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<journal-id></journal-id>
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<journal-title>forTEXT</journal-title>
</journal-title-group>
<issn publication-format="electronic">2943-212X</issn>
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<publisher-name>Universitäts- und Landesbibliothek
Darmstadt</publisher-name>
<publisher-loc>Darmstadt</publisher-loc>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/fortext.3742</article-id>
<title-group>
<article-title>Toolbeitrag: Abbyy FineReader</article-title>
</title-group>
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<contrib contrib-type="author">
<contrib-id contrib-id-type="orcid">0000-0002-7952-4194</contrib-id>
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<surname>Schumacher</surname>
<given-names>Mareike</given-names>
</name>
<email>Mareike.Schumacher@sprachlit.uni-regensburg.de</email>
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<institution>Universität Regensburg</institution>
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<volume>1</volume>
<issue>3</issue>
<issue-title>Textdigitalisierung und Edition</issue-title>
<pub-history>
<event>
<event-desc>Erstveröffentlichung: 15.07.2019 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/abbyy-finereader">fortext.net</ext-link>
<date date-type="origdate" iso-8601-date="2019-07-15">
<day>15</day>
<month>07</month>
<year>2019</year>
</date>
</event-desc>
</event>
</pub-history>
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<license license-type="open-access">
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<license-p>-This work is licensed under a Creative Commons
Attribution-ShareAlike 4.0 International License.</license-p>
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<body>
<p><bold>Erstveröffentlichung:</bold> 15.07.2019 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/abbyy-finereader">fortext.net</ext-link></p>
<fig>
  <caption><p>Der Workflow des Abbyy FineReaders: Import einer
  eingescannten Datei hochladen, Analyse sowie Umwandlung durch das Tool
  und Export der computerlesbaren Datei</p></caption>
  <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Abby_Finereader_Screens-p.png" />
</fig>
<list list-type="bullet">
  <list-item>
    <p><bold>Systemanforderungen:</bold> Abbyy FineReader ist für Linux,
    Mac OS und Windows erhältlich, die Versionen unterscheiden sich je
    nach Betriebssystem</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Stand der Entwicklung:</bold> Abbyy FineReader läuft in der
    14. Version</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Herausgeber:</bold> Abbyy Europe</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Lizenz:</bold> kostenpflichtig</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Weblink:</bold>
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://pdf.abbyy.com/de/">https://pdf.abbyy.com/de/</ext-link></p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Im- und Export:</bold> Importformate sind DOC-Formate,
    <xref alt="CSV" rid="glossary-csv">CSV</xref>, TIFF, JPEG,
    <xref alt="ZIP" rid="glossary-zip">ZIP</xref> und
    <xref alt="PDF" rid="glossary-pdf">PDF</xref>, Exportformate sind
    PDF, DOC-Formate, TXT (vgl.
    <xref alt="Reintext-Version" rid="glossary-reintext-version">Reintext-Version</xref>),
    CSV, ODT, PPT, <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>,
    RTF, EPUB, FB2, DjVu</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Sprachen:</bold> Erkennungssprachen knapp 200, Sprachen der
    Benutzeroberfläche: 30</p>
  </list-item>
</list>
<sec id="für-welche-fragestellungen-kann-der-abbyy-finereader-eingesetzt-werden">
  <title>1. Für welche Fragestellungen kann der Abbyy FineReader
  eingesetzt werden?</title>
  <p>Der Abbyy FineReader ist ein Tool zur Optical Character Recognition
  (<xref alt="OCR" rid="glossary-ocr">OCR</xref>), die eingescannte
  Texte computerlesbar macht (vgl. Möglichkeiten der Textdigitalisierung
  (<xref alt="Horstmann 2024a" rid="ref-horstmannMethodenbeitragMoglichkeitenTextdigitalisierung2018" ref-type="bibr">Horstmann
  2024a</xref>)). Das Tool unterstützt v.a. die Vorbereitung von
  Forschungsprojekten, deren Fokus auf Werken liegt, die noch nicht
  gemeinfrei (vgl.
  <xref alt="Open Access" rid="glossary-open-access">Open Access</xref>)
  sind und die deshalb zunächst in ein Format umgewandelt werden müssen,
  mit dem Sie digital arbeiten können. Eine mögliche Fragestellung wäre:
  Wie wird die Stadt in Alfred Döblins <italic>Berlin
  Alexanderplatz</italic> dargestellt?</p>
</sec>
<sec id="welche-funktionalitäten-bietet-der-abbyy-finereader-und-wie-zuverlässig-ist-das-tool">
  <title>2. Welche Funktionalitäten bietet der Abbyy FineReader und wie
  zuverlässig ist das Tool?</title>
  <p><italic>Funktionen</italic>:</p>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Optical Character Recognition (OCR)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Vorschläge für zu überprüfende Textstellen
      (Kontrollfunktion)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Export von FineReader-Dokumenten als bearbeitbare Textdokumente
      (z. B.: TXT, DOCX)</p>
    </list-item>
  </list>
  <p><italic>Zuverlässigkeit</italic>: Der Abbyy FineReader läuft sehr
  zuverlässig und hochperformant. Die automatische Erkennung von Text in
  Scans ist gut, aber nicht fehlerfrei. Die Vorschlagsfunktion zur
  Überprüfung von Textstellen, die das Tool nicht eindeutig erkennen
  konnte, ist äußerst hilfreich. Mit Hilfe dieser Funktion können Sie
  die erkannten Texte zügig überprüfen und ggf. manuell korrigieren. Von
  einer Nutzung ohne anschließende Überprüfung wird abgeraten, da die
  Fehlerquote dafür zu hoch ist. Leider ist die Funktionalität zur
  halbautomatischen Überprüfung der OCR-Ergebnisse nicht für die
  MacOS-Version implementiert. Nutzen Sie den Abbyy FineReader daher am
  besten mit einem Windows-Betriebssystem.</p>
</sec>
<sec id="ist-der-abbyy-finereader-für-dh-einsteigerinnen-geeignet">
  <title>3. Ist der Abbyy FineReader für DH-Einsteiger*innen
  geeignet?</title>
  <table-wrap>
    <table>
      <thead>
        <tr>
          <th>Checkliste</th>
          <th>✓ / teilweise / -</th>
        </tr>
      </thead>
      <tbody>
        <tr>
          <td>Methodische Nähe zur traditionellen
          Literaturwissenschaft</td>
          <td>-</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Grafische Benutzeroberfläche</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Intuitive Bedienbarkeit</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Leichter Einstieg</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Handbuch vorhanden</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Handbuch aktuell</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Tutorials vorhanden</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Erklärung von Fachbegriffen</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Gibt es eine gute Nutzerbetreuung?</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
      </tbody>
    </table>
  </table-wrap>
  <p>Die Digitalisierung von Textdokumenten, die der Abbyy FineReader
  erleichtert, ist nicht Teil des eigentlichen geisteswissenschaftlichen
  Forschungsprozesses. Die Aufbereitung von Texten mit Hilfe der
  automatischen Texterkennung stellt allerdings in vielen Fällen einen
  essentiellen Teil der literaturwissenschaftlichen Arbeit dar: Um
  überhaupt (digital) mit Texten arbeiten zu können, müssen diese in
  einem geeigneten Format vorliegen. In der Regel stellt die
  Digitalisierung von Textdokumenten also auch für weniger technikaffine
  Forscher*innen einen wichtigen Teil ihres Arbeitsprozesses dar. Der
  Abbyy FineReader bietet umfangreiche Tutorials für den Einstieg in die
  Nutzung und einen Support, der nach Versionen gestaffelt ist.
  Insbesondere für die aktuelle Version gibt es einen sehr umfangreichen
  technischen Support, die Vorgänger-Version verfügt über einen leicht
  eingeschränkten Support. Für Versionen, die noch älter sind, gibt es
  keinen Support mehr.</p>
  <p>Die Nutzung des Abbyy FineReaders ist kostenpflichtig. Allerdings
  können einige der Funktionen in limitiertem Umfang kostenfrei im
  Handschriften-Digitalisierungs-Tool Transkribus
  (<xref alt="Horstmann 2024b" rid="ref-horstmannToolbeitragTranskribus2018" ref-type="bibr">Horstmann
  2024b</xref>) genutzt werden (vgl. Digitale Manuskriptanalyse
  (<xref alt="Horstmann 2024c" rid="ref-horstmannMethodenbeitragDigitaleManuskriptanalyse2018" ref-type="bibr">Horstmann
  2024c</xref>)).</p>
</sec>
<sec id="wie-etabliert-ist-der-abbyy-finereader-in-den-literatur-wissenschaften">
  <title>4. Wie etabliert ist der Abbyy FineReader in den
  (Literatur-)Wissenschaften?</title>
  <p>Der Abbyy FineReader findet vor allem in computerlinguistischen und
  informationstechnologischen Publikationen Erwähnung und kann somit als
  gut etabliert eingestuft werden. Da die Digitalisierung von Texten für
  geisteswissenschaftliche Forschungsprozesse eher eine Vorbereitung der
  Forschungsarbeit als Teil des Analyseprozesses oder gar -gegenstandes
  ist, findet er hier wenig Erwähnung.</p>
</sec>
<sec id="unterstützt-der-abbyy-finereader-kollaboratives-arbeiten">
  <title>5. Unterstützt der Abbyy FineReader kollaboratives
  Arbeiten?</title>
  <p>Nein, der Abbyy FineReader ist für die Einzelnutzung optimiert.</p>
</sec>
<sec id="sind-meine-daten-beim-abbyy-finereader-sicher">
  <title>6. Sind meine Daten beim Abbyy FineReader sicher?</title>
  <p>Ja, da der Abbyy FineReader auf Ihrem eigenen Computer installiert
  und ohne eine Verbindung zum Internet verwendet wird, ist die Nutzung
  aus datenschutzrechtlicher Perspektive unbedenklich.</p>
</sec>
<sec id="externe-und-weiterführende-links">
  <title>Externe und weiterführende Links</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Abby FineReader:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://pdf.abbyy.com/de/">https://web.archive.org/save/https://pdf.abbyy.com/de/</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 04.06.2024)</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="glossar">
  <title>Glossar</title>
  <def-list>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-annotation">Annotation</styled-content></term>
      <def>
        <p>Annotation beschreibt die manuelle oder automatische
        Hinzufügung von Zusatzinformationen zu einem Text. Die manuelle
        Annotation wird händisch durchgeführt, während die
        (teil-)automatisierte Annotation durch
        <xref alt="Machine-Learning-Verfahren" rid="glossary-machine-learning">Machine-Learning-Verfahren</xref>
        durchgeführt wird. Ein klassisches Beispiel ist das
        automatisierte
        <xref alt="PoS-Tagging" rid="glossary-pos">PoS-Tagging</xref>
        (Part-of-Speech-Tagging), welches oftmals als Grundlage
        (<xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>)
        für weitere Analysen wie Named Entity Recognition (NER) nötig
        ist. Annotationen können zudem deskriptiv oder analytisch
        sein.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-browser">Browser</styled-content></term>
      <def>
        <p>Mit Browser ist in der Regel ein Webbrowser gemeint, also ein
        Computerprogramm, mit dem das Anschauen, Navigieren auf, und
        Interagieren mit Webseiten möglich wird. Am häufigsten genutzt
        werden dafür Chrome, Firefox, Safari oder der Internet
        Explorer.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-csv">CSV</styled-content></term>
      <def>
        <p>CSV ist die englische Abkürzung für <italic>Comma Separated
        Values</italic>. Es handelt sich um ein Dateiformat zur
        einheitlichen Darstellung und Speicherung von einfach
        strukturierten Daten mit dem Kürzel <monospace>.csv</monospace>
        , sodass diese problemlos zwischen IT-Systemen ausgetauscht
        werden können. Dabei sind alle Daten zeilenweise angeordnet.
        Alle Zeilen wiederum sind in einzelne Datenfelder aufgeteilt,
        welche durch Trennzeichen wie Semikola oder Kommata getrennt
        werden können. In Programmen wie Excel können solche Textdateien
        als Tabelle angezeigt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-html">HTML</styled-content></term>
      <def>
        <p>HTML steht für <italic>Hypertext Markup Language</italic> und
        ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung
        elektronischer Dokumente. HTML-Dokumente werden von
        <xref alt="Webbrowsern" rid="glossary-browser">Webbrowsern</xref>
        dargestellt und geben die Struktur und Online-Darstellung eines
        Textes vor. HTML-Dateien können außerdem zusätzliche
        <xref alt="Metainformationen" rid="glossary-metadaten">Metainformationen</xref>
        enthalten, die auf einer Webseite selbst nicht ersichtlich
        sind.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-lemmatisieren">Lemmatisieren</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Lemmatisierung von Textdaten gehört zu den wichtigen
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritten
        in der Textverarbeitung. Dabei werden alle Wörter
        (<xref alt="Token" rid="glossary-type-token">Token</xref>) eines
        Textes auf ihre Grundform zurückgeführt. So werden
        beispielsweise Flexionsformen wie „schneller“ und „schnelle“ dem
        Lemma „schnell“ zugeordnet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</styled-content></term>
      <def>
        <p>Machine Learning, bzw. maschinelles Lernen im Deutschen, ist
        ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Auf Grundlage
        möglichst vieler (Text-)Daten erkennt und erlernt ein Computer
        die häufig sehr komplexen Muster und Gesetzmäßigkeiten
        bestimmter Phänomene. Daraufhin können die aus den Daten
        gewonnen Erkenntnisse verallgemeinert werden und für neue
        Problemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten
        Daten verwendet werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup-language">Markup
      Language</styled-content></term>
      <def>
        <p>Markup Language bezeichnet eine maschinenlesbare
        Auszeichnungssprache, wie z.B.
        <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>, zur
        Formatierung und Gliederung von Texten und anderen Daten. So
        werden beispielsweise auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        durch ihre Digitalisierung oder ihre digitale Erstellung zu
        Markup, indem sie den Inhalt eines Dokumentes strukturieren.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-metadaten">Metadaten</styled-content></term>
      <def>
        <p>Metadaten oder Metainformationen sind strukturierte Daten,
        die andere Daten beschreiben. Dabei kann zwischen
        administrativen (z. B. Zugriffsrechte, Lizenzierung),
        deskriptiven (z. B. Textsorte), strukturellen (z. B. Absätze
        oder Kapitel eines Textes) und technischen (z. B. digitale
        Auflösung, Material) Metadaten unterschieden werden. Auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        bzw.
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup-language">Markup</xref>
        sind Metadaten, da sie Daten/Informationen sind, die den
        eigentlichen Textdaten hinzugefügt werden und Informationen über
        die Merkmale der beschriebenen Daten liefern.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-named-entities">Named
      Entities</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine Named Entity (NE) ist eine Entität, oft ein Eigenname,
        die meist in Form einer Nominalphrase zu identifizieren ist.
        Named Entities können beispielsweise Personen wie „Nils
        Holgerson“, Organisationen wie „WHO“ oder Orte wie „New York“
        sein. Named Entities können durch das Verfahren der Named Entity
        Recognition (NER) automatisiert ermittelt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-ocr">OCR</styled-content></term>
      <def>
        <p>OCR steht für <italic>Optical Character Recognition</italic>
        und bezeichnet die automatische Texterkennung von gedruckten
        Texten, d. h. ein Computer „liest“ ein eingescanntes Dokument,
        erkennt und erfasst den Text darin und generiert daraufhin eine
        elektronische Version.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-open-access">Open
      Access</styled-content></term>
      <def>
        <p>Open Access bezeichnet den freien Zugang zu
        wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im
        Internet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pdf">PDF</styled-content></term>
      <def>
        <p>PDF steht für <italic>Portable Document Format</italic> . Es
        handelt sich um ein plattformunabhängiges Dateiformat, dessen
        Inhalt auf jedem Gerät und in jedem Programm originalgetreu
        wiedergegeben wird. PDF-Dateien können Bilddateien (z. B. Scans
        von Texten) oder computerlesbarer Text sein. Ein lesbares PDF
        ist entweder ein
        <xref alt="OCR" rid="glossary-ocr">OCR</xref>ter Scan oder ein
        am Computer erstellter Text.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pos">POS</styled-content></term>
      <def>
        <p>PoS steht für <italic>Part of Speech</italic> , oder
        „Wortart“ auf Deutsch. Das PoS-
        <xref alt="Tagging" rid="glossary-annotation">Tagging</xref>
        beschreibt die (automatische) Erfassung und Kennzeichnung von
        Wortarten in einem Text und ist of ein wichtiger
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritt,
        beispielsweise für die Analyse von
        <xref alt="Named Entities" rid="glossary-named-entities">Named
        Entities</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-preprocessing">Preprocessing</styled-content></term>
      <def>
        <p>Für viele digitale Methoden müssen die zu analysierenden
        Texte vorab „bereinigt“ oder „vorbereitet“ werden. Für
        statistische Zwecke werden Texte bspw. häufig in gleich große
        Segmente unterteilt (<italic>chunking</italic>), Großbuchstaben
        werden in Kleinbuchstaben verwandelt oder Wörter werden
        <xref alt="lemmatisiert" rid="glossary-lemmatisieren">lemmatisiert</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-reintext-version">Reintext-Version</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Reintext-Version ist die Version eines digitalen Textes
        oder einer Tabelle, in der keinerlei Formatierungen
        (Kursivierung, Metadatenauszeichnung etc.) enthalten sind.
        Reintext-Formate sind beispielsweise TXT, RTF und
        <xref alt="CSV" rid="glossary-csv">CSV</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-type-token">Type/Token</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Begriffspaar „Type/Token“ wird grundsätzlich zur
        Unterscheidung von einzelnen Vorkommnissen (Token) und Typen
        (Types) von Wörtern oder Äußerungen in Texten genutzt. Ein Token
        ist also ein konkretes Exemplar eines bestimmten Typs, während
        ein Typ eine im Prinzip unbegrenzte Menge von Exemplaren (Token)
        umfasst.
        Es gibt allerdings etwas divergierende Definitionen zur
        Type-Token-Unterscheidung. Eine präzise Definition ist daher
        immer erstrebenswert. Der Satz „Ein Bär ist ein Bär.“ beinhaltet
        beispielsweise fünf Worttoken („Ein“, „Bär“, „ist“, „ein“,
        „Bär“) und drei Types, nämlich: „ein“, „Bär“, „ist“. Allerdings
        könnten auch vier Types, „Ein“, „ein“, „Bär“ und „ist“, als
        solche identifiziert werden, wenn Großbuchstaben beachtet
        werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-zip">ZIP</styled-content></term>
      <def>
        <p>ZIP steht für ein Dateiformat (zip = engl. Reißverschluss),
        in welchem mehrere Einzeldateien verlustfrei, komprimiert
        zusammengefasst werden. ZIP-Dateien werden beim Öffnen entweder
        automatisch entpackt oder lassen sich per Rechtsklick
        extrahieren.</p>
      </def>
    </def-item>
  </def-list>
</sec>
</body>
<back>
<ref-list>
  <title>Bibliographie</title>
  <ref id="ref-horstmannMethodenbeitragDigitaleManuskriptanalyse2018">
    <mixed-citation>Horstmann, Jan. 2024c. Methodenbeitrag: Digitale
    Manuskriptanalyse. Hg. von Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic> 1,
    Nr. 3. Textdigitalisierung und Edition (12. Juni). doi:
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    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/digitale-manuskriptanalyse">https://fortext.net/routinen/methoden/digitale-manuskriptanalyse</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-horstmannMethodenbeitragMoglichkeitenTextdigitalisierung2018">
    <mixed-citation>———. 2024a. Methodenbeitrag: Möglichkeiten der
    Textdigitalisierung. Hg. von Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic>
    1, Nr. 3. Textdigitalisierung und Edition (12. Juni). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3741">10.48694/fortext.3741</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/moeglichkeiten-der-textdigitalisierung">https://fortext.net/routinen/methoden/moeglichkeiten-der-textdigitalisierung</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
  <ref id="ref-horstmannToolbeitragTranskribus2018">
    <mixed-citation>———. 2024b. Toolbeitrag: Transkribus. Hg. von Evelyn
    Gius. <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 3. Textdigitalisierung und
    Edition (12. Juni). doi:
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    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/transkribus">https://fortext.net/tools/tools/transkribus</ext-link>.</mixed-citation>
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</article>
