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<journal-id></journal-id>
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<journal-title>forTEXT</journal-title>
</journal-title-group>
<issn publication-format="electronic">2943-212X</issn>
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<publisher-name>Universitäts- und Landesbibliothek
Darmstadt</publisher-name>
<publisher-loc>Darmstadt</publisher-loc>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/fortext.3764</article-id>
<title-group>
<article-title>Toolbeitrag: WebAnno</article-title>
</title-group>
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<contrib contrib-type="author">
<contrib-id contrib-id-type="orcid">0000-0002-7952-4194</contrib-id>
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<surname>Schumacher</surname>
<given-names>Mareike</given-names>
</name>
<email>Mareike.Schumacher@sprachlit.uni-regensburg.de</email>
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<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>Bläß</surname>
<given-names>Sandra</given-names>
</name>
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<institution>Universität Regensburg</institution>
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<pub-date date-type="pub" publication-format="electronic" iso-8601-date="2024-08-07">
<day>7</day>
<month>8</month>
<year>2024</year>
</pub-date>
<volume>1</volume>
<issue>4</issue>
<issue-title>Manuelle Annotation</issue-title>
<pub-history>
<event>
<event-desc>Erstveröffentlichung: 30.10.2018 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/webanno">fortext.net</ext-link>
<date date-type="origdate" iso-8601-date="2018-10-30">
<day>30</day>
<month>10</month>
<year>2018</year>
</date>
</event-desc>
</event>
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<license-p>-This work is licensed under a Creative Commons
Attribution-ShareAlike 4.0 International License.</license-p>
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<body>
<p><bold>Erstveröffentlichung:</bold> 30.10.2018 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/webanno">fortext.net</ext-link></p>
<fig>
  <caption><p>Möglicher WebAnno Workflow: Upload der Texte als TXT,
  CoNLL, Uima XMI, binary CAS, WebLicht TCF, WebAnno TEI oder WebAnno
  TSV, annotieren über die grafische Nutzeroberfläche, download der
  annotierten Texte in einem von 11 Formaten (darunter 5 CoNNL-Formate,
  TXT, 3 UIMA-Formate, ein WebAnno TSV und ein WebLicht
  Format)</p></caption>
  <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="WebAnno_Screens-p.png" />
</fig>
<list list-type="bullet">
  <list-item>
    <p><bold>Systemanforderungen:</bold> Webbasiertes (vgl.
    <xref alt="Webanwendung" rid="glossary-webanwendung">Webanwendung</xref>)
    Tool, das vom eigenen PC oder einem
    <xref alt="Server" rid="glossary-server">Server</xref> in Safari
    oder Chrome geladen werden muss; einige Universitäten bieten
    Demoversionen von WebAnno auf ihren Servern an</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Stand der Entwicklung:</bold> Version 3.4.5 von 2018,
    WebAnno wird laufend weiter entwickelt</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Herausgeber:</bold> TU Darmstadt</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Lizenz:</bold> Open Source unter Apache 2.0 Lizenz</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Weblink:</bold>
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://webanno.github.io/webanno/downloads/">https://webanno.github.io/webanno/downloads/</ext-link></p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Im- und Export:</bold> Daten können als TXT (vgl.
    <xref alt="Reintext-Version" rid="glossary-reintext-version">Reintext-Version</xref>),
    CoNLL, Uima XMI, binary CAS, WebLicht TCF, WebAnno
    <xref alt="TEI" rid="glossary-tei">TEI</xref> oder WebAnno TSV
    importiert werden. Beim Export kann aus 11 Formaten gewählt werden,
    darunter 5 CoNNL-Formate, TXT, 3 UIMA-Formate, ein WebAnno TSV und
    ein WebLicht Format.</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Sprachen:</bold> Keine Angabe</p>
  </list-item>
</list>
<sec id="für-welche-fragestellungen-kann-webanno-eingesetzt-werden">
  <title>1. Für welche Fragestellungen kann WebAnno eingesetzt
  werden?</title>
  <p>Mit WebAnno können vor allem Fragestellungen bearbeitet werden, die
  sich auf klar definierte Einheiten von Texten beziehen. Dazu gehören
  Fragen wie: Welche Funktionen haben Ortsnennungen in literarischen
  Texten? Wo finden sich intertextuelle Bezüge von ausgewählten
  Autor*innen des 20. Jahrhunderts auf die Philosophie Nietzsches? Aber
  auch Fragen, die sich auf literaturwissenschaftliche Methoden als
  solche beziehen, können mit WebAnno bearbeitet werden. Ein Beispiel
  dafür wäre: Wie unterscheiden sich Interpretationen der
  narratologischen Kategorie „Zeit“, die von drei voneinander unabhängig
  arbeitenden Literaturwissenschaftler*innen erarbeitet werden?</p>
  <p>
  </p>
</sec>
<sec id="welche-funktionalitäten-bietet-webanno-und-wie-zuverlässig-ist-das-tool">
  <title>2. Welche Funktionalitäten bietet WebAnno und wie zuverlässig
  ist das Tool?</title>
  <p><italic>Funktionen (Auswahl)</italic>:</p>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Manuelle Annotation
      (<xref alt="Jacke 2024a" rid="ref-jackeMethodenbeitragManuelleAnnotation2018" ref-type="bibr">Jacke
      2024a</xref>) nach eigenen Kategorien oder linguistischen
      Standards</p>
      <list list-type="bullet">
        <list-item>
          <p>überlappende Annotation</p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p>widersprüchliche Annotation</p>
        </list-item>
      </list>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Arbeit an unterschiedlichen Projekten mit unterschiedlichen
      Team-Mitgliedern (vgl. Kollaboratives literaturwissenschaftliches
      Annotieren
      (<xref alt="Jacke 2024b" rid="ref-jackeMethodenbeitragKollaborativesLiteraturwissenschaftliches2018" ref-type="bibr">Jacke
      2024b</xref>))</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Training automatischer Annotation (vgl.
      <xref alt="Machine Learning" rid="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</xref>)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Kurationsfunktionen</p>
      <list list-type="bullet">
        <list-item>
          <p>Vergleich von Annotationen</p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p>Erarbeiten eines Annotator Agreements</p>
        </list-item>
      </list>
    </list-item>
  </list>
  <p><italic>Zuverlässigkeit</italic>: WebAnno wird aktuell laufend
  weiterentwickelt. Es treten bei der Anwendung zum Teil noch Fehler
  auf, die das Arbeiten mit WebAnno unterbrechen. Diese können aber an
  das Entwicklerteam zurückgemeldet und die Fehler daraufhin behoben
  werden.</p>
</sec>
<sec id="ist-webanno-für-dh-einsteigerinnen-geeignet">
  <title>3. Ist WebAnno für DH-Einsteiger*innen geeignet?</title>
  <table-wrap>
    <table>
      <thead>
        <tr>
          <th>Checkliste</th>
          <th>✓ / teilweise / –</th>
        </tr>
      </thead>
      <tbody>
        <tr>
          <td>Methodische Nähe zur traditionellen
          Literaturwissenschaft</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Grafische Benutzeroberfläche</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Intuitive Bedienbarkeit</td>
          <td>–</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Leichter Einstieg</td>
          <td>–</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Handbuch vorhanden</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Tutorials vorhanden</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Erklärung von Fachbegriffen</td>
          <td>teilweise</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Gibt es eine gute Nutzerbetreuung?</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
      </tbody>
    </table>
  </table-wrap>
  <p>Das Tool ist besonders für Computerlinguist*innen geeignet, die
  Übertragbarkeit auf Literaturwissenschaft ist zwar gegeben, aber wohl
  eher von DH-erfahrenen Wissenschaftler*innen umsetzbar.</p>
</sec>
<sec id="wie-etabliert-ist-webanno-in-den-literatur-wissenschaften">
  <title>4. Wie etabliert ist WebAnno in den
  (Literatur-)Wissenschaften?</title>
  <p>WebAnno wird von der DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) als Tool
  für manuelle linguistische Annotation empfohlen (vgl. DFG 2015). Es
  gibt einige wissenschaftliche Publikationen aus dem Team der
  WebAnno-Entwickler*innen, die sich allerdings ebenfalls primär an
  Computerlinguist*innen richten. Das Tool kann also innerhalb dieser
  Community als etabliert bezeichnet werden. In den (digitalen)
  Literaturwissenschaften wird WebAnno eher vereinzelt eingesetzt. Hier
  steht eine Domänenadaption (vgl.
  <xref alt="Domäneadaption" rid="glossary-domain-adaption">Domäneadaption</xref>)
  noch aus.</p>
</sec>
<sec id="unterstützt-webanno-kollaboratives-arbeiten">
  <title>5. Unterstützt WebAnno kollaboratives Arbeiten?</title>
  <p>Ja, WebAnno hat zahlreiche Funktionalitäten, die auf kollaboratives
  Arbeiten ausgelegt sind. Die Durchführung unterscheidet sich
  allerdings bei den beiden angebotenen Varianten stark (es gibt WebAnno
  sowohl zum Herunterladen auf den eigenen PC (Standalone-Variante) als
  auch als
  <xref alt="Server" rid="glossary-server">Server</xref>-Variante). Bei
  der Server-Variante ist gleichzeitiges kollaboratives Arbeiten an
  einem Projekt möglich. Bei der Standalone-Variante kann dieses nur
  durch einen Workaround aus Ex- und Imports nachgestellt werden.</p>
</sec>
<sec id="sind-meine-daten-bei-webanno-sicher">
  <title>6. Sind meine Daten bei WebAnno sicher?</title>
  <p>Ja. Sowohl bei der Server- als auch bei der Standalone-Variante von
  WebAnno werden alle Daten auf dem eigenen PC belassen. Bei der
  Server-Variante ist es möglich, dass sich mehrere Personen über ihren
  eigenen PC mit einem Projekt verbinden, dieses einsehen und Texte
  daraus herunterladen können. Dazu muss ein Administrator des Projektes
  ihnen zwar einen Nutzernamen und ein Passwort zuteilen, diese gelten
  aber nicht als personenbezogene Daten, da sie keine Rückschlüsse auf
  Individuen zulassen. Da die Zusammenarbeit in WebAnno in einem
  geschützten Rahmen stattfindet (nur, wer die entsprechenden Rechte
  innerhalb eines Projektes hat, kann Personen dazu einladen), ergeben
  sich keine datenschutz- oder urheberrechtlich bedenklichen
  Situationen.</p>
</sec>
<sec id="externe-und-weiterführende-links">
  <title>Externe und weiterführende Links</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>WebAnno:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://webanno.github.io/webanno/">https://web.archive.org/save/https://webanno.github.io/webanno/</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 03.07.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Forum zu WebAnno:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://groups.google.com/forum/#!forum/webanno-user">https://web.archive.org/save/https://groups.google.com/forum/#!forum/webanno-user</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 03.07.2024)</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="glossar">
  <title>Glossar</title>
  <def-list>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-annotation">Annotation</styled-content></term>
      <def>
        <p>Annotation beschreibt die manuelle oder automatische
        Hinzufügung von Zusatzinformationen zu einem Text. Die manuelle
        Annotation wird händisch durchgeführt, während die
        (teil-)automatisierte Annotation durch
        <xref alt="Machine-Learning-Verfahren" rid="glossary-machine-learning">Machine-Learning-Verfahren</xref>
        durchgeführt wird. Ein klassisches Beispiel ist das
        automatisierte
        <xref alt="PoS-Tagging" rid="glossary-pos">PoS-Tagging</xref>
        (Part-of-Speech-Tagging), welches oftmals als Grundlage
        (<xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>)
        für weitere Analysen wie Named Entity Recognition (NER) nötig
        ist. Annotationen können zudem deskriptiv oder analytisch
        sein.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-browser">Browser</styled-content></term>
      <def>
        <p>Mit Browser ist in der Regel ein Webbrowser gemeint, also ein
        Computerprogramm, mit dem das Anschauen, Navigieren auf, und
        Interagieren mit Webseiten möglich wird. Am häufigsten genutzt
        werden dafür Chrome, Firefox, Safari oder der Internet
        Explorer.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-csv">CSV</styled-content></term>
      <def>
        <p>CSV ist die englische Abkürzung für <italic>Comma Separated
        Values</italic>. Es handelt sich um ein Dateiformat zur
        einheitlichen Darstellung und Speicherung von einfach
        strukturierten Daten mit dem Kürzel <monospace>.csv</monospace>
        , sodass diese problemlos zwischen IT-Systemen ausgetauscht
        werden können. Dabei sind alle Daten zeilenweise angeordnet.
        Alle Zeilen wiederum sind in einzelne Datenfelder aufgeteilt,
        welche durch Trennzeichen wie Semikola oder Kommata getrennt
        werden können. In Programmen wie Excel können solche Textdateien
        als Tabelle angezeigt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-domain-adaption">Domäneadaption</styled-content></term>
      <def>
        <p>Domäneadaption beschreibt die Anpassung einer in einem
        Fachgebiet entwickelten digitalen Methode an ein anderes
        Fachgebiet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-html">HTML</styled-content></term>
      <def>
        <p>HTML steht für <italic>Hypertext Markup Language</italic> und
        ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung
        elektronischer Dokumente. HTML-Dokumente werden von
        <xref alt="Webbrowsern" rid="glossary-browser">Webbrowsern</xref>
        dargestellt und geben die Struktur und Online-Darstellung eines
        Textes vor. HTML-Dateien können außerdem zusätzliche
        <xref alt="Metainformationen" rid="glossary-metadaten">Metainformationen</xref>
        enthalten, die auf einer Webseite selbst nicht ersichtlich
        sind.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-lemmatisieren">Lemmatisieren</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Lemmatisierung von Textdaten gehört zu den wichtigen
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritten
        in der Textverarbeitung. Dabei werden alle Wörter
        (<xref alt="Token" rid="glossary-type-token">Token</xref>) eines
        Textes auf ihre Grundform zurückgeführt. So werden
        beispielsweise Flexionsformen wie „schneller“ und „schnelle“ dem
        Lemma „schnell“ zugeordnet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</styled-content></term>
      <def>
        <p>Machine Learning, bzw. maschinelles Lernen im Deutschen, ist
        ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Auf Grundlage
        möglichst vieler (Text-)Daten erkennt und erlernt ein Computer
        die häufig sehr komplexen Muster und Gesetzmäßigkeiten
        bestimmter Phänomene. Daraufhin können die aus den Daten
        gewonnen Erkenntnisse verallgemeinert werden und für neue
        Problemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten
        Daten verwendet werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup">Markup
      (Textauszeichung)</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Textauszeichnung (eng. <italic>Markup</italic>) fällt in
        den Bereich der Daten- bzw. Textverarbeitung, genauer in das
        Gebiet der Textformatierung, welche durch
        <xref alt="Auszeichnungssprachen" rid="glossary-markup-language">Auszeichnungssprachen</xref>
        wie <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref> implementiert
        wird. Dabei geht es um die Beschreibung, wie einzelne Elemente
        eines Textes beispielsweise auf Webseiten grafisch dargestellt
        werden sollen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup-language">Markup
      Language</styled-content></term>
      <def>
        <p>Markup Language bezeichnet eine maschinenlesbare
        Auszeichnungssprache, wie z.B.
        <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>, zur
        Formatierung und Gliederung von Texten und anderen Daten. So
        werden beispielsweise auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        durch ihre Digitalisierung oder ihre digitale Erstellung zu
        Markup, indem sie den Inhalt eines Dokumentes strukturieren.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-metadaten">Metadaten</styled-content></term>
      <def>
        <p>Metadaten oder Metainformationen sind strukturierte Daten,
        die andere Daten beschreiben. Dabei kann zwischen
        administrativen (z. B. Zugriffsrechte, Lizenzierung),
        deskriptiven (z. B. Textsorte), strukturellen (z. B. Absätze
        oder Kapitel eines Textes) und technischen (z. B. digitale
        Auflösung, Material) Metadaten unterschieden werden. Auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        bzw.
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup-language">Markup</xref>
        sind Metadaten, da sie Daten/Informationen sind, die den
        eigentlichen Textdaten hinzugefügt werden und Informationen über
        die Merkmale der beschriebenen Daten liefern.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-named-entities">Named
      Entities</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine Named Entity (NE) ist eine Entität, oft ein Eigenname,
        die meist in Form einer Nominalphrase zu identifizieren ist.
        Named Entities können beispielsweise Personen wie „Nils
        Holgerson“, Organisationen wie „WHO“ oder Orte wie „New York“
        sein. Named Entities können durch das Verfahren der Named Entity
        Recognition (NER) automatisiert ermittelt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pos">POS</styled-content></term>
      <def>
        <p>PoS steht für <italic>Part of Speech</italic> , oder
        „Wortart“ auf Deutsch. Das PoS-
        <xref alt="Tagging" rid="glossary-annotation">Tagging</xref>
        beschreibt die (automatische) Erfassung und Kennzeichnung von
        Wortarten in einem Text und ist of ein wichtiger
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritt,
        beispielsweise für die Analyse von
        <xref alt="Named Entities" rid="glossary-named-entities">Named
        Entities</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-preprocessing">Preprocessing</styled-content></term>
      <def>
        <p>Für viele digitale Methoden müssen die zu analysierenden
        Texte vorab „bereinigt“ oder „vorbereitet“ werden. Für
        statistische Zwecke werden Texte bspw. häufig in gleich große
        Segmente unterteilt (<italic>chunking</italic>), Großbuchstaben
        werden in Kleinbuchstaben verwandelt oder Wörter werden
        <xref alt="lemmatisiert" rid="glossary-lemmatisieren">lemmatisiert</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-reintext-version">Reintext-Version</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Reintext-Version ist die Version eines digitalen Textes
        oder einer Tabelle, in der keinerlei Formatierungen
        (Kursivierung, Metadatenauszeichnung etc.) enthalten sind.
        Reintext-Formate sind beispielsweise TXT, RTF und
        <xref alt="CSV" rid="glossary-csv">CSV</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-server">Server</styled-content></term>
      <def>
        <p>Ein Server kann sowohl hard- als auch softwarebasiert sein.
        Ein hardwarebasierter Server ist ein Computer, der in ein
        Rechnernetz eingebunden ist und der so Ressourcen über ein
        Netzwerk zur Verfügung stellt. Ein softwarebasierter Server
        hingegen ist ein Programm, das einen spezifischen Service
        bietet, welcher von anderen Programmen (Clients) lokal oder über
        ein Netzwerk in Anspruch genommen wird.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-tei">TEI</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die <italic>Text Encoding Initiative</italic> (TEI) ist ein
        Konsortium, das gemeinsam einen Standard für die Darstellung von
        Texten in digitaler Form entwickelt. Die TEI bietet
        beispielsweise Standards zur Kodierung von gedruckten Werken und
        zur Auszeichnung von sprachlichen Informationen in
        maschinenlesbaren Texten (siehe auch
        <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref> und
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup">Markup</xref>).</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-type-token">Type/Token</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Begriffspaar „Type/Token“ wird grundsätzlich zur
        Unterscheidung von einzelnen Vorkommnissen (Token) und Typen
        (Types) von Wörtern oder Äußerungen in Texten genutzt. Ein Token
        ist also ein konkretes Exemplar eines bestimmten Typs, während
        ein Typ eine im Prinzip unbegrenzte Menge von Exemplaren (Token)
        umfasst.
        Es gibt allerdings etwas divergierende Definitionen zur
        Type-Token-Unterscheidung. Eine präzise Definition ist daher
        immer erstrebenswert. Der Satz „Ein Bär ist ein Bär.“ beinhaltet
        beispielsweise fünf Worttoken („Ein“, „Bär“, „ist“, „ein“,
        „Bär“) und drei Types, nämlich: „ein“, „Bär“, „ist“. Allerdings
        könnten auch vier Types, „Ein“, „ein“, „Bär“ und „ist“, als
        solche identifiziert werden, wenn Großbuchstaben beachtet
        werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-webanwendung">Webanwendung</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine webbasierte Anwendung ist ein Anwendungsprogramm,
        welches eine Webseite als Schnittstelle oder Front-End
        verwendet. Im Gegensatz zu klassischen Desktopanwendungen werden
        diese nicht lokal auf dem Rechner der Nutzer*innen installiert,
        sondern können von jedem Computer über einen
        <xref alt="Webbrowser" rid="glossary-browser">Webbrowser</xref>
        „online“ genutzt werden. Webanwendungen erfordern daher kein
        spezielles Betriebssystem.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-xml">XML</styled-content></term>
      <def>
        <p>XML steht für <italic>Extensible Markup Language</italic> und
        ist eine Form von
        <xref alt="Markup Language" rid="glossary-markup-language">Markup
        Language</xref>, die sowohl computer- als auch menschenlesbar
        und hochgradig anpassbar ist. Dabei werden Textdateien
        hierarchisch strukturiert dargestellt und Zusatzinformationen i.
        d. R. in einer anderen Farbe als der eigentliche (schwarz
        gedruckte) Text dargestellt. Eine standardisierte Form von XML
        ist das <xref alt="TEI" rid="glossary-tei">TEI</xref>-XML.</p>
      </def>
    </def-item>
  </def-list>
</sec>
</body>
<back>
<ref-list>
  <title>Bibliographie</title>
  <ref id="ref-deutscheforschungsgemeinschaftEmpfehlungenDatentechnischenStandards2015">
    <mixed-citation>Deutsche Forschungsgemeinschaft. 2015.
    <italic>Empfehlungen zu datentechnischen Standards und Tools bei der
    Erhebung von Sprachkorpora</italic>.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/grundlagen_dfg_foerderung/informationen_fachwissenschaften/geisteswissenschaften/standards_sprachkorpora.pdf">http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/grundlagen_dfg_foerderung/informationen_fachwissenschaften/geisteswissenschaften/standards_sprachkorpora.pdf</ext-link>
    (zugegriffen: 25. Juni 2018).</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-eckartdecastilhoWebbasedToolIntegrated2016">
    <mixed-citation>Eckart de Castilho, Richard, Éva Mújdricza-Maydt,
    Yimam Seid Muhie, Silvana Hartmann, Iryna Gurevych, Anette Frank und
    Chris Bieman. 2016. A Web-based Tool for the Integrated Annotation
    of Semantic and Syntactic Structures. In: <italic>Proceedings of the
    workshop on Language Technology Resources and Tools for Digital
    Humanities (LT4DH)</italic>, 76–84. Osaka, Japan.
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://www.aclweb.org/anthology/W16-4011.pdf">https://www.aclweb.org/anthology/W16-4011.pdf</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-jackeMethodenbeitragKollaborativesLiteraturwissenschaftliches2018">
    <mixed-citation>Jacke, Janina. 2024b. Methodenbeitrag:
    Kollaboratives literaturwissenschaftliches Annotieren. Hg. von
    Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 4. Manuelle Annotation
    (7. August). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3749">10.48694/fortext.3749</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/kollaboratives-literaturwissenschaftliches-annotieren">https://fortext.net/routinen/methoden/kollaboratives-literaturwissenschaftliches-annotieren</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-jackeMethodenbeitragManuelleAnnotation2018">
    <mixed-citation>———. 2024a. Methodenbeitrag: Manuelle Annotation.
    Hg. von Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 4. Manuelle
    Annotation (7. August). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3748">10.48694/fortext.3748</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/manuelle-annotation">https://fortext.net/routinen/methoden/manuelle-annotation</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
</ref-list>
</back>
</article>
