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<journal-title>forTEXT</journal-title>
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<issn publication-format="electronic">2943-212X</issn>
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<publisher-name>Universitäts- und Landesbibliothek
Darmstadt</publisher-name>
<publisher-loc>Darmstadt</publisher-loc>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/fortext.3771</article-id>
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<article-title>Lerneinheit: Stilometrie mit Stylo</article-title>
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<surname>Horstmann</surname>
<given-names>Jan</given-names>
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<email>dh@jan-horstmann.de</email>
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<institution>Universität Münster</institution>
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<pub-date date-type="pub" publication-format="electronic" iso-8601-date="2024-02-26">
<day>26</day>
<month>2</month>
<year>2024</year>
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<volume>1</volume>
<issue>1</issue>
<issue-title>Stilometrie</issue-title>
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<event-desc>Erstveröffentlichung: 20.05.2019 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/lerneinheiten/stilometrie-mit-stylo">fortext.net</ext-link>
<date date-type="origdate" iso-8601-date="2019-05-20">
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<year>2019</year>
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<kwd-group kwd-group-type="author">
<kwd>Stil</kwd>
<kwd>Stilanalyse</kwd>
<kwd>Distant Reading</kwd>
<kwd>Autorschaft</kwd>
<kwd>Genre</kwd>
<kwd>Gattung</kwd>
<kwd>Epoche</kwd>
<kwd>Most Frequent Words (MFW)</kwd>
<kwd>Vergleichende Analyse</kwd>
<kwd>Burrows’ Delta</kwd>
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<p><bold>Erstveröffentlichung:</bold> 20.05.2019 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/lerneinheiten/stilometrie-mit-stylo">fortext.net</ext-link></p>
<sec id="eckdaten-der-lerneinheit">
  <title>Eckdaten der Lerneinheit</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Anwendungsbezug: 67 deutschsprachige Texte</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Methode: Stilometrische Analyse</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Angewendetes Tool: Stylo</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Lernziele: Installation von R, RStudio und des Stylo-Packages,
      Anwendung unterschiedlicher stilometrischer Analysemethoden,
      Interpretation der Visualisierungen</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Dauer der Lerneinheit: ca. 90 Minuten</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Schwierigkeitsgrad des Tools: mittel</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="bausteine">
  <title>Bausteine</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Anwendungsbeispiel
      Welche Texte werden analysiert? Untersuchen Sie ein
      <xref alt="Korpus" rid="glossary-korpus">Korpus</xref> von 67
      deutschsprachigen Texten aus dem 19. und beginnenden 20.
      Jahrhundert auf stilistische Verwandtschaft.</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Vorarbeiten
      Was muss vor der stilometrischen Analyse getan werden? Lernen Sie,
      wie Sie sich das Korpus herunterladen, die Software R und RStudio
      installieren, eine Session einrichten und das Stylo-Package
      hinzufügen.</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Funktionen
      Welche Funktionen bietet Stylo Ihnen für die stilometrische
      Analyse des Korpus? Lernen Sie ausgewählte Analysefunktionen von
      Stylo kennen und lösen Sie Beispielaufgaben.</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Lösungen zu den Beispielaufgaben
      Haben Sie die Beispielaufgaben richtig gelöst? Hier finden Sie
      Antworten.</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="anwendungsbeispiel">
  <title>1. Anwendungsbeispiel</title>
  <p>In dieser Lerneinheit werden wir anhand einer Textsammlung von 67
  deutschsprachigen Texten (Romane, Romanauszüge, Dramen etc.) aus dem
  19. und beginnenden 20. Jahrhundert die grundsätzlichen Funktionen der
  stilometrischen Textanalyse kennenlernen. Die Texte stammen zum
  Großteil aus dem literarischen Kanon; einer ist jedoch der anonym
  erschienene Text <italic>Schwester Monika</italic> und wir werden
  versuchen, herauszufinden, welchem Autor/welcher Autorin dieser Text
  evtl. zugesprochen werden könnte. In der Stilometrie
  (<xref alt="Horstmann 2024a" rid="ref-horstmannMethodenbeitragStilometrie2024" ref-type="bibr">Horstmann
  2024a</xref>) werden hierzu die statistischen Verteilungen der
  häufigsten Wörter (<italic>most frequent words</italic>) in den Texten
  miteinander verglichen (vgl.
  <xref alt="Text Mining" rid="glossary-text-mining">Text
  Mining</xref>); diese Verteilungsmuster sind oft
  autor*innenspezifisch. Einer der zentralen Anwendungsfälle der
  Stilometrie ist daher die Autorschaftsattribution, ebenso kommt sie
  aber bei stilistischen Gattungs-, Genre- oder Epochenklassifizierungen
  zum Einsatz. Das Tool Stylo
  (<xref alt="Horstmann 2024b" rid="ref-horstmannToolbeitragStylo2024" ref-type="bibr">Horstmann
  2024b</xref>) wird am häufigsten für diese Methode verwendet. Es
  integriert die gängigen Algorithmen stilometrischer Verfahren in einer
  um Nutzerfreundlichkeit bemühten grafischen Benutzeroberfläche (vgl.
  <xref alt="GUI" rid="glossary-gui">GUI</xref>).</p>
</sec>
<sec id="vorarbeiten">
  <title>2. Vorarbeiten</title>
  <p>Zunächst laden Sie sich die Sammlung der <bold>67 Texte</bold> auf
  Ihren Rechner. Gehen Sie dazu
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/68_german_novels">über
  diesen Link</ext-link> auf die Github-Seite der Computational
  Stylistics Group, die das Stylo-Package für die Statistiksoftware R
  entwickelt hat. Dort klicken Sie auf „Clone or download“ und dann auf
  „Download <xref alt="ZIP" rid="glossary-zip">ZIP</xref>“ (vgl. Abb.
  1).</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 1: Herunterladen der Textsammlung von Github als
    ZIP-Datei</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Github_Download_p.png" />
  </fig>
  <p>In Ihrem Downloadordner finden Sie nun einen Ordner namens
  „68_german_novels-master“. Speichern Sie diesen Ordner an einem Ort
  auf Ihrem PC, an dem Sie ihn leicht wiederfinden können. Sie sehen in
  diesem Ordner einen weiteren Ordner, der die 67 Texte im TXT-Format
  enthält, das für Stylo ideal ist. Die Dateinamen folgen dem Muster
  „Kategorie_Titel“. Die Kategorie sind hier die Autor*innennamen,
  genauso gut könnte man hier Genres, Genderbezeichnungen,
  Übersetzer*innennamen etc. angeben. Wichtig ist, dass alle Dateien in
  einer Textsammlung diesem Muster entsprechend benannt werden, damit
  sie von Stylo im Analyseergebnis korrekt visualisiert werden (jede
  Kategorie bekommt dort eine andere Farbe) und dass die Texte einer
  Sammlung alle das gleiche Dateiformat haben. Da Stylo nur die Worte in
  ihrer Häufigkeit und Verteilung analysiert, d. h. lediglich die
  Textoberfläche betrachtet, werden bei dieser Methode keine
  <xref alt="Metadaten" rid="glossary-metadaten">Metadaten</xref>
  benötigt. Eine Textsammlung im
  <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref>- oder auch HTML-Format
  (vgl. <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>) kann im Tool
  zwar verarbeitet werden, die besten Ergebnisse werden jedoch mit
  Dateien im Plaintext-Format (vgl.
  <xref alt="Reintext-Version" rid="glossary-reintext-version">Reintext-Version</xref>)
  (TXT) erzielt. Eine weitere günstige Voraussetzung für die
  stilometrische Analyse von Textsammlungen mit Stylo ist die
  UTF-8-Codierung (vgl.
  <xref alt="Unicode/UTF-8" rid="glossary-unicode">Unicode/UTF-8</xref>)
  der Texte, die beim vorliegenden Korpus ebenfalls gegeben ist.</p>
  <p>Nun müssen Sie sich noch die <bold>Software R installieren</bold>,
  in der Stylo ausgeführt werden soll. Dazu folgen Sie
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://www.r-project.org">diesem
  Link</ext-link>, klicken unter der Überschrift „Getting Started“ auf
  „Download R“ und wählen einen sog. „CRAN Mirror“, der in der Nähe
  Ihres Standortes liegt (wie z. B. unter Germany die GWDG Göttingen).
  CRAN (d. h. Comprehensive R Archive Network) ist ein internationales
  Server-Netzwerk (vgl.
  <xref alt="Server" rid="glossary-server">Server</xref>), aus dem Sie
  die Packages, die Sie in R gebrauchen werden, downloaden. Einen Mirror
  zu wählen, der topografisch in der Nähe liegt, minimiert daher den
  Rechenaufwand für das Netzwerk. Auf der sich öffnenden Seite klicken
  Sie auf denjenigen Downloadlink, der Ihrem Betriebssystem entspricht
  (vgl. Abb. 2).</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 2: Download von R für die verschiedenen
    Betriebssysteme</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Download_R_p.png" />
  </fig>
  <p>Auf der sich öffnenden Seite klicken Sie (als Mac-User*in) auf die
  PKG-Datei, die Ihrer Mac-OS-Version entspricht (z. B. R-3-6-0.pkg)
  bzw. (als Windows-User) auf „install R for the first time“ und dann
  direkt oben auf „Download R 3.6.0 for Windows“ (bzw. die jeweils
  aktuelle Version). Als Mac-User*in müssen Sie, damit Sie Stylo
  benutzen können, zusätzlich noch XQuartz installieren, klicken Sie
  dafür
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://www.xquartz.org">hier</ext-link>
  und laden sich die angezeigte DMG-Datei herunter. Sie müssen im
  Anschluss an die Installation von XQuartz Ihren Computer einmal neu
  starten, damit sich die Benutzeroberfläche von Stylo öffnen kann.</p>
  <p>Öffnen Sie die heruntergeladenen Dateien (PKG für Mac, EXE für
  Windows) und folgen den Anweisungen des Installationsassistenten.
  Mac-User*innen machen dies ebenfalls mit der heruntergeladenen
  XQuartz-Installationsdatei (und starten anschließend ihren Mac neu).
  Sollten Sie beim Öffnen dieser Dateien eine Warnmeldung bekommen, kann
  es sein, dass Sie für das Programm eine Ausnahme in Ihren
  Sicherheitseinstellungen hinzufügen müssen. Wie das geht, können Sie
  in unseren Videos für Mac
  (<xref alt="forTEXT 2019a" rid="ref-fortext_2024_11074232" ref-type="bibr">forTEXT
  2019a</xref>) und Windows
  (<xref alt="forTEXT 2019b" rid="ref-fortext_2024_11074222" ref-type="bibr">forTEXT
  2019b</xref>) nachschauen. Da es insbesondere für Einsteiger*innen
  sehr viel leichter ist, R innerhalb einer <bold>grafischen
  Benutzeroberfläche</bold> zu bedienen, die Ihnen neben der Console
  noch zahlreiche weitere Bedienoptionen bietet, installieren Sie sich
  nun noch <bold>RStudio</bold>, indem Sie
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://www.rstudio.com/products/rstudio/download/">diesem
  Link folgen</ext-link>, dem Downloadlink unterhalb der
  Open-Source-Desktopversion folgen und anschließend unter der
  Überschrift „Installers for Supported Platforms“ den Ihrem
  Betriebssystem entsprechenden Link klicken (z. B. „RStudio 1.2.1335 -
  Windows 7+“, vgl. Abb. 3). Die heruntergeladene Installationsdatei
  führen Sie wie schon zuvor bei R per Klick aus.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 3: Installation der Open-Source-Desktopversion von
    RStudio</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Install_RStudio_p_1.png" />
  </fig>
  <p>In Ihrem Programmeordner sollten sich nun die Programme R und
  RStudio befinden. Öffnen Sie nun RStudio, indem sie auf das
  Programmicon klicken (vgl. Abb. 4). Die Benutzeroberfläche von RStudio
  öffnet sich im Anschluss (vgl. Abb. 5).</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 4: Programmicon von RStudio</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_RStudio-Icon_p.png" />
  </fig>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 5: Benutzeroberfläche von RStudio mit geöffnetem
    „Packages“-Reiter</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_RStudio-Nutzeroberflache_p_0.png" />
  </fig>
  <p>Als letzten Schritt zur Vorbereitung der stilometrischen Analyse
  müssen Sie nun noch das <bold>Stylo-Package in RStudio
  installieren</bold>. Klicken Sie dazu im rechten unteren Panel auf den
  Reiter „Packages“ (vgl. Abb. 5) und dann auf den Button „Install“. Es
  öffnet sich ein Fenster wie in Abbildung 6.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 6: Installation des Stylo-Packages in
    RStudio</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Install_Stylo-Package_p.png" />
  </fig>
  <p>Sie begegnen hier erneut dem CRAN-Repositorium, das Ihnen aus der
  Installation von R bereits vertraut ist. Aus diesem Repositorium
  werden Packages jeweils aktuell installiert. Tippen Sie in die
  „Packages“-Zeile „stylo“ ein, wird Ihnen auch schon das entsprechende
  Package vorgeschlagen. Anschließend bestätigen Sie die Installation
  mit einem Klick auf „Install“.
  Nun erscheint im rechten unteren Panel von RStudio unter „User
  Library“ das Package „stylo“, das Sie mit einem Häkchen versehen und
  dadurch aktivieren (vgl. Abb. 7). Durch diese Aktion öffnet sich (sind
  Sie Mac-User*in) automatisch ebenfalls XQuartz.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 7: Aktivierung des Stylo-Packages in
    RStudio</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Package_aktivieren_p_0.png" />
  </fig>
  <p>Sie haben nun alle Komponenten installiert, die Sie für eine
  erfolgreiche stilometrische Untersuchung benötigen: das Korpus, R,
  RStudio und das Stylo-Package. Sollte es im Folgenden zu Fehlern
  kommen, könnte es sein, dass Sie noch zusätzlich die Packages „tcltk2“
  und „ape“ installieren müssen. Einige Systeme benötigen diese, um die
  Ergebnisvisualisierungen korrekt darstellen zu können. Diese Packages
  installieren Sie genau so wie das Stylo-Package zuvor.Um loslegen zu
  können, müssen Sie RStudio lediglich noch mitteilen, auf welchen
  Datensatz (d. h. unsere zuvor heruntergeladene Textsammlung) es
  zugreifen soll. Klicken Sie dazu in der oberen Menüleiste auf
  „Session“, hovern Sie über „<bold>Set Working Directory</bold>“ und
  klicken dann auf „Choose Directory…“ (vgl. Abb. 8).</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 8: Mit „Set Working Directory“ legen Sie fest, auf
    welchen Datensatz RStudio in der jeweiligen Sitzung zugreifen
    soll</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Set_Workingdirectory_p.png" />
  </fig>
  <p>Navigieren Sie im sich öffnenden Fenster zum Ordner
  „68_german_novels-master“ und bestätigen Ihre Auswahl mit einem Klick
  auf den Button „Open“. Achtung: Wählen Sie hier <italic>nicht</italic>
  den Unterordner „corpus“ aus! In der Console (linkes Panel von
  RStudio) erscheint anschließend eine Meldung, die den Ort angeben
  wird, an dem Sie das Korpus gespeichert haben:
  „&gt;setwd(“~/Documents/Stylo/68_german_novels-master”)“. Nun haben
  Sie alle nötigen Vorarbeiten erfolgreich hinter sich gebracht und sind
  bereit für die digitale stilometrische Analyse der Texte.</p>
</sec>
<sec id="funktionen">
  <title>3. Funktionen</title>
  <p>Um die grafische Benutzeroberfläche von Stylo zu öffnen, klicken
  Sie in der Console hinter das blaue „&gt;“-Zeichen, tippen „stylo()“
  (ohne die Anführungszeichen) und drücken anschließend die Enter-Taste.
  Das „&gt;“-Zeichen in der Console zeigt immer an, dass R bereit für
  eine Eingabe Ihrerseits ist. Solange das „&gt;“-Zeichen nicht
  angezeigt wird, hat R die aktuell durchgeführte Aufgabe noch nicht
  abgeschlossen. Es öffnet sich ein Fenster (vgl. Abb. 9).</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 9: Das grafische User-Interface von Stylo mit dem
    Modul INPUT &amp; LANGUAGE</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Input_Language_p.png" />
  </fig>
  <p>Die Benutzeroberfläche von Stylo gliedert sich in fünf Module:
  „INPUT &amp; LANGUAGE“, „FEATURES (vgl.
  <xref alt="Feature" rid="glossary-feature">Feature</xref>)“,
  „STATISTICS“, „SAMPLING“ und „OUTPUT“. Wir werden im Folgenden die
  meisten Einstellungsmöglichkeiten der einzelnen Module kennenlernen.
  Tipp: Wenn Sie über die einzelnen Optionen hovern, die unter den
  jeweiligen Modulen aufgelistet werden, erscheinen kurze Erläuterungen
  der jeweiligen Funktion, sog. Tooltips. (Achtung: Ein Klick auf den
  „OK“-Button unten startet die stilometrische Analyse Ihrer
  Textsammlung. Dieser Button sollte erst betätigt werden, wenn die
  Einstellungen in sämtlichen fünf Modulen angepasst worden sind.
  Sämtliche Einstellungen eines Durchgangs werden in einer Datei namens
  „stylo_config.txt“ im ausgewählten Ordner (der Working Directory)
  gespeichert, sodass eine Analyse bei Bedarf exakt wiederholt werden
  kann. Diese Datei sorgt außerdem dafür, dass die Einstellungen im
  Stylo-GUI (vgl. <xref alt="GUI" rid="glossary-gui">GUI</xref>) bei
  jedem neuen Durchgang zu Beginn noch so sind wie beim jeweils
  vorherigen.)</p>
  <p>Im <bold>Modul INPUT &amp; LANGUAGE</bold> legen Sie fest, mit
  welcher Datengrundlage Stylo operieren soll. Die Dokumente in unserem
  Korpus sind im TXT-Format, deutschsprachig und UTF-8 codiert, Sie
  stellen folglich „plain text“ und „German“ ein (und aktivieren als
  Windows-Nutzer*in außerdem das Kästchen bei UTF-8).</p>
  <p><italic>Aufgabe 1</italic>: Was ist in den Spracheinstellungen der
  Unterschied zwischen „English“ und „English (ALL)“ und was bedeutet
  „Latin (u/v &gt; u)“?</p>
  <p>Im <bold>Modul FEATURES</bold> (vgl. Abb. 10) legen Sie die
  grundsätzlichen Einstellungen Ihres jeweiligen Analysedurchgangs
  fest.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 10: Das grafische User-Interface von Stylo mit dem
    Modul FEATURES</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Features_p.png" />
  </fig>
  <p>Unter dem Unterpunkt „<bold>FEATURES</bold>“ können Sie
  entscheiden, ob Sie die stilometrische Untersuchung auf Wort- oder
  Buchstabenebene („words“ oder „chars“) ausführen wollen. Entscheidet
  man sich für die Buchstabenebene, sollte man auf jeden Fall
  Buchstaben_folgen_ untersuchen lassen; dies erreicht man mit der
  Festlegung einer N-Gramm-Größe. N-Gramms (vgl.
  <xref alt="N-gramm" rid="glossary-n-gramm">N-gramm</xref>)
  funktionieren sowohl auf Buchstaben- wie auch auf Wortebene. Bei der
  Analyse auf Wortebene bietet sich jedoch eine sehr kleine
  N-Gramm-Größe an, da nur die Verteilung gleicher Wortkombinationen
  (und nicht gleicher Wörter) untersucht werden und man somit nur eine
  sehr limitierte Datengrundlage hätte. Die Untersuchung auf
  Buchstabenebene bietet sich vor allem an, wenn man ein „schmutziges“
  Korpus hat, d. h. Texte mit orthografischen Fehlern, die z. B. im
  Digitalisierungsprozess durch die
  <xref alt="OCR" rid="glossary-ocr">OCR</xref> entstehen können. Ist im
  Stylo-GUI die Option „preserve case“ aktiviert, werden Groß- und
  Kleinbuchstaben weiterhin voneinander getrennt; ist sie nicht
  aktiviert, werden für die Analyse alle Buchstaben in Kleinbuchstaben
  umgewandelt (vgl.
  <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>).
  Es ist nicht nur sprachen- sondern auch korpusabhängig, welche
  Einstellung hier die besten Ergebnisse bringt.</p>
  <p>Der Unterpunkt „<bold>MFW SETTINGS</bold>“ regelt die Einstellungen
  für die <italic>most frequent words</italic> (MFW). Auf Grundlage der
  Analyseergebnisse werden Sie vor allem in dieser Kategorier nach jedem
  Analysedurchgang neue Einstellungen vornehmen. Für den Anfang bietet
  es sich an, sowohl bei „Minimum“ als auch bei „Maximum“ die
  Voreinstellung beizubehalten und die Zahl 100 nach jedem Durchgang
  jeweils zu erhöhen. 100 bedeutet in diesem Fall, dass im
  Analysedurchgang die 100 häufigsten Wörter aus allen Texten
  miteinander verglichen werden. Die „Increment“-Einstellung (deutsch:
  Zuwachs) ist solange irrelevant, wie bei „Minimum“ und „Maximum“ die
  gleiche Zahl eingetragen wird. Wir kommen im Modul „STATISTICS“ im
  Zusammenhang mit dem sog. Bootstrap-Verfahren noch einmal auf diesen
  Parameter zurück. Im Feld „Start at freq. rank“ können Sie festlegen,
  ob und wenn ja wie viele der häufigsten der MFW aus der Analyse
  ausgeschlossen werden sollen. Lassen Sie die voreingestellte 1 in
  diesem Fall einfach stehen; sie bedeutet, dass alle 100 häufigsten
  Wörter berücksichtigt werden.</p>
  <p>Im Unterpunkt „<bold>CULLING</bold>“ (deutsch: auslesen,
  aussondern) können Sie festlegen, ob textspezifisch besondere Wörter
  aus der Analyse ausgeschlossen werden sollen. Stylo berechnet
  Wortfrequenzlisten und auf Basis dieser Listen die für die jeweiligen
  Texte typischsten Wörter, d. h. alle Wörter, die nur in dem jeweiligen
  Text vorkommen. Von diesen Wörtern können Sie mittels Culling einen
  bestimmbaren Prozentsatz aus der Analyse ausschließen. Ein
  Culling-Wert von bspw. 20 bedeutet somit, dass nur Wörter, die in
  wenigstens 20 % der Texte vorkommen, analysiert werden, ein Wert von
  100, dass nur Wörter berücksichtigt werden, die in sämtlichen Texten
  der Sammlung vorkommen. Auch hier ist die „Increment“-Einstellung
  insbesondere im Zusammenhang mit dem Bootstrap-Verfahren, auf das wir
  zurückkommen, relevant. Für den Anfang müssen Sie in dieser
  Lerneinheit beim Culling keine Einstellungen vornehmen.</p>
  <p>Die Einstellungen bei „List Cutoff“ und „Delete pronouns“ stehen in
  keiner Verbindung zum Culling, auch wenn das Interface diesen Eindruck
  erweckt. Der Wert bei „List Cutoff“ bestimmt, ab welchem Punkt der
  Worthäufigkeitstabelle die jeweils seltenen Wörter der Texte nicht
  weiter berücksichtigt werden. Die voreingestellte 5000 können Sie in
  dieser Lerneinheit einfach stehen lassen. Die Option „Delete pronouns“
  ist eher für erfahrene Nutzer*innen gedacht. Mit ihr werden Pronomen
  ausgeschlossen (wichtig ist dabei, dass die Sprache im „INPUT &amp;
  LANGUAGE“-Modul korrekt eingestellt wurde).</p>
  <p>Die Optionen unter „<bold>VARIOUS</bold>“ bleiben für diese
  Lerneinheit inaktiv und werden aus diesem Grund hier nicht en detail
  besprochen. Die Einstellungen erlauben Ihnen, Ergebnisse aus einer
  Analyse mit der Folgeanalyse zu verknüpfen, oder nur ausgewählte Texte
  aus Ihrem Korpus in der Analyse zu berücksichtigen. Ein umfangreiches,
  englischsprachiges Manual zu allen Funktionen in Stylo findet sich
  bereitgestellt durch die Computational Stylistics Group
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/stylo_howto/blob/master/stylo_howto.pdf">hier</ext-link>.</p>
  <p><italic>Aufgabe 2</italic>: Welche Vor- und Nachteile hat es, die
  sog. <italic>case sensitivity</italic> zu berücksichtigen, d. h.
  „preserve case“ bei einer Analyse zu aktivieren? Welche Wörter sind
  vermutlich in den meisten Texten die MFW?</p>
  <p>Das Modul „<bold>STATISTICS</bold>“ (vgl. Abb. 11) bietet Ihnen die
  Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Algorithmen (statistischen
  Verfahren und Distanzmaßen) auszuwählen.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 11: Das grafische User-Interface von Stylo mit dem
    Modul STATISTICS</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_STATISTICS_p.png" />
  </fig>
  <p>Das grundlegendste statistische Verfahren ist die <italic>Cluster
  Analysis</italic>, die das Korpus nach Ähnlichkeiten durchsucht und
  ähnliche Texte zusammen „clustert“, d. h. eine Gruppe bilden lässt.
  Die Visualisierungsform dieser Analyse ist ein Dendrogramm. Die
  multidimensionale Skalierung (<italic>MDS</italic>), die Principal
  Component Analysis (<italic>PCA</italic>) (vgl.
  <xref alt="PCA" rid="glossary-pca">PCA</xref>) und die t-distributive
  stochastische Nachbareinbettung (t-distributive stochastic neighbour
  embedding; <italic>tSNE</italic>) sind Verfahren der
  Dimensionsreduktion und lassen ähnliche Texte innerhalb eines
  zweidimensionalen Koordinatensystems beieinander clustern. Der
  <italic>Consensus Tree</italic> (oder auch „Bootstrap Consensus Tree“)
  ist eine runde Visualisierungsform, die mehrere
  Clusteranalysedurchgänge mit unterschiedlich vielen MFW bzw.
  Culling-Parametern in einer Ergebnisvisualisierung vereinigt. Dieses
  Verfahren wird daher auch „Bootstrap“ genannt (was wörtlich mit
  „Stiefelriemen“ übersetzt werden kann - wie die Schnürsenkel eines
  Schuhs werden die einzelnen Analysedurchläufe ineinander gewebt und am
  Ende festgezogen). Ähnliche Texte werden hier an einem Ast clusternd
  dargestellt. Wenn Sie „Consensus Tree“ auswählen, müssen Sie im Modul
  FEATURES beim MFW-Setting zusätzlich angeben, mit wie vielen MFW die
  Analyse beginnen („Minimum“), mit wie vielen sie aufhören soll
  („Maximum“) und wie viele Wörter bei jeder einzelnen Analyse
  hinzukommen sollen („Increment“). Ebenso erfordert dieses Verfahren
  unterschiedliche Minimum- und Maximumangaben beim Culling, insofern
  Sie die Cullingfunktion nutzen wollen (ansonsten lassen Sie dort
  einfach überall die „0“ stehen). Für den Consensus Tree (und nur für
  ihn) muss zusätzliche eine „Consensus strength“ angegeben werden. Hier
  können Sie eine Zahl zwischen 0,4 und 1 eingeben. 0,4 bedeutet, dass
  Verbindungen in mindestens 40 % der Analysedurchgänge gegeben sein
  müssen, um auch in der Consensus-Tree-Visualisierung als Verbindung
  angezeigt zu werden. 1 bedeutet entsprechend, dass dies in 100 % der
  Durchläufe gegeben sein muss. Die voreingestellte 0,5 können Sie hier
  zunächst ebenfalls stehen lassen; diese Zahl spielt solange keine
  Rolle, wie eine der anderen Statistiken ausgewählt ist. Wir
  konzentrieren uns hier auf die Clusteranalyse.</p>
  <p>Hinter den unterschiedlichen Distanzmaßen, die neben dem Menüpunkt
  „DELTA DISTANCE“ aufgelistet werden, verstecken sich die Algorithmen,
  mit denen die Distanzen, d. h. im Grunde die Ähnlichkeiten zwischen
  den Texten, berechnet werden. Diese Sektion bildet das mathematische
  Herzstück von Stylo, soll in dieser einführenden Lerneinheit jedoch
  nicht en detail besprochen werden. Je nach Sprache und Einstellung
  (Wörter oder N-Gramms) bieten sich unterschiedliche Distanzmaße an.
  Für unsere deutschsprachige Textsammlung sind insbesondere die Maße
  „Classic Delta“ (auf John Burrows zurückgehend) und „Cosine Delta“ (an
  der Universität Würzburg entwickelt) geeignet. Euclidean und Manhattan
  Distance sollten im Zusammenhang mit der Analyse von Worthäufigkeiten
  eher vermieden werden; Canberra Distance bietet sich insbesondere für
  lateinische Texte an, etc. Eine genauere Beschreibung der einzelnen
  Distanzmaße finden Sie im
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/stylo_howto/blob/master/stylo_howto.pdf">Stylo-Handbuch</ext-link>
  (S. 15-17).</p>
  <p>Das Modul „<bold>SAMPLING</bold>“ (vgl. Abb. 12) bietet Ihnen die
  Möglichkeit, die Texte in Ihrer Sammlung in gleich große Segmente zu
  zerschneiden.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 12: Das grafische User-Interface von Stylo mit dem
    Modul SAMPLING</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_SAMPLING_p.png" />
  </fig>
  <p>Diese Segmentierung, die aus literaturwissenschaftlicher Sicht erst
  einmal blasphemisch anmutet, kann die Ergebnisse der stilometrischen
  Analyse durchaus verbessern, insbesondere wenn man eine Sammlung
  untersucht, die Texte mit unterschiedlicher Länge enthält. Um
  statistische Verteilungen von häufigen Wörtern in Texten zu
  analysieren, ist es immer sinnvoll, ähnlich lange Texte (bzw.
  Textsegmente) miteinander zu vergleichen. Im Feld „Sample size“ wird
  bei aktivierter Funktion „Normal sampling“ angegeben, wie groß die
  Segmente sein sollen - angegeben in Wortmenge. Noch experimenteller
  wird es mit der Option „Random sampling“: ein Verfahren, bei dem die
  Texte nicht nur in gleich große Segmente zerschnitten, sondern die
  Wörter aus den Texten auch noch zufällig ausgewählt und zu einem
  Segment zusammengesetzt werden (dieses Verfahren ist unter dem Namen
  „bag of words“ bekannt). Auf diese Weise können gelegentlich noch
  bessere Zuschreibungen erreicht werden. Bei dieser Option geben Sie im
  Feld „Random samples“ die Menge der Segmente an, in die ein jeder Text
  in Ihrer Sammlung zerschnitten werden soll. Keine Sorge: Ihre Texte
  werden nicht wirklich zerstört und die Dateien in Ihrem Ordner
  verbleiben in ihrem ursprünglichen Zustand, Sampling ist eine rein
  rechnerische Aktion. Für unsere Beispielanalyse lassen Sie die
  voreingestellte Option „No sampling“ aktiviert.
  Nun haben Sie die wichtigsten Einstellungen von Stylo (INPUT &amp;
  LANGUAGE, FEATURES, STATISTICS und SAMPLING) kennengelernt, die Sie
  für Ihre erste stilometrische Analyse brauchen. Sie müssen nur noch
  bestimmen, wie Ihnen die Ergebnisse angezeigt und wie sie gespeichert
  werden sollen. Das geschieht im fünften Modul „<bold>OUTPUT</bold>“
  (vgl. Abb. 13.).</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 13: Das grafische User-Interface von Stylo mit dem
    Modul OUTPUT</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_OUTPUT_p.png" />
  </fig>
  <p>Unter „GRAPHS“ können Sie auswählen, in welchen Formaten die
  Ergebnisvisualisierung gespeichert werden soll. „Onscreen“ zeigt Ihnen
  den Graphen lediglich programmintern im RStudio-Modul rechts unten
  unter „Plots“ an. Sämtliche anderen Formate werden als Dateien in
  Ihrem „Working Directory“-Ordner auf Ihrem Computer gespeichert, in
  unserem Fall also unter „68_german_novels-master“. Insbesondere bei
  iterativen Analysen mit unterschiedlichen MFW- oder
  Culling-Einstellungen kann es dabei schnell zu einer großen Menge an
  gespeicherten Dateien kommen; wählen Sie die Einstellungen daher mit
  Bedacht. Tipp: Wählen Sie zunächst „Onscreen“, inspizieren Sie die
  Visualisierung nach der Analyse und wiederholen Sie den Durchgang mit
  den gleichen Einstellungen dann noch einmal, um die gleiche
  Visualisierung als Datei im gewünschten Format zu speichern.
  Sie finden im Modul OUTPUT noch etliche weitere
  Einstellungsmöglichkeiten, um die zu erstellenden Visualisierungen
  nach Ihren Vorstellungen zu modifizieren, die wir hier nicht
  detailliert vorstellen werden. Die Tooltips und das
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/stylo_howto/blob/master/stylo_howto.pdf">Stylo-Handbuch</ext-link>
  geben Ihnen hier bei Bedarf weitere Hinweise. Viele der
  OUTPUT-Einstellungen beziehen sich auf spezifische statistische
  Verfahren. Die Einstellungen in den entsprechenden Zeilen bei OUTPUT
  sind daher so lange irrelevant, wie nicht das entsprechende
  statistische Verfahren unter STATISTICS ausgewählt wurde.</p>
  <p><italic>Aufgabe 3</italic>: Es ist soweit. Klicken Sie nun auf den
  „OK“-Button und starten damit Ihre erste stilometrische Analyse. Wenn
  Sie anschließend die Konsole in RStudio beobachten, können Sie
  verfolgen, wie der Algorithmus arbeitet. Wenn ein „&gt;“-Symbol
  erscheint, ist die Analyse abgeschlossen. Dies kann abhängig von der
  Rechenleistung Ihres PCs durchaus eine Weile dauern. Unter „Plots“
  rechts von der Konsole wird Ihnen anschließend ein Dendrogramm
  angezeigt, das Sie mit einem Klick auf „Zoom“ vergrößern und
  inspizieren können (<italic>Hinweis</italic>: Sollte es passieren,
  dass Ihnen ein leeres Dendrogramm angezeigt wird (d. h. nur Äste und
  keine Schrift), liegt das höchstwahrscheinlich daran, dass Sie die
  Schriftart „Arial“ nicht installiert und aktiviert haben. Diese
  Schriftart gehört i. d. R. zum Standardset der aktivierten
  Schriftarten, im neuen Betriebssystem von MAC OS (Mojave) ist dies
  aber bspw. nicht der Fall. Schriftarten können Sie leicht im Internet
  finden und im Format TTF downloaden). Wie interpretieren Sie das
  Ergebnis?</p>
  <p><italic>Aufgabe 4</italic>: Experimentieren Sie mit den
  besprochenen Einstellungsmöglichkeiten. Wie können Sie beim Testen
  unterschiedlicher MFW-Zahlen Zeit sparen? Welche Einstellungen
  scheinen Ihnen für die gegebene Textsammlung gut geeignet?</p>
  <p><italic>Aufgabe 5</italic>: Ihnen wird bei der Bearbeitung der
  vorigen Aufgabe immer wieder der anonyme Text <italic>Schwester
  Monika</italic> ins Auge gefallen sein. Können Sie diesen Text einem
  der anderen Autoren zuordnen? Wenn nicht, wo könnten die
  Schwierigkeiten liegen?</p>
</sec>
<sec id="lösungen-zu-den-beispielaufgaben">
  <title>4. Lösungen zu den Beispielaufgaben</title>
  <p><italic>Aufgabe 1</italic>: Was ist in den Spracheinstellungen der
  Unterschied zwischen „English“ und „English (ALL)“ und was bedeutet
  „Latin (u/v &gt; u)“?</p>
  <p>Die Tooltips (die Sie durch Hovern erhalten) geben Ihnen die
  Antworten: Bei der Einstellung „English (ALL)“ werden im Gegensatz zur
  Einstellung „English“ Verkürzungen wie „don’t“ und zusammengesetzte
  Wörter wie „light-headed“ nicht aufgesplittet. Im Modus „Latin (u/v
  &gt; u)“ werden alle Us und alle Vs als U gewertet.</p>
  <p><italic>Aufgabe 2</italic>: Welche Vor- und Nachteile hat es, die
  sog. <italic>case sensitivity</italic> zu berücksichtigen, d. h.
  „preserve case“ bei einer Analyse zu aktivieren? Welche Wörter sind
  vermutlich in den meisten Texten die MFW?</p>
  <p>Eine aktivierte „preserve case“-Option ist besonders für
  deutschsprachige Texte relevant. Sie verhindert, dass alle Buchstaben
  in Kleinbuchstaben umgewandelt werden. Der Vorteil davon ist
  beispielsweise, dass Wörter wie „spinne“ bzw. „Spinne“ nicht als
  gleiches Wort gewertet werden, was je nach Textsammlung einen
  wichtigen Vorteil darstellen kann. Ein entscheidender Nachteil ist
  jedoch, dass Worte am Satzanfang mit einem großen Buchstaben beginnen
  und daher in diesen Fällen als anderes Wort klassifiziert werden, als
  wenn sie innerhalb des Satzes auftauchen. Welche Einstellung für Ihre
  jeweilige Textsammlung sinnvoller ist, können Sie durch Ausprobieren
  herausfinden. Die MFW in Texten sind eigentlich immer Funktionswörter
  wie „und“, „aber“, „denn“, „ich“, „er“, „sie“, „es“ etc. In unserem
  Beispielkorpus sind das in absteigender Häufigkeit „und“, „die“,
  „der“, „zu“, „in“, „er“, etc.</p>
  <p><italic>Aufgabe 3</italic>: Es ist soweit. Klicken Sie nun auf den
  „OK“-Button und starten damit Ihre erste stilometrische Analyse. Wenn
  Sie anschließend die Konsole in RStudio beobachten, können Sie
  verfolgen, wie der Algorithmus arbeitet. Wenn ein „&gt;“-Symbol
  erscheint, ist die Analyse abgeschlossen. Dies kann abhängig von der
  Rechenleistung Ihres PCs durchaus eine Weile dauern. Unter „Plots“
  rechts von der Konsole wird Ihnen anschließend ein Dendrogramm
  angezeigt, das Sie mit einem Klick auf „Zoom“ vergrößern und
  inspizieren können <italic>Hinweis</italic>: Sollte es passieren, dass
  Ihnen ein leeres Dendrogramm angezeigt wird (d. h. nur Äste und keine
  Schrift), liegt das höchstwahrscheinlich daran, dass Sie die
  Schriftart „Arial“ nicht installiert und aktiviert haben. Diese
  Schriftart gehört i. d. R. zum Standardset der aktivierten
  Schriftarten, im neuen Betriebssystem von MAC OS (Mojave) ist dies
  aber bspw. nicht der Fall. Schriftarten können Sie leicht im Internet
  finden und downloaden (im Format TTF). Wie interpretieren Sie das
  Ergebnis? Die erste Analyse erstellt Ihnen das Dendrogramm in
  Abbildung 14.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 14: Clusteranalyse von 67 deutschsprachigen Texten
    mit den 100 häufigsten Wörtern (Classic Delta
    Distance)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Cluster_Analysis_100_MFW_1_0.png" />
  </fig>
  <p>Texte am gleichen Ast sind sich (im Sinne der Stilometrie)
  stilistisch ähnlich, je mehr Gabelungen zwischen zwei Texten liegen,
  desto unähnlicher sind sie sich. Die vertikale Anordnung spielt dabei
  keine Rolle (es wäre eine Fehlinterpretation, die Texte von Spyri und
  Arnim für maximal unterschiedlich zu halten, weil sie am weitesten
  auseinander liegen - wenngleich sie sich auch alles andere als ähnlich
  sind). Die Zahlen in der horizontalen Leiste unten geben die Werte des
  jeweils ausgewählten Distanzmaßes an (hier Classic Delta Distance). Im
  Zuge einer Autorschaftsattribution ist es sinnvoll, wenn Texte des
  gleichen Autors am gleichen Ast clustern. Wir sehen in diesem ersten
  Beispiel, dass das bei vielen Autor*innen schon gut funktioniert. Das
  Vorkommen von Goethe, Kafka, Brentano, Hesse, Bonsels und Schnitzler
  an unterschiedlichen nicht zusammengehörenden Ästen zeigt, dass sich
  die Texte dieser Autoren noch nicht einheitlich klassifizieren lassen.
  Es kann einem zudem aufstoßen, dass Goethes
  <italic>Farbenlehre</italic> mit den <italic>Faust</italic>-Dramen und
  nicht mit den Prosatexten Goethes zusammen clustert, ist doch eine
  stilometrische Analyse auch zur Gattungsidentifikation geeignet.
  Daraus kann geschlossen werden, dass die Einstellungen für das
  Beispielkorpus noch nicht ideal sind.</p>
  <p><italic>Aufgabe 4</italic>: Experimentieren Sie mit den
  besprochenen Einstellungsmöglichkeiten. Wie können Sie beim Testen
  unterschiedlicher MFW-Zahlen Zeit sparen? Welche Einstellungen
  scheinen Ihnen für die gegebene Textsammlung gut geeignet?</p>
  <p>Mit den „Minimum“-, „Maximum“- und „Increment“-Einstellungen lassen
  sich mehrere Analysen in einem Durchgang durchführen. Sie können somit
  z. B. bei „Minimum“ 100, bei „Maximum“ 3000 und bei „Increment“ 100
  einstellen und die erstellten Visualisierungen anschließend
  vergleichend analysieren. Im „Plots“-Panel von RStudio machen Sie das
  über die Pfeiltasten. Wenn Sie unterschiedliche MFW-Einstellungen in
  einer einzigen Visualisierung zusammenfassen möchten, wählen Sie im
  STATISTICS-Modul „Consensus Tree“ aus und stellen ebenfalls in den
  FEATURES unterschiedliche Zahlen bei „Maximum“ und „Minimum“ und ein
  bestimmtes „Increment“ ein.</p>
  <p>Was „gute“ Einstellungen sind, ist sicherlich subjektiv. Wir
  interpretieren Einstellungen als „gut“, wenn möglichst alle Texte
  einer Autorin/eines Autors am gleichen Ast clustern. Für die
  Clusteranalyse erreicht man mit 1500 Wörtern ein recht überzeugendes
  Ergebnis (vgl. Abb. 15). Ab etwa 2500 MFW lässt sich beobachten, dass
  Thomas Manns <italic>Zauberberg</italic> nicht mehr mit den anderen
  Mann-Texten clustert, die Einstellung eignet sich für die vorliegende
  Textsammlung daher nicht mehr so gut.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 15: Clusteranalyse von 67 deutschsprachigen Texten
    mit den 1500 häufigsten Wörtern (Classic Delta
    Distance)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Cluster_Analysis_1500_MFW_1_0.png" />
  </fig>
  <p>Der Bootstrap Consensus Tree sieht bei 1000-2500 MFW ebenfalls
  überzeugend aus (vgl. Abb. 16). Bei dieser Visualisierung gilt
  ebenfalls, dass die Lokalisierung auf der Fläche (oben/unten bzw.
  rechts/links) keine semantische Aussagekraft hat; es kommt lediglich
  darauf an, ob Texte eines Autors bzw. einer Gattung gemeinsam an einem
  Ast clustern. Wir sehen, dass mit einer Einstellung von 1000-2500 MFW
  beinahe sämtliche Texte Autor*innencluster bilden. Goethes
  <italic>Faust</italic>-Dramen clustern zudem nicht mehr zusammen mit
  der in Prosa geschriebenen <italic>Farbenlehre</italic>. Die zwei
  Texte Brentanos clustern bei fast sämtlichen Einstellungen nicht
  zusammen. Der Grund dafür ist die Gattungsdifferenz, die hier stärker
  zu Buche schlägt als etwaige Autorenstilmerkmale: Die Gedichtsammlung
  <italic>Romanzen vom Rosenkranz</italic> clustert nachvollziehbar
  zusammen mit den einzigen (ebenfalls in Versen geschriebenen)
  dramatischen Texten des Korpus (Goethes <italic>Faust I</italic> &amp;
  <italic>II</italic>) und nicht zusammen mit anderen Prosatexten.</p>
  <fig>
    <caption><p>Abb. 16: Bootstrap Consensus Tree von 67
    deutschsprachigen Texten mit 1000-2500 der häufigsten Wörter
    (Classic Delta Distance)</p></caption>
    <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Stilometrie_mit_Stylo_Bootstrap_Consensus_Tree_10002500_MFW_1_0.png" />
  </fig>
  <p><italic>Aufgabe 5</italic>: Ihnen wird bei der Bearbeitung der
  vorigen Aufgabe immer wieder der anonyme Text <italic>Schwester
  Monika</italic> ins Auge gefallen sein. Können Sie diesen Text einem
  der anderen Autoren zuordnen? Wenn nicht, wo könnten die
  Schwierigkeiten liegen?</p>
  <p>Der Text <italic>Schwester Monika</italic> (1815) clustert in den
  meisten Einstellungen sowohl zusammen mit Brentanos Märchen
  <italic>Gockel, Hinkel und Gackeleia</italic> (1838) als auch mit
  Goethes <italic>Die Leiden des jungen Werthers</italic> (1774), nicht
  jedoch zusammen mit den Texten E. T. A. Hoffmanns, dem der Text
  gelegentlich zugeschrieben wird. Vermutlich wurde <italic>Schwester
  Monika</italic> aber weder von Goethe noch von Brentano geschrieben,
  sondern von einer Autorin/einem Autor, der nicht in der Sammlung
  enthalten ist. Die häufige Zuordnung zu Brentano und Goethe in der
  vorliegenden Textsammlung liegt daran, dass in <italic>Schwester
  Monika</italic> etliche literarische Zitate enthalten sind, die der
  Idee eines „Autorenstils“ selbstverständlich entgegenlaufen. Auch mit
  automatisierter Unterstützung konnte daher das Rätsel um diesen anonym
  erschienenen Text bislang nicht gelüftet werden. Sie sind nach dieser
  Lerneinheit fähig, sich mit unterschiedlichen Textsammlungen und
  verschiedenen Einstellungen in Stylo an dieser Debatte zu
  beteiligen.</p>
</sec>
<sec id="externe-und-weiterführende-links">
  <title>Externe und weiterführende Links</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Github Computationsal Sytlistics Group, 67 Texte:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/68_german_novels">https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/68_german_novels</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 20.02.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Stylo-Handbuch:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/stylo_howto/blob/master/stylo_howto.pdf">https://web.archive.org/save/https://github.com/computationalstylistics/stylo_howto/blob/master/stylo_howto.pdf</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 20.02.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>R Project:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://www.r-project.org">https://web.archive.org/save/https://www.r-project.org</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 20.02.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Tutorial: Sicherheitsausnahme für Internetprogramme Hinzufügen
      (Windows):
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.5281/zenodo.11074222">https://doi.org/10.5281/zenodo.11074222</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 20.02.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Tutorial: Sicherheitsausnahme für Internetprogramme Hinzufügen
      (Mac):
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.5281/zenodo.11074232">https://doi.org/10.5281/zenodo.11074232</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 20.02.2024)</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="glossar">
  <title>Glossar</title>
  <def-list>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-annotation">Annotation</styled-content></term>
      <def>
        <p>Annotation beschreibt die manuelle oder automatische
        Hinzufügung von Zusatzinformationen zu einem Text. Die manuelle
        Annotation wird händisch durchgeführt, während die
        (teil-)automatisierte Annotation durch
        <xref alt="Machine-Learning-Verfahren" rid="glossary-machine-learning">Machine-Learning-Verfahren</xref>
        durchgeführt wird. Ein klassisches Beispiel ist das
        automatisierte
        <xref alt="PoS-Tagging" rid="glossary-pos">PoS-Tagging</xref>
        (Part-of-Speech-Tagging), welches oftmals als Grundlage
        (<xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>)
        für weitere Analysen wie Named Entity Recognition (NER) nötig
        ist. Annotationen können zudem deskriptiv oder analytisch
        sein.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-browser">Browser</styled-content></term>
      <def>
        <p>Mit Browser ist in der Regel ein Webbrowser gemeint, also ein
        Computerprogramm, mit dem das Anschauen, Navigieren auf, und
        Interagieren mit Webseiten möglich wird. Am häufigsten genutzt
        werden dafür Chrome, Firefox, Safari oder der Internet
        Explorer.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-commandline">Commandline</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Commandline (engl. <italic>command line
        interface</italic> (CLI)), auch Kommandozeile, Konsole, Terminal
        oder Eingabeaufforderung genannt, ist die direkteste Methode zur
        Interaktion eines Menschen mit einem Computer. Programme ohne
        eine grafische Benutzeroberfläche
        (<xref alt="GUI" rid="glossary-gui">GUI</xref>) werden i. d. R.
        durch Texteingabe in die Commandline gesteuert. Um die
        Commandline zu öffnen, klicken Sie auf Ihrem Mac „cmd“ +
        „space“, geben „Terminal“ ein und doppelklicken auf das
        Suchergebnis. Bei Windows klicken Sie die Windowstaste + „R“,
        geben „cmd.exe“ ein und klicken Enter.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-csv">CSV</styled-content></term>
      <def>
        <p>CSV ist die englische Abkürzung für <italic>Comma Separated
        Values</italic> . Es handelt sich um ein Dateiformat zur
        einheitlichen Darstellung und Speicherung von einfach
        strukturierten Daten mit dem Kürzel <monospace>.csv</monospace>
        , sodass diese problemlos zwischen IT-Systemen ausgetauscht
        werden können. Dabei sind alle Daten zeilenweise angeordnet.
        Alle Zeilen wiederum sind in einzelne Datenfelder aufgeteilt,
        welche durch Trennzeichen wie Semikola oder Kommata getrennt
        werden können. In Programmen wie Excel können solche Textdateien
        als Tabelle angezeigt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-data-mining">Data
      Mining</styled-content></term>
      <def>
        <p>Data Mining gehört zum Fachbereich
        <xref alt="Information Retrieval" rid="glossary-information-retrieval">Information
        Retrieval</xref> und bezieht sich auf die systematische
        Anwendung computergestützter Methoden, die darauf abzielt, in
        vorhandenen Datenbeständen Muster, Trends oder Zusammenhänge zu
        erkennen. Textbasierte Formen des Data Minings sind u. a.
        <xref alt="Text Mining" rid="glossary-text-mining">Text
        Mining</xref>,
        <xref alt="Web Mining" rid="glossary-web-mining">Web
        Mining</xref> und
        <xref alt="Opinion Mining" rid="glossary-opinion-mining">Opinion
        Mining</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-feature">Feature</styled-content></term>
      <def>
        <p>Unter Features können Einzelfunktionen eines Tools verstanden
        werden, die beispielsweise komplexe Funktionen wie die
        Visualisierung eines Textes als
        <xref alt="Wordcloud" rid="glossary-wordcloud">Wordcloud</xref>
        ermöglichen, oder auch kleinere Funktionseinheiten wie den
        Abgleich einzelner Spracheigenschaften (
        <xref alt="Properties" rid="glossary-property">Properties</xref>)
        mit
        <xref alt="annotierten" rid="glossary-annotation">annotierten</xref>
        Beispieltexten darstellen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-gui">GUI</styled-content></term>
      <def>
        <p>GUI steht für <italic>Graphical User Interface</italic> und
        bezeichnet eine grafische Benutzeroberfläche. Ein GUI ermöglicht
        es, Tools mithilfe von grafischen Schaltflächen zu bedienen, um
        somit beispielsweise den Umgang mit der
        <xref alt="Commandline" rid="glossary-commandline">Commandline</xref>
        zu umgehen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-html">HTML</styled-content></term>
      <def>
        <p>HTML steht für <italic>Hypertext Markup Language</italic> und
        ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung
        elektronischer Dokumente. HTML-Dokumente werden von
        <xref alt="Webbrowsern" rid="glossary-browser">Webbrowsern</xref>
        dargestellt und geben die Struktur und Online-Darstellung eines
        Textes vor. HTML-Dateien können außerdem zusätzliche
        <xref alt="Metainformationen" rid="glossary-metadaten">Metainformationen</xref>
        enthalten, die auf einer Webseite selbst nicht ersichtlich
        sind.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-information-retrieval">Information
      Retrieval</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Teildisziplin der Informatik, das Information Retrieval,
        beschäftigt sich mit der computergestützten Suche und
        Erschließung komplexer Informationen in meist unstrukturierten
        Datensammlungen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-korpus">Korpus</styled-content></term>
      <def>
        <p>Ein Textkorpus ist eine Sammlung von Texten. Korpora (Plural
        für „das Korpus“) sind typischerweise nach Textsorte, Epoche,
        Sprache oder Autor*in zusammengestellt.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-lemmatisieren">Lemmatisieren</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Lemmatisierung von Textdaten gehört zu den wichtigen
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritten
        in der Textverarbeitung. Dabei werden alle Wörter
        (<xref alt="Token" rid="glossary-type-token">Token</xref>) eines
        Textes auf ihre Grundform zurückgeführt. So werden
        beispielsweise Flexionsformen wie „schneller“ und „schnelle“ dem
        Lemma „schnell“ zugeordnet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</styled-content></term>
      <def>
        <p>Machine Learning, bzw. maschinelles Lernen im Deutschen, ist
        ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Auf Grundlage
        möglichst vieler (Text-)Daten erkennt und erlernt ein Computer
        die häufig sehr komplexen Muster und Gesetzmäßigkeiten
        bestimmter Phänomene. Daraufhin können die aus den Daten
        gewonnen Erkenntnisse verallgemeinert werden und für neue
        Problemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten
        Daten verwendet werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup">Markup
      (Textauszeichung)</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Textauszeichnung (eng. <italic>Markup</italic>) fällt in
        den Bereich der Daten- bzw. Textverarbeitung, genauer in das
        Gebiet der Textformatierung, welche durch
        <xref alt="Auszeichnungssprachen" rid="glossary-markup-language">Auszeichnungssprachen</xref>
        wie <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref> implementiert
        wird. Dabei geht es um die Beschreibung, wie einzelne Elemente
        eines Textes beispielsweise auf Webseiten grafisch dargestellt
        werden sollen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup-language">Markup
      Language</styled-content></term>
      <def>
        <p>Markup Language bezeichnet eine maschinenlesbare
        Auszeichnungssprache, wie z.B.
        <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>, zur
        Formatierung und Gliederung von Texten und anderen Daten. So
        werden beispielsweise auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        durch ihre Digitalisierung oder ihre digitale Erstellung zu
        Markup, indem sie den Inhalt eines Dokumentes strukturieren.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-metadaten">Metadaten</styled-content></term>
      <def>
        <p>Metadaten oder Metainformationen sind strukturierte Daten,
        die andere Daten beschreiben. Dabei kann zwischen
        administrativen (z. B. Zugriffsrechte, Lizenzierung),
        deskriptiven (z. B. Textsorte), strukturellen (z. B. Absätze
        oder Kapitel eines Textes) und technischen (z. B. digitale
        Auflösung, Material) Metadaten unterschieden werden. Auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        bzw.
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup-language">Markup</xref>
        sind Metadaten, da sie Daten/Informationen sind, die den
        eigentlichen Textdaten hinzugefügt werden und Informationen über
        die Merkmale der beschriebenen Daten liefern.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-n-gramm">N-gramm</styled-content></term>
      <def>
        <p>Unter N-Gramm versteht man in der Linguistik eine Sequenz von
        <italic>N</italic> aufeinanderfolgenden Fragmenten/Einheiten in
        einem Text. So gibt es beispielsweise Bigramme, Trigramme etc.
        Diese Fragmente können Buchstaben oder Phoneme sein. Der Satz
        „Marie erforscht Literatur digital“ kann zum Beispiel
        folgendermaßen in Bigramme, drei wortbasierte N-gramme mit je
        zwei Wörtern, aufgeteilt werden: „Marie erforscht“, „erforscht
        Literatur“ und „Literatur digital“.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-named-entities">Named
      Entities</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine Named Entity (NE) ist eine Entität, oft ein Eigenname,
        die meist in Form einer Nominalphrase zu identifizieren ist.
        Named Entities können beispielsweise Personen wie „Nils
        Holgerson“, Organisationen wie „WHO“ oder Orte wie „New York“
        sein. Named Entities können durch das Verfahren der Named Entity
        Recognition (NER) automatisiert ermittelt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-ocr">OCR</styled-content></term>
      <def>
        <p>OCR steht für <italic>Optical Character Recognition</italic>
        und bezeichnet die automatische Texterkennung von gedruckten
        Texten, d. h. ein Computer „liest“ ein eingescanntes Dokument,
        erkennt und erfasst den Text darin und generiert daraufhin eine
        elektronische Version.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-opinion-mining">Opinion
      Mininig</styled-content></term>
      <def>
        <p>Unter Opinion Mining, oder Sentiment Analysis, versteht man
        die Analyse von Stimmungen oder Haltungen gegenüber einem Thema,
        durch die Analyse natürlicher Sprache. Das Opinion Mining gehört
        zu den Verfahren des
        <xref alt="Text Minings" rid="glossary-text-mining">Text
        Minings</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pca">PCA</styled-content></term>
      <def>
        <p>PCA steht für <italic>Principal Component Analysis</italic> .
        Die Hauptkomponentenanalyse ist ein komplexes, statistisches
        Verfahren zur Reduktion und Veranschaulichung umfangreicher
        Datensätze.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pos">POS</styled-content></term>
      <def>
        <p>PoS steht für <italic>Part of Speech</italic> , oder
        „Wortart“ auf Deutsch. Das PoS-
        <xref alt="Tagging" rid="glossary-annotation">Tagging</xref>
        beschreibt die (automatische) Erfassung und Kennzeichnung von
        Wortarten in einem Text und ist of ein wichtiger
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritt,
        beispielsweise für die Analyse von
        <xref alt="Named Entities" rid="glossary-named-entities">Named
        Entities</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-preprocessing">Preprocessing</styled-content></term>
      <def>
        <p>Für viele digitale Methoden müssen die zu analysierenden
        Texte vorab „bereinigt“ oder „vorbereitet“ werden. Für
        statistische Zwecke werden Texte bspw. häufig in gleich große
        Segmente unterteilt (<italic>chunking</italic>), Großbuchstaben
        werden in Kleinbuchstaben verwandelt oder Wörter werden
        <xref alt="lemmatisiert" rid="glossary-lemmatisieren">lemmatisiert</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-property">Property</styled-content></term>
      <def>
        <p>Property steht für „Eigenschaft“, „Komponente“ oder
        „Attribut“. In der automatischen
        <xref alt="Annotation" rid="glossary-annotation">Annotation</xref>
        dienen konkrete Worteigenschaften wie Groß- und Kleinschreibung
        zur Klassifizierung von Wörtern oder Phrasen. Durch die
        Berücksichtigung solcher Eigenschaften in den
        <xref alt="Features" rid="glossary-feature">Features</xref>
        eines Tools kann
        <xref alt="maschinelles Lernen" rid="glossary-machine-learning">maschinelles
        Lernen</xref> bestimmter Phänomene umgesetzt werden. In der
        manuellen Annotation können als Properties auch Eigenschaften
        von
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        benannt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-reintext-version">Reintext-Version</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Reintext-Version ist die Version eines digitalen Textes
        oder einer Tabelle, in der keinerlei Formatierungen
        (Kursivierung, Metadatenauszeichnung etc.) enthalten sind.
        Reintext-Formate sind beispielsweise TXT, RTF und
        <xref alt="CSV" rid="glossary-csv">CSV</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-server">Server</styled-content></term>
      <def>
        <p>Ein Server kann sowohl hard- als auch softwarebasiert sein.
        Ein hardwarebasierter Server ist ein Computer, der in ein
        Rechnernetz eingebunden ist und der so Ressourcen über ein
        Netzwerk zur Verfügung stellt. Ein softwarebasierter Server
        hingegen ist ein Programm, das einen spezifischen Service
        bietet, welcher von anderen Programmen (Clients) lokal oder über
        ein Netzwerk in Anspruch genommen wird.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-tei">TEI</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die <italic>Text Encoding Initiative</italic> (TEI) ist ein
        Konsortium, das gemeinsam einen Standard für die Darstellung von
        Texten in digitaler Form entwickelt. Die TEI bietet
        beispielsweise Standards zur Kodierung von gedruckten Werken und
        zur Auszeichnung von sprachlichen Informationen in
        maschinenlesbaren Texten (siehe auch
        <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref> und
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup">Markup</xref>).</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-text-mining">Text
      Mining</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Text Mining ist eine textbasierte Form des
        <xref alt="Data Minings" rid="glossary-data-mining">Data
        Minings</xref>. Prozesse &amp; Methoden, computergestützt und
        automatisch Informationen bzw. Wissen aus unstrukturierten
        Textdaten zu extrahieren, werden als Text Mining
        zusammengefasst.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-type-token">Type/Token</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Begriffspaar „Type/Token“ wird grundsätzlich zur
        Unterscheidung von einzelnen Vorkommnissen (Token) und Typen
        (Types) von Wörtern oder Äußerungen in Texten genutzt. Ein Token
        ist also ein konkretes Exemplar eines bestimmten Typs, während
        ein Typ eine im Prinzip unbegrenzte Menge von Exemplaren (Token)
        umfasst.
        Es gibt allerdings etwas divergierende Definitionen zur
        Type-Token-Unterscheidung. Eine präzise Definition ist daher
        immer erstrebenswert. Der Satz „Ein Bär ist ein Bär.“ beinhaltet
        beispielsweise fünf Worttoken („Ein“, „Bär“, „ist“, „ein“,
        „Bär“) und drei Types, nämlich: „ein“, „Bär“, „ist“. Allerdings
        könnten auch vier Types, „Ein“, „ein“, „Bär“ und „ist“, als
        solche identifiziert werden, wenn Großbuchstaben beachtet
        werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-unicode">Unicode/UTF-8</styled-content></term>
      <def>
        <p>Unicode ist ein internationaler Standard, der für jedes
        Schriftzeichen oder Textelement einen digitalen Code festlegt.
        Dabei ist UTF-8 die am weitesten verbreitete Kodierung für
        Unicode-Zeichen. UTF-8 ist die international standardisierte
        Kodierungsform elektronischer Zeichen und kann von den meisten
        Digital-Humanities-Tools verarbeitet werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-web-mining">Web
      Mining</styled-content></term>
      <def>
        <p>Unter Web Mining versteht man die Anwendung von Techniken des
        <xref alt="Data Mining" rid="glossary-data-mining">Data
        Mining</xref> zur Extraktion von Informationen aus dem World
        Wide Web. Das Web Mining ist ein Teilbereich des Data Minings
        und zählt zu einem der wichtigsten Anwendungsgebiete für das
        <xref alt="Text Mining" rid="glossary-text-mining">Text
        Mining</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-wordcloud">Wordcloud</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine <italic>Wordcloud</italic> , oder auch Schlagwortwolke,
        ist eine Form der Informationsvisualisierung, beispielsweise von
        Worthäufigkeiten in einem Text oder einer Textsammlung. Dabei
        werden unterschiedlich gewichtete Wörter, wie die häufigsten
        Wörter, i.d.R. größer oder auf andere Weise hervorgehoben
        dargestellt. Die horizontale/vertikale Ausrichtung und die Farbe
        der dargestellten Wörter hat meistens allerdings keinen
        semantischen Mehrwert.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-xml">XML</styled-content></term>
      <def>
        <p>XML steht für <italic>Extensible Markup Language</italic> und
        ist eine Form von
        <xref alt="Markup Language" rid="glossary-markup-language">Markup
        Language</xref>, die sowohl computer- als auch menschenlesbar
        und hochgradig anpassbar ist. Dabei werden Textdateien
        hierarchisch strukturiert dargestellt und Zusatzinformationen i.
        d. R. in einer anderen Farbe als der eigentliche (schwarz
        gedruckte) Text dargestellt. Eine standardisierte Form von XML
        ist das <xref alt="TEI" rid="glossary-tei">TEI</xref>-XML.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-zip">ZIP</styled-content></term>
      <def>
        <p>ZIP steht für ein Dateiformat (zip = engl. Reißverschluss),
        in welchem mehrere Einzeldateien verlustfrei, komprimiert
        zusammengefasst werden. ZIP-Dateien werden beim Öffnen entweder
        automatisch entpackt oder lassen sich per Rechtsklick
        extrahieren.</p>
      </def>
    </def-item>
  </def-list>
</sec>
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<back>
<ref-list>
  <title>Bibliographie</title>
  <ref id="ref-fortext_2024_11074232">
    <mixed-citation>forTEXT. 2019a. Tutorial: Sicherheitsaufnahme für
    Internetprogramme Hinzufügen (Mac). 19. Januar.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.5281/zenodo.11074232">https://doi.org/10.5281/zenodo.11074232</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-fortext_2024_11074222">
    <mixed-citation>———. 2019b. Tutorial: Sicherheitsausnahme für
    Internetprogramme Hinzufügen (Windows). 25. Januar.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.5281/zenodo.11074222">https://doi.org/10.5281/zenodo.11074222</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-horstmannMethodenbeitragStilometrie2024">
    <mixed-citation>Horstmann, Jan. 2024a. Methodenbeitrag: Stilometrie.
    Hg. von Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 1. Stilometrie
    (26. Februar). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3769">10.48694/fortext.3769</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/stilometrie">https://fortext.net/routinen/methoden/stilometrie</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-horstmannToolbeitragStylo2024">
    <mixed-citation>———. 2024b. Toolbeitrag: Stylo. Hg. von Evelyn Gius.
    <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 1. Stilometrie (26. Februar). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3770">10.48694/fortext.3770</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/stylo">https://fortext.net/tools/tools/stylo</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
</ref-list>
</back>
</article>
