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<journal-meta>
<journal-id></journal-id>
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<journal-title>forTEXT</journal-title>
</journal-title-group>
<issn publication-format="electronic">2943-212X</issn>
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<publisher-name>Universitäts- und Landesbibliothek
Darmstadt</publisher-name>
<publisher-loc>Darmstadt</publisher-loc>
</publisher>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/fortext.3728</article-id>
<title-group>
<article-title>Toolbeitrag: DARIAH Topics Explorer</article-title>
</title-group>
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<contrib contrib-type="author">
<contrib-id contrib-id-type="orcid">0000-0002-7952-4194</contrib-id>
<name>
<surname>Schumacher</surname>
<given-names>Mareike</given-names>
</name>
<email>Mareike.Schumacher@sprachlit.uni-regensburg.de</email>
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<institution>Universität Regensburg</institution>
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<pub-date date-type="pub" publication-format="electronic" iso-8601-date="2024-07-10">
<day>10</day>
<month>7</month>
<year>2024</year>
</pub-date>
<volume>1</volume>
<issue>8</issue>
<issue-title>Topic Modeling</issue-title>
<pub-history>
<event>
<event-desc>Erstveröffentlichung: 10.12.2018 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/dariah-topics-explorer">fortext.net</ext-link>
<date date-type="origdate" iso-8601-date="2018-12-10">
<day>10</day>
<month>12</month>
<year>2018</year>
</date>
</event-desc>
</event>
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<license license-type="open-access">
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<license-p>-This work is licensed under a Creative Commons
Attribution-ShareAlike 4.0 International License.</license-p>
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<body>
<p><bold>Erstveröffentlichung:</bold> 10.12.2018 auf <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/tools/tools/dariah-topics-explorer">fortext.net</ext-link></p>
<fig>
  <caption><p>Abb. 1: Der Workflow des DARIAH Topics Explorer: Ein
  Korpus aus mehreren Texten im TXT- oder XML-Format hochladen und die
  Parameter festlegen, Daten in Tabellenform und Visualisierungen auf
  dem Bildschirm ansehen und auswerten, oder eine ZIP-Datei mit
  Tabellendokumenten und Grafiken als HTML herunterladen.</p></caption>
  <graphic mimetype="image" mime-subtype="png" xlink:href="Topics_Explorer_Screens-p.png" />
</fig>
<list list-type="bullet">
  <list-item>
    <p><bold>Systemanforderungen:</bold> Der Topics Explorer läuft auf
    Windows-, Mac- und Linux-PCs, ist offline und ohne Installation
    nutzbar. <italic>Hinweis</italic>: Mit der Veröffentlichung von
    macOS 10.15 Catalina hat Apple neue Sicherheitsfunktionen
    eingeführt, die zu Problemen beim Starten des TopicsExplorer führen.
    Als vorübergehende Abhilfe folgen Sie den Anweisungen auf
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://dariah-de.github.io/TopicsExplorer/#getting%20started">dieser
    Webseite</ext-link>, um die Anwendung aus dem Quellcode zu
    installieren.</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Stand der Entwicklung:</bold> Die Version 2.0 des Topics
    Explorers wurde im Dezember 2018 herausgebracht und wird auch
    weiterhin fortentwickelt.</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Herausgeber:</bold> Severin Simmler für DARIAH-DE</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Lizenz:</bold> Kostenfrei</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Weblink:</bold>
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://github.com/DARIAH-DE/TopicsExplorer">https://github.com/DARIAH-DE/TopicsExplorer</ext-link></p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Im- und Export:</bold> Der Topics Explorer benötigt
    mindestens 5 Textdokumente im TXT- (vgl.
    <xref alt="Reintext-Version" rid="glossary-reintext-version">Reintext-Version</xref>)
    oder <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref>- Format, um
    daraus Topics zu generieren. Die Daten und Visualisierungen können
    in unterschiedlichen Formaten heruntergeladen werden (darunter
    <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>, Tabellenformate
    und Bildformate).</p>
  </list-item>
  <list-item>
    <p><bold>Sprachen:</bold> Keine Angabe</p>
  </list-item>
</list>
<sec id="für-welche-fragestellungen-kann-der-dariah-topics-explorer-eingesetzt-werden">
  <title>1. Für welche Fragestellungen kann der DARIAH Topics Explorer
  eingesetzt werden?</title>
  <p>Der Topics Explorer eignet sich besonders zur explorativen
  Untersuchung (vgl.
  <xref alt="Distant Reading" rid="glossary-distant-reading">Distant
  Reading</xref>) von Fragen nach Themenfeldern in größeren
  Textsammlungen (vgl.
  <xref alt="Korpus" rid="glossary-korpus">Korpus</xref>). Das können z.
  B. wiederkehrende Motive im Werk eines Autors sein oder Themen von
  Texten einer ganzen Epoche.</p>
</sec>
<sec id="welche-funktionalitäten-bietet-der-dariah-topics-explorer-und-wie-zuverlässig-ist-das-tool">
  <title>2. Welche Funktionalitäten bietet der DARIAH Topics Explorer
  und wie zuverlässig ist das Tool?</title>
  <p><italic>Funktionen</italic>:</p>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>Zerlegung von Textdokumenten in Ein-Wort-Listen (Tokenization
      (vgl.
      <xref alt="Type/Token" rid="glossary-type-token">Type/Token</xref>))</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Verwendung von
      <xref alt="Stoppwortliste" rid="glossary-stoppwortliste">Stoppwortliste</xref>n</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Auswahl einer Anzahl von Topics</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Auswahl einer Anzahl von Durchgängen des
      <xref alt="Machine Learning" rid="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</xref>-Prozesses</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>Visualisierung der Topics</p>
    </list-item>
  </list>
  <p><italic>Zuverlässigkeit</italic>: Der Topics Explorer wurde für
  DH-Einsteiger*innen entwickelt, die
  <xref alt="Topic Modeling" rid="glossary-topic-modeling">Topic
  Modeling</xref> mit Hilfe einer grafischen Nutzeroberfläche (vgl.
  <xref alt="GUI" rid="glossary-gui">GUI</xref>) durchführen möchten.
  Das Tool ist nicht darauf ausgelegt, große Textsammlungen auszuwerten.
  Mit kleineren Sammlungen (bis zu 100 oder 200 Texte) läuft das Tool
  sehr zuverlässig. Die Erstellung der Topics läuft vergleichsweise
  zügig, kann jedoch nach Größe der Textsammlung variieren.</p>
</sec>
<sec id="ist-der-dariah-topics-explorer-für-dh-einsteigerinnen-geeignet">
  <title>3. Ist der DARIAH Topics Explorer für DH-Einsteiger*innen
  geeignet?</title>
  <table-wrap>
    <table>
      <thead>
        <tr>
          <th>Checkliste</th>
          <th>✓ / teilweise /-</th>
        </tr>
      </thead>
      <tbody>
        <tr>
          <td>Methodische Nähe zur traditionellen
          Literaturwissenschaft</td>
          <td>-</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Grafische Benutzeroberfläche</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Intuitive Bedienbarkeit</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Leichter Einstieg</td>
          <td>✓</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Handbuch vorhanden</td>
          <td>-</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Handbuch aktuell</td>
          <td>-</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Tutorials vorhanden</td>
          <td>-</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Erklärung von Fachbegriffen</td>
          <td>-</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>Gibt es eine gute Nutzerbetreuung?</td>
          <td>teilweise</td>
        </tr>
      </tbody>
    </table>
  </table-wrap>
  <p>Der Topics Explorer setzt zwar keine technischen Fertigkeiten,
  dafür aber Grundkenntnisse in der Methodik des Topic Modeling voraus
  (vgl. Topic Modeling
  (<xref alt="Horstmann 2024" rid="ref-horstmannMethodenbeitragTopicModeling2018" ref-type="bibr">Horstmann
  2024</xref>)). Fachbegriffe wie
  <xref alt="LDA" rid="glossary-lda">LDA</xref> werden genannt, aber
  nicht weiter erklärt. Alle erklärenden Texte sind in englischer
  Sprache verfasst. Die Nutzerbetreuung findet über
  <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/DARIAH-DE/TopicsExplorer/issues">GitHub</ext-link>
  statt und eine Problemlösung kann nach eigenen Angaben der Entwickler
  unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen.</p>
</sec>
<sec id="wie-etabliert-ist-der-dariah-topics-explorer-in-den-literatur-wissenschaften">
  <title>4. Wie etabliert ist der DARIAH Topics Explorer in den
  (Literatur-)Wissenschaften?</title>
  <p>Der Topics Explorer wurde im Frühjahr 2018 als Beta-Version und im
  Dezember desselben Jahres als Version 2.0 herausgegeben. Damit ist das
  Tool zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr jung und wurde bisher nicht in
  literaturwissenschaftlichen Publikationen erwähnt.</p>
</sec>
<sec id="unterstützt-der-dariah-topics-explorer-kollaboratives-arbeiten">
  <title>5. Unterstützt der DARIAH Topics Explorer kollaboratives
  Arbeiten?</title>
  <p>Nein, der Topics Explorer hat keine Funktionalitäten, die
  kollaborativ genutzt werden können.</p>
</sec>
<sec id="sind-meine-daten-beim-dariah-topics-explorer-sicher">
  <title>6. Sind meine Daten beim DARIAH Topics Explorer sicher?</title>
  <p>Ja. Für die Nutzung des Topics Explorers ist keine Angabe
  persönlicher Daten notwendig. Die verarbeiteten Textdaten bleiben auf
  dem eigenen PC. Die Nutzung des Topics Explorers ist also unter
  persönlichkeitsrechtlichen und auch unter urheberrechtlichen
  Gesichtspunkten unproblematisch.</p>
</sec>
<sec id="externe-und-weiterführende-links">
  <title>Externe und weiterführende Links</title>
  <list list-type="bullet">
    <list-item>
      <p>DARIAH Topics Explorer auf GitHub:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://dariah-de.github.io/TopicsExplorer/#the-application">https://dariah-de.github.io/TopicsExplorer/#the-application</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 17.09.2024)</p>
    </list-item>
    <list-item>
      <p>DARIAH TOpics Exlporer Nutzer*innenbetreuung:
      <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://web.archive.org/save/https://github.com/DARIAH-DE/TopicsExplorer/issues">https://web.archive.org/save/https://github.com/DARIAH-DE/TopicsExplorer/issues</ext-link>
      (Letzter Zugriff: 17.09.2024)</p>
    </list-item>
  </list>
</sec>
<sec id="glossar">
  <title>Glossar</title>
  <def-list>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-annotation">Annotation</styled-content></term>
      <def>
        <p>Annotation beschreibt die manuelle oder automatische
        Hinzufügung von Zusatzinformationen zu einem Text. Die manuelle
        Annotation wird händisch durchgeführt, während die
        (teil-)automatisierte Annotation durch
        <xref alt="Machine-Learning-Verfahren" rid="glossary-machine-learning">Machine-Learning-Verfahren</xref>
        durchgeführt wird. Ein klassisches Beispiel ist das
        automatisierte
        <xref alt="PoS-Tagging" rid="glossary-pos">PoS-Tagging</xref>
        (Part-of-Speech-Tagging), welches oftmals als Grundlage
        (<xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>)
        für weitere Analysen wie Named Entity Recognition (NER) nötig
        ist. Annotationen können zudem deskriptiv oder analytisch
        sein.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-browser">Browser</styled-content></term>
      <def>
        <p>Mit Browser ist in der Regel ein Webbrowser gemeint, also ein
        Computerprogramm, mit dem das Anschauen, Navigieren auf, und
        Interagieren mit Webseiten möglich wird. Am häufigsten genutzt
        werden dafür Chrome, Firefox, Safari oder der Internet
        Explorer.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-close-reading">Close
      Reading</styled-content></term>
      <def>
        <p>Close Reading bezeichnet die sorgfältige Lektüre und
        Interpretation eines einzelnen oder weniger Texte. Close Reading
        ist in der digitalen Literaturwissenschaft außerdem mit der
        manuellen
        <xref alt="Annotation" rid="glossary-annotation">Annotation</xref>
        textueller Phänomene verbunden (vgl. auch
        <xref alt="Distant Reading" rid="glossary-distant-reading">Distant
        Reading</xref> als Gegenbegriff).</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-commandline">Commandline</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Commandline (engl. <italic>command line
        interface</italic> (CLI)), auch Kommandozeile, Konsole, Terminal
        oder Eingabeaufforderung genannt, ist die direkteste Methode zur
        Interaktion eines Menschen mit einem Computer. Programme ohne
        eine grafische Benutzeroberfläche
        (<xref alt="GUI" rid="glossary-gui">GUI</xref>) werden i. d. R.
        durch Texteingabe in die Commandline gesteuert. Um die
        Commandline zu öffnen, klicken Sie auf Ihrem Mac „cmd“ +
        „space“, geben „Terminal“ ein und doppelklicken auf das
        Suchergebnis. Bei Windows klicken Sie die Windowstaste + „R“,
        geben „cmd.exe“ ein und klicken Enter.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-csv">CSV</styled-content></term>
      <def>
        <p>CSV ist die englische Abkürzung für <italic>Comma Separated
        Values</italic>. Es handelt sich um ein Dateiformat zur
        einheitlichen Darstellung und Speicherung von einfach
        strukturierten Daten mit dem Kürzel <monospace>.csv</monospace>
        , sodass diese problemlos zwischen IT-Systemen ausgetauscht
        werden können. Dabei sind alle Daten zeilenweise angeordnet.
        Alle Zeilen wiederum sind in einzelne Datenfelder aufgeteilt,
        welche durch Trennzeichen wie Semikola oder Kommata getrennt
        werden können. In Programmen wie Excel können solche Textdateien
        als Tabelle angezeigt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-distant-reading">Distant
      Reading</styled-content></term>
      <def>
        <p>Distant Reading ist ein Ansatz aus den digitalen
        Literaturwissenschaften, bei dem computationelle Verfahren auf
        häufig große Mengen an Textdaten angewandt werden, ohne dass die
        Texte selber gelesen werden. Meist stehen hier quantitative
        Analysen im Vordergrund, es lassen sich jedoch auch qualitative
        <xref alt="Metadaten" rid="glossary-metadaten">Metadaten</xref>
        quantitativ vergleichen. Als Gegenbegriff zu
        <xref alt="Close Reading" rid="glossary-close-reading"><italic>Close
        Reading</italic></xref> wurde der Begriff insbesondere von
        Franco Moretti (2000) geprägt.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-gui">GUI</styled-content></term>
      <def>
        <p>GUI steht für <italic>Graphical User Interface</italic> und
        bezeichnet eine grafische Benutzeroberfläche. Ein GUI ermöglicht
        es, Tools mithilfe von grafischen Schaltflächen zu bedienen, um
        somit beispielsweise den Umgang mit der
        <xref alt="Commandline" rid="glossary-commandline">Commandline</xref>
        zu umgehen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-html">HTML</styled-content></term>
      <def>
        <p>HTML steht für <italic>Hypertext Markup Language</italic> und
        ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung
        elektronischer Dokumente. HTML-Dokumente werden von
        <xref alt="Webbrowsern" rid="glossary-browser">Webbrowsern</xref>
        dargestellt und geben die Struktur und Online-Darstellung eines
        Textes vor. HTML-Dateien können außerdem zusätzliche
        <xref alt="Metainformationen" rid="glossary-metadaten">Metainformationen</xref>
        enthalten, die auf einer Webseite selbst nicht ersichtlich
        sind.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-korpus">Korpus</styled-content></term>
      <def>
        <p>Ein Textkorpus ist eine Sammlung von Texten. Korpora (Plural
        für „das Korpus“) sind typischerweise nach Textsorte, Epoche,
        Sprache oder Autor*in zusammengestellt.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-lda">LDA</styled-content></term>
      <def>
        <p>LDA steht für <italic>Latent Dirichlet Allocation </italic>
        und ist ein generatives, statistisches
        Wahrscheinlichkeitsmodell, welches zum
        <xref alt="Topic Modeling" rid="glossary-topic-modeling">Topic
        Modeling</xref> angewendet werden kann. Bei der LDA werden auf
        Grundlage eines Wahrscheinlichkeitsmodells Wortgruppen aus
        Textdokumenten erstellt. Dabei wird jedes Dokument als eine
        Mischung von verborgenen Themen betrachtet und jedes Wort einem
        Thema zugeordnet. Wortreihenfolgen und Satzzusammenhänge spielen
        dabei keine Rolle.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-lemmatisieren">Lemmatisieren</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Lemmatisierung von Textdaten gehört zu den wichtigen
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritten
        in der Textverarbeitung. Dabei werden alle Wörter
        (<xref alt="Token" rid="glossary-type-token">Token</xref>) eines
        Textes auf ihre Grundform zurückgeführt. So werden
        beispielsweise Flexionsformen wie „schneller“ und „schnelle“ dem
        Lemma „schnell“ zugeordnet.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-machine-learning">Machine
      Learning</styled-content></term>
      <def>
        <p>Machine Learning, bzw. maschinelles Lernen im Deutschen, ist
        ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Auf Grundlage
        möglichst vieler (Text-)Daten erkennt und erlernt ein Computer
        die häufig sehr komplexen Muster und Gesetzmäßigkeiten
        bestimmter Phänomene. Daraufhin können die aus den Daten
        gewonnen Erkenntnisse verallgemeinert werden und für neue
        Problemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten
        Daten verwendet werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup">Markup
      (Textauszeichung)</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Textauszeichnung (eng. <italic>Markup</italic>) fällt in
        den Bereich der Daten- bzw. Textverarbeitung, genauer in das
        Gebiet der Textformatierung, welche durch
        <xref alt="Auszeichnungssprachen" rid="glossary-markup-language">Auszeichnungssprachen</xref>
        wie <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref> implementiert
        wird. Dabei geht es um die Beschreibung, wie einzelne Elemente
        eines Textes beispielsweise auf Webseiten grafisch dargestellt
        werden sollen.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-markup-language">Markup
      Language</styled-content></term>
      <def>
        <p>Markup Language bezeichnet eine maschinenlesbare
        Auszeichnungssprache, wie z. B.
        <xref alt="HTML" rid="glossary-html">HTML</xref>, zur
        Formatierung und Gliederung von Texten und anderen Daten. So
        werden beispielsweise auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        durch ihre Digitalisierung oder ihre digitale Erstellung zu
        Markup, indem sie den Inhalt eines Dokumentes strukturieren.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-metadaten">Metadaten</styled-content></term>
      <def>
        <p>Metadaten oder Metainformationen sind strukturierte Daten,
        die andere Daten beschreiben. Dabei kann zwischen
        administrativen (z. B. Zugriffsrechte, Lizenzierung),
        deskriptiven (z. B. Textsorte), strukturellen (z. B. Absätze
        oder Kapitel eines Textes) und technischen (z. B. digitale
        Auflösung, Material) Metadaten unterschieden werden. Auch
        <xref alt="Annotationen" rid="glossary-annotation">Annotationen</xref>
        bzw.
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup-language">Markup</xref>
        sind Metadaten, da sie Daten/Informationen sind, die den
        eigentlichen Textdaten hinzugefügt werden und Informationen über
        die Merkmale der beschriebenen Daten liefern.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-named-entities">Named
      Entities</styled-content></term>
      <def>
        <p>Eine Named Entity (NE) ist eine Entität, oft ein Eigenname,
        die meist in Form einer Nominalphrase zu identifizieren ist.
        Named Entities können beispielsweise Personen wie „Nils
        Holgerson“, Organisationen wie „WHO“ oder Orte wie „New York“
        sein. Named Entities können durch das Verfahren der Named Entity
        Recognition (NER) automatisiert ermittelt werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-pos">POS</styled-content></term>
      <def>
        <p>PoS steht für <italic>Part of Speech</italic>, oder „Wortart“
        auf Deutsch. Das PoS-
        <xref alt="Tagging" rid="glossary-annotation">Tagging</xref>
        beschreibt die (automatische) Erfassung und Kennzeichnung von
        Wortarten in einem Text und ist of ein wichtiger
        <xref alt="Preprocessing" rid="glossary-preprocessing">Preprocessing</xref>-Schritt,
        beispielsweise für die Analyse von
        <xref alt="Named Entities" rid="glossary-named-entities">Named
        Entities</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-preprocessing">Preprocessing</styled-content></term>
      <def>
        <p>Für viele digitale Methoden müssen die zu analysierenden
        Texte vorab „bereinigt“ oder „vorbereitet“ werden. Für
        statistische Zwecke werden Texte bspw. häufig in gleich große
        Segmente unterteilt (<italic>chunking</italic>), Großbuchstaben
        werden in Kleinbuchstaben verwandelt oder Wörter werden
        <xref alt="lemmatisiert" rid="glossary-lemmatisieren">lemmatisiert</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-reintext-version">Reintext-Version</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die Reintext-Version ist die Version eines digitalen Textes
        oder einer Tabelle, in der keinerlei Formatierungen
        (Kursivierung, Metadatenauszeichnung etc.) enthalten sind.
        Reintext-Formate sind beispielsweise TXT, RTF und
        <xref alt="CSV" rid="glossary-csv">CSV</xref>.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-stoppwortliste">Stoppwortliste</styled-content></term>
      <def>
        <p>Stoppwörter sind hochfrequente Wörter, meist Funktionswörter,
        die, aufgrund ihrer grammatisch bedingten Häufigkeit,
        beispielsweise die Ergebnisse von inhaltlichen oder thematischen
        Analysen verzerren können. Deshalb werden diese Wörter,
        gesammelt in einer Stoppwortliste, bei digitalen Textanalysen
        meist nicht berücksichtigt.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-tei">TEI</styled-content></term>
      <def>
        <p>Die <italic>Text Encoding Initiative</italic> (TEI) ist ein
        Konsortium, das gemeinsam einen Standard für die Darstellung von
        Texten in digitaler Form entwickelt. Die TEI bietet
        beispielsweise Standards zur Kodierung von gedruckten Werken und
        zur Auszeichnung von sprachlichen Informationen in
        maschinenlesbaren Texten (siehe auch
        <xref alt="XML" rid="glossary-xml">XML</xref> und
        <xref alt="Markup" rid="glossary-markup">Markup</xref>).</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-topic-modeling">Topic
      Modeling</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Topic Modeling ist ein statistisches, auf
        Wahrscheinlichkeitsrechnung basierendes, Verfahren zur
        thematischen Exploration größerer Textsammlungen. Das Verfahren
        erzeugt „Topics“ zur Abbildung häufig gemeinsam vorkommender
        Wörter in einem Text. Für die Durchführung können verschiedene
        Algorithmen und Modelle wie das
        <xref alt="LDA" rid="glossary-lda">LDA</xref> verwendet
        werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-type-token">Type/Token</styled-content></term>
      <def>
        <p>Das Begriffspaar „Type/Token“ wird grundsätzlich zur
        Unterscheidung von einzelnen Vorkommnissen (Token) und Typen
        (Types) von Wörtern oder Äußerungen in Texten genutzt. Ein Token
        ist also ein konkretes Exemplar eines bestimmten Typs, während
        ein Typ eine im Prinzip unbegrenzte Menge von Exemplaren (Token)
        umfasst.
        Es gibt allerdings etwas divergierende Definitionen zur
        Type-Token-Unterscheidung. Eine präzise Definition ist daher
        immer erstrebenswert. Der Satz „Ein Bär ist ein Bär.“ beinhaltet
        beispielsweise fünf Worttoken („Ein“, „Bär“, „ist“, „ein“,
        „Bär“) und drei Types, nämlich: „ein“, „Bär“, „ist“. Allerdings
        könnten auch vier Types, „Ein“, „ein“, „Bär“ und „ist“, als
        solche identifiziert werden, wenn Großbuchstaben beachtet
        werden.</p>
      </def>
    </def-item>
    <def-item>
      <term><styled-content id="glossary-xml">XML</styled-content></term>
      <def>
        <p>XML steht für <italic>Extensible Markup Language</italic> und
        ist eine Form von
        <xref alt="Markup Language" rid="glossary-markup-language">Markup
        Language</xref>, die sowohl computer- als auch menschenlesbar
        und hochgradig anpassbar ist. Dabei werden Textdateien
        hierarchisch strukturiert dargestellt und Zusatzinformationen i.
        d. R. in einer anderen Farbe als der eigentliche (schwarz
        gedruckte) Text dargestellt. Eine standardisierte Form von XML
        ist das <xref alt="TEI" rid="glossary-tei">TEI</xref>-XML.</p>
      </def>
    </def-item>
  </def-list>
</sec>
</body>
<back>
<ref-list>
  <title>Bibliographie</title>
  <ref id="ref-horstmannMethodenbeitragTopicModeling2018">
    <mixed-citation>Horstmann, Jan. 2024. Methodenbeitrag: Topic
    Modeling. Hg. von Evelyn Gius. <italic>forTEXT</italic> 1, Nr. 8.
    Topic Modeling (7. Oktober). doi:
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://doi.org/10.48694/fortext.3717">10.48694/fortext.3717</ext-link>,
    <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://fortext.net/routinen/methoden/topic-modeling">https://fortext.net/routinen/methoden/topic-modeling</ext-link>.</mixed-citation>
  </ref>
</ref-list>
</back>
</article>
