließlich digital
  erfolgt. Bei dynamischen Visualisierungen handelt es sich um
  Veranschaulichungen, die ausschließlich digital umsetzbar und
  publizierbar sind: Im Gegensatz zu statischen Visualisierungen (s.
  Abb. 4), werden in dynamischen Visualisierungen jegliche Veränderungen
  der Datenbasis unmittelbar in der Visualisierung abgebildet. Diese
  Visualisierungsformen lassen sich ausschließlich digital abbilden.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 4: Ähnliche Forschungsfragen, aber neue
    Untersuchungs-, Darstellungs- und Publikationsmethoden im 21. Jhd.:
    Neue digitale Untersuchungsmethoden bringen digitale
    Darstellungsformen mit sich. Oben: Verlaufskurve der Ich-Frequenz im
    Minnesang; Unten (v. l. n. r.): Topic Tagelied (Wordcloud der
    häufigsten Wörter); Topic Tagelied (Verlauf über das Korpus);
    Wordcloud der häufigsten Wörter im Minnesang
    (<xref alt="Viehhauser 2017" rid="ref-viehhauserDigitaleGattungsgeschichtenMinnesang2017" ref-type="bibr">Viehhauser
    2017</xref>)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Visualisierungsformen_0.png" />
  </fig>
  <p>Weitaus komplexer als die Erklärung der technischen Innovationen,
  ihrer unterschiedlichen Formen und deren adäquate Verwendung, ist die
  Frage danach, ob und auf welche Art und Weise ebendiese Innovationen
  die Bedürfnisse einer sich wandelnden Fachdisziplin widerspiegeln.
  Mediengeschichte ist stets auch als Ideengeschichte zu verstehen, die
  Fragen nach der Selbstwahrnehmung als Literaturwissenschaftler*in
  aufwirft. Ein durch die Digitalisierung in veränderter Form
  vorliegender Forschungsgegenstand bringt neue Forschungsmethoden mit
  sich. Darstellungsformen von literaturwissenschaftlichen
  Forschungsergebnissen, die aktuell eng an das Digitale gebunden sind
  und entsprechend publiziert werden, können also auch als Teil einer
  sich veränderten Literaturwissenschaft aufgefasst werden. Hieran
  schließen Fragen an, die die Auffassung von
  literaturwissenschaftlicher Arbeit berühren: Verweisen ein veränderter
  Forschungsgegenstand und eine daran angepasste Publikationskultur (via
  Blog, Netzwerk oder E-Journal) auf eine obsolet gewordene
  traditionelle literaturwissenschaftliche Forschung und deren tradierte
  Publikationsformen? Auch hier verschafft der Blick in die
  Vergangenheit Klarheit: „alte“ Medien werden nicht durch neue ersetzt
  und zum Verschwinden gebracht. Auch eine digital bedingte
  Medienkonvergenz wird daran nichts ändern. Tatsächlich greifen alte
  und neue Formen der Wissenschaftskommunikation seit der Entstehung der
  Literaturwissenschaft ineinander. Fragen nach der Materialität des
  Mediums und Fragen nach der Qualität wissenschaftlicher Texte sollten
  bei der Praxis des Publizierens folglich nicht miteinander vermischt
  werden. Traditionelle Forschungsfragen, -methoden und
  Publikationsformen werden nicht ersetzt, sondern erfahren eine
  Erweiterung. Traditionelle Medien (direkte Kommunikation im Vortrag
  oder Gespräch, Printpublikationen) sind im Prozess der allgemeinen
  Kommunikationsverdichtung nach wie vor von großer Bedeutung.</p>
</sec>
<sec id="technische-grundlagen">
  <title>5. Technische Grundlagen</title>
  <p>Mit den vorgestellten Programmen erfordert digitales Präsentieren
  mittlerweile kaum noch technisches Wissen. Eine gewisse
  Einarbeitungszeit sollten Sie bei der Planung Ihres Vortrags dennoch
  berücksichtigen, da nicht alle Grafikprogramme intuitiv bedienbar
  sind. Vor allem bei der Präsentation via
  <italic>Prezi</italic>-Basisversion muss eine stabile
  Internetverbindung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist der
  Kostenaspekt zu bedenken: Die meisten Grafik- und
  Präsentationssoftwares sind lediglich in der Basisversion kostenlos
  erhältlich.</p>
  <p>Beim digitalen Publizieren in Fachzeitschriften liegt die
  Verantwortung für die eindeutige Identifikation Ihrer Publikation zwar
  i. d. R. beim Verlag; Sie sollten jedoch Ihre Verantwortung als
  Urheber*in wahrnehmen und sich über die Form der Identifikation
  informieren.</p>
  <p>Der Einbezug unterschiedlicher visueller Repräsentationsformen ist
  stets mit der zugrunde liegenden Forschungsfrage und -methode
  verzahnt, für deren Einsatz Sie über technische Fachkenntnisse im
  Bereich der Textvisualisierung verfügen müssen.</p>
</sec>
<sec id="weiterführende-links">
  <title>Weiterführende Links</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>GO FAIR International Support and Coordination Office, FAIR
      Principles:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://www.go-fair.org/fair-principles/">https://web.archive.org/save/https://www.go-fair.org/fair-principles/</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 04.06.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Github:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/">https://web.archive.org/save/https://github.com/</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 04.06.2024)</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="glossar">
  <title>Glossar</title>
  <def-list>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-annotation">Annotation</styled-content></term>
      <def>
        <p>Annotation beschreibt die manuelle oder automatische
        Hinzufügung von Zusatzinformationen zu einem Text. Die manuelle
        Annotation wird händisch durchgeführt, während die
        (teil-)automatisierte Annotation durch
        <xref alt="Machine-Learning-Verfahren" rid="glossary-machine-learning">Machine-Learning-Verfahren</xref>
        durchgeführt wird. Ein klassisches Beispiel ist das
        automatisierte
        <xref alt="PoS-Tagging" rid="glossary-pos">PoS-Tagging</xref>
        (Part-of-Speech-Tagging), welches oftmals als Grundlage
        (<xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>)
        für weitere Analysen wie Named Entity Recognition (NER) nötig
        ist. Annotationen können zudem deskriptiv oder analytisch
        sein.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-cloudbasiert">Cloudbasiert</styled-content></term>
      <def>
        <p>Werden Ihnen Dienste, Speicherplatz oder Rechenleistung
        „cloudbasiert“ angeboten, handelt es sich um die Bereitstellung
        dieser Ressource über das Internet. Eine Software, die nicht auf
        dem eigenen Server installiert ist, sondern auf den Servern des
        Herstellers, nennt man gehostete Software. Nutzt der/die
        Hersteller*in für die Bereitstellung selbst eine Cloud, so ist
        von cloudbasierter Software die Rede.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-lemmatisieren">Lemmatisieren</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Lemmatisierung von Textdaten gehört zu den wichtigen
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritten
        in der Textverarbeitung. Dabei werden alle Wörter
        (<xref alt="Token" rid="glossary-type-token">Token</xref>) eines
        Textes auf ihre Grundform zurückgeführt. So werden
        beispielsweise Flexionsformen wie „schneller“ und „schnelle“ dem
        Lemma „schnell“ zugeordnet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</styled-content></term>
      <def>
        <p>Machine Learning, bzw. maschinelles Lernen im Deutschen, ist
        ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Auf Grundlage
        möglichst vieler (Text-)Daten erkennt und erlernt ein Computer
        die häufig sehr komplexen Muster und Gesetzmäßigkeiten
        bestimmter Phänomene. Daraufhin können die aus den Daten
        gewonnen Erkenntnisse verallgemeinert werden und für neue
        Problemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten
        Daten verwendet werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-named-entities">Named
      Entities</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine Named Entity (NE) ist eine Entität, oft ein Eigenname,
        die meist in Form einer Nominalphrase zu identifizieren ist.
        Named Entities können beispielsweise Personen wie „Nils
        Holgerson“, Organisationen wie „WHO“ oder Orte wie „New York“
        sein. Named Entities können durch das Verfahren der Named Entity
        Recognition (NER) automatisiert ermittelt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-open-access">Open
      Access</styled-content></term>
      <def>
        <p>Open Access bezeichnet den freien Zugang zu
        wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im
        Internet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pos">POS</styled-content></term>
      <def>
        <p>PoS steht für <italic>Part of Speech</italic> , oder
        „Wortart“ auf Deutsch. Das PoS-
        <xref alt="Tagging" rid="glossary-annotation">Tagging</xref>
        beschreibt die (automatische) Erfassung und Kennzeichnung von
        Wortarten in einem Text und ist of ein wichtiger
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritt,
        beispielsweise für die Analyse von
        <xref alt="Named Entities" rid="glossary-named-entities">Named
        Entities</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-preprocessing">Preprocessing</styled-content></term>
      <def>
        <p>Für viele digitale Methoden müssen die zu analysierenden
        Texte vorab „bereinigt“ oder „vorbereitet“ werden. Für
        statistische Zwecke werden Texte bspw. häufig in gleich große
        Segmente unterteilt (<italic>chunking</italic>), Großbuchstaben
        werden in Kleinbuchstaben verwandelt oder Wörter werden
        <xref alt="lemmatisiert" rid="glossary-lemmatisieren">lemmatisiert</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-server">Server</styled-content></term>
      <def>
        <p>Ein Server kann sowohl hard- als auch softwarebasiert sein.
        Ein hardwarebasierter Server ist ein Computer, der in ein
        Rechnernetz eingebunden ist und der so Ressourcen über ein
        Netzwerk zur Verfügung stellt. Ein softwarebasierter Server
        hingegen ist ein Programm, das einen spezifischen Service
        bietet, welcher von anderen Programmen (Clients) lokal oder über
        ein Netzwerk in Anspruch genommen wird.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-type-token">Type/Token</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Begriffspaar „Type/Token“ wird grundsätzlich zur
        Unterscheidung von einzelnen Vorkommnissen (Token) und Typen
        (Types) von Wörtern oder Äußerungen in Texten genutzt. Ein Token
        ist also ein konkretes Exemplar eines bestimmten Typs, während
        ein Typ eine im Prinzip unbegrenzte Menge von Exemplaren (Token)
        umfasst.
        Es gibt allerdings etwas divergierende Definitionen zur
        Type-Token-Unterscheidung. Eine präzise Definition ist daher
        immer erstrebenswert. Der Satz „Ein Bär ist ein Bär.“ beinhaltet
        beispielsweise fünf Worttoken („Ein“, „Bär“, „ist“, „ein“,
        „Bär“) und drei Types, nämlich: „ein“, „Bär“, „ist“. Allerdings
        könnten auch vier Types, „Ein“, „ein“, „Bär“ und „ist“, als
        solche identifiziert werden, wenn Großbuchstaben beachtet
        werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-uri">URI</styled-content></term>
      <def>
        <p><italic>Uniform Resource Identifier</italic> (URI) ist ein
        Identifikator zur eindeutigen Erkennung von Online-Ressourcen
        wie Webseiten. Im „Raum“ des Internets können so alle Inhalte
        eindeutig identifiziert werden, unabhängig davon, ob es sich
        dabei beispielsweise um eine Seite mit Text oder Video handelt.
        Die am häufigsten verwendete Form eines URI ist die
        Webseitenadresse, die URL.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-wordcloud">Wordcloud</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine <italic>Wordcloud</italic> , oder auch Schlagwortwolke,
        ist eine Form der Informationsvisualisierung, beispielsweise von
        Worthäufigkeiten in einem Text oder einer Textsammlung. Dabei
        werden unterschiedlich gewichtete Wörter, wie die häufigsten
        Wörter, i.d.R. größer oder auf andere Weise hervorgehoben
        dargestellt. Die horizontale/vertikale Ausrichtung und die Farbe
        der dargestellten Wörter hat meistens allerdings keinen
        semantischen Mehrwert.</p>
      </def>
    </def-item>
  </def-list>
</sec>
</body>
<back>
<ref-list>
  <title>Bibliographie</title>
  <ref id="ref-biehlExilnetz33ForschungsportalAls2015">
    <mixed-citation>Biehl, Theresia, Anne Lorenz und Dirk Osierenski.
    2015. Exilnetz33. Ein Forschungsportal als Such- und
    Visualisierungsinstrument. Hg. von Constanze Baum und Thomas
    Stäcker. <italic>Grenzen und Möglichkeiten der Digital
    Humanities</italic> Sonderband 1 der Zeitschrift für digitale
    Geisteswissenschaften. doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.17175/sb001_011">10.17175/sb001_011</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="http://www.zfdg.de/sb001_011">http://www.zfdg.de/sb001_011</ext-link>
    (zugegriffen: 18. Februar 2019).</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-flandersDataModelingDigital2019">
    <mixed-citation>Flanders, Julia und Fotis Jannidis. 2019. Data
    Modeling in a Digital Humanities Context. An Introduction. In:
    <italic>The Shape of Data in the Digital Humanities. Modeling Texts
    and Text-based Resources</italic>, hg. von Julia Flanders und Fotis
    Jannidis, 3–25. London, New York: Routledge, Taylor &amp; Francis
    Group.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-fluhToolbeitragPrezi2019">
    <mixed-citation>Flüh, Marie. 2024. Toolbeitrag: Prezi. Hg. von
    Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 10. Projektkonzeption
    (29. November). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3803">10.48694/fortext.3803</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/prezi">https://fortext.net/tools/tools/prezi</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-grandjeanConnaissanceReseauPerspective2014">
    <mixed-citation>Grandjean, Martin. 2014. La connaissance et un
    réseau: perspective sur l’organisation archivistique et
    encyclopédique. <italic>Les Cahiers du Numérique</italic> 10, Nr. 3:
    37–54.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://serval.unil.ch/resource/serval:BIB_7572AA29D02B.P001/REF">https://serval.unil.ch/resource/serval:BIB_7572AA29D02B.P001/REF</ext-link>
    (zugegriffen: 18. Februar 2019).</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-grimmEtwasUberMeister1807">
    <mixed-citation>Grimm, Jacob. 1807. Etwas über den Meister- und
    MinneGesang. <italic>Neuer Literarischer Anzeiger 23. Dienstag am 9.
    Juny 1807</italic>.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://www.digi-hub.de/viewer/image/1528948390839/189/LOG_0032/">https://www.digi-hub.de/viewer/image/1528948390839/189/LOG_0032/</ext-link>
    (zugegriffen: 18. Februar 2019).</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-grimmUberAltdeutschenMeistergesang1811">
    <mixed-citation>———. 1811. Über den altdeutschen Meistergesang.
    <italic>Deutsches Textarchiv</italic>.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="http://www.deutschestextarchiv.de/grimm_meistergesang_1811/7">http://www.deutschestextarchiv.de/grimm_meistergesang_1811/7</ext-link>
    (zugegriffen: 18. Februar 2019).</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-hängerRahmenbedingungenFurLZA2009">
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  </ref>
  <ref id="ref-heyPrasentierenWissenschaftUnd2018">
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    Springer.</mixed-citation>
  </ref>
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    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/textvisualisierung">https://fortext.net/routinen/methoden/textvisualisierung</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-KjørupHumanitiesGeisteswissenschaftSciences2011">
    <mixed-citation>Kjørup, Søren. 2011. <italic>Humanities -
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